Tag des offenen Denkmals in Offenburg

13. September 2026
10:30 Uhr
Offenburg, 77656 Offenburg
Die Stadtmauer im Osten an der Gleispromenade | Foto: U. Marx/ Stadtarchiv Offenburg
4Bilder
  • Die Stadtmauer im Osten an der Gleispromenade
  • Foto: U. Marx/ Stadtarchiv Offenburg
  • hochgeladen von DER GULLER Termine

Freie Eintritte und exklusive Führungen bietet die Stadt Offenburg am Sonntag im Rahmen des Tags des offenen Denkmals an. So sind die Mikwe, der Salmen, das Museum im Ritterhaus und die St. Matthias-Kirche geöffnet. Der Tag steht dieses Jahr unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur – Historische Bauten, die uns bewegen und verbinden“.

Historiker Dr. Wolfgang Reinbold, Denkmalschützer Andreas Clausen, Maren Britz und Ellen Pries, beide zuständig für die Sanierung der Wenk-Treppe, bieten ab 10.30 Uhr eine Führung rund um die Stadtmauer an. Sie endet gegen 12 Uhr an der Wenk-Treppe, wo die Restaurierungs-Maßnahmen erläutert werden. Die Stadtmauer ist das älteste und imposanteste Baudenkmal der Stadt Offenburg. Sie stammt aus dem 13.Jahrhundert. Von den ursprünglich 1,8 Kilometern sind 1,5 erhalten geblieben. Die Mauer lässt sehr plastisch und authentisch die Umrisse des mittelalterlichen Offenburg erkennen. Zudem hat Offenburg Ende des 19. Jahrhundert, wie viele andere Städte auch, aus den ursprünglichen Festungsanlagen einen Grüngürtel gemacht. Heute ist die Stadt also von einer gut erhaltenen Stadtmauer und einem Grüngürtel umgeben. Die Gesamtdauer der Führung ist auf zwei Stunden angesetzt. Themen sind die Geschichte der Stadtbefestigung, die heutige Bedeutung des Grüngürtels und notwendige Sanierungsmaßnahmen. Treffpunkt ist am nördlichen Ende des Zwingerparks beim Parkhaus Wasserstraße.

Dr. Katharina Herrmann wird zwei Führungen am Mühlbach anbieten: Um 10 und um 14 Uhr geht es um „Wassernetz – Waschplätze, Flößerei und Industrie am Offenburger Mühlbach“. Der Mühlbach diente bis ins späte 19. Jahrhundert als Floßkanal. Seit dem Mittelalter sind Mühlen am Mühlbach urkundlich belegt. Daraus entwickelten sich Industriebetriebe wie die Spinnerei und Weberei. An den Seitenarmen, die nicht erhalten sind, befanden sich weitere Fabriken. Außerdem wurde das Wasser des Mühlbaches zur Wiesenwässerung verwendet. Auch die Abwässer der Stadt wurden seit dem Mittelalter in den Mühlbach geleitet. Die Reste von mehreren Badeanstalten am Bach sind noch zu erkennen. An diversen Waschplätzen konnten die Offenburger Hausfrauen ihre Wäsche waschen, aber es gab auch mehreren Wäschereien, in denen man seine Wäsche waschen lassen konnte. Eine eigene Eisenbahnlinie erschloss das Firmengelände der Spinn- und Weberei, den Schlachthof und das Gaswerk. Die Geschichte der Überwege über den Mühlbach und der Brücken wird ebenfalls thematisiert. Treffpunkt ist beim Haupteingang des Forum Kinos.

Die Leiterin des Museums im Ritterhaus, Dr. Valerie Schoenenberg, wird unter dem Titel „Die Mikwe als Kulturdenkmal“ drei jeweils einstündige Führungen anbieten: um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr. Das jüdische Ritualbad ist ein Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung. Es liegt 14 Meter tief unter der Erde, da das benötigte Grundwasser erst in dieser Tiefe angetroffen wurde. Es sind diese topographische Besonderheit und die bauliche Anpassung, die dieses Baudenkmal von anderen Ritualbädern unterscheidet. Nachdem es als Ritualbad nicht mehr in Gebrauch war, wurde das Bauwerk als Brunnen umgenutzt. Von 11-17 Uhr ist das ehemalige jüdische Ritualbad kostenfrei geöffnet. Zugang über den Innenhof des Gebäudes Glaserstraße 8, Eingang über die Bäckergasse.

In der St. Matthias-Kirche in der Gymnasiumstraße 7 findet um 10.30 Uhr ein Gottesdienst statt. Jeweils um 13 Uhr und um 14.30 Uhr gibt es Führungen „Kirche und Gruft des Kapuzinerklosters“.

Das Museum im Ritterhaus, Ritterstraße 10, Haupteingang über den Gerichtsparkplatz, ist von 10-17 Uhr kostenfrei geöffnet.

Der Salmen, Lange Straße 52, kann von 11-17 Uhr ebenfalls kostenfrei besucht werden. Um die Geschichte des Salmen geht es in einer Führung um 11.15 Uhr „Vom Wirtshaus zum Ort der Demokratie“.

Die Stadtmauer im Osten an der Gleispromenade | Foto: U. Marx/ Stadtarchiv Offenburg
Die Stadtmauer im Osten an der Gleispromenade | Foto: Stadt Offenburg
Die Johannis-Brücke über den Mühlbach mit der Zibold’schen Mühle im Hintergrund | Foto: Stadtarchiv
Eingang der Mikwe in der Glaserstraße | Foto: A.Bleyer/Museum im Ritterhaus

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.