Suche nach verträglicher Lösung
Wie der Storchen-Plage Herr werden?

Willstätt-Eckartsweier (st). Auf Betreiben des CDU-Landtagsabgeordneten Willi Stächele hat sich Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller des Storchen-Themas in Willstätt-Eckartsweier angenommen.Eckartsweier ist mit brütenden Storchenpaaren reich gesegnet. Dieser Segen bringt aber auch allerlei Ärgernis mit sich.

Bei einem Ortschaftsbesuch Anfang Juli berichteten Vertreter des Ortschaftsrates und Rathaus-Chefin Amalia Lindt-Herrmann dem Landtagsabgeordneten Willi Stächele (CDU), dass der Kot der Störche Dächer und Wege stark verschmutze und im Bereich des Zugangs zur Kirche auch schon Personen von der ätzenden Hinterlassenschaft der Tiere getroffen wurden.

Stächele wandte sich daraufhin an die Landesregierung, um zu klären, ob die Behörde Maßnahmen entwickelt hat oder plant, um der Storchen-Plage in Eckartsweier Herr zu werden. Denn da Weißstörche streng geschützt sind, dürfen sie nicht einfach verjagt werden. In einem Schreiben an Stächele erklärte Umweltminister Franz Untersteller die ungewöhnlich hohe Anzahl der brütenden Horstpaare in Eckartsweier mit den „attraktiven Habitatbedingungen“ rund um die Ortschaft.

Untersteller betonte, dass sich in ähnlichen Fällen, wo Störche wegen der Verkotung von Dächern und öffentlichen Bereichen für Ärgernis gesorgt haben, meistens eine „Zusammenarbeit zwischen den Betroffenen und den örtlich zuständigen Behörden – vor allem der unteren und höheren Naturschutzbehörde – sowie der landesweit beauftragten Storchenbetreuerin, Ute Reinhard, und den vor Ort ehrenamtlich tätigen Storchenbetreuenden sehr gut bewährt“ habe. Im Fall von Eckartsweier seien durch die zuständigen Behörden bereits Maßnahmen zur Lösung des Konflikts unter Einbindung des örtlichen Storchenbetreuers, Gérard Mercier, und des Regierungspräsidiums Freiburg durchgeführt worden. So habe man bereits den Horst am Kircheneingang zurückgesetzt, damit von diesem kein Nistmaterial oder Kot mehr herunterfallen kann.

Um die Situation weiter im Blick zu behalten und noch bestehende Herausforderungen zu lösen, so der Minister, habe er das Regierungspräsidium Freiburg gebeten, zusammen mit der unteren Naturschutzbehörde, dem örtlichen Storchenbeauftragten und der Gemeinde Willstätt-Eckartsweier „im jeweiligen Einzelfall eine für alle Beteiligten verträgliche Lösung zu finden“.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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