Ihr Begleiter durch die Woche
An(ge)dacht von Gemeindereferent Michael Merz

Michael Merz, Gemeindereferent Friesenheim

Mein zehnjähriger Sohn Samuel fragt mich: „Papa, was ist das Schlimmste für einen Menschen?“ Kalt erwischt kann ich nichts antworten. Samuel sagt: „Oma meint: Krieg!“ Daraufhin ich: „Da hat sie wohl recht.“ Was denken Sie?

Frieden beginnt im Herzen

Urängste kriechen hoch und schnüren mir die Kehle zu, wenn ich mir vorstelle, dass Samuel im Krieg kämpfen müsste und getötet würde.

Hoffentlich erlebe ich das nicht mehr, denke ich ohnmächtig. Viele von Ihnen wissen noch aus eigener Erfahrung, was Krieg bedeutet. Für alle anderen ist es ein Schreckgespenst. Durch den Konflikt in Syrien und die vielen anderen Kriege werden wir oft genug daran erinnert. Durch den Konflikt in der Ukraine und Wladimir Putin auf der einen Seite, durch den unberechenbaren Präsidenten Donald Trump auf der anderen Seite gewinnt das Thema Krieg und Frieden an aktueller, bedrohlicher Brisanz. Diese beiden Machtmenschen jagen mir eiskalten Schauer über den Rücken. Wieder Ohnmacht. Ich kann ja eh nichts ändern am großen Weltgeschehen. Vielleicht denken Sie auch so. Und dabei war erst Weihnachten. Friede, Freude, Eierkuchen...
Die Engel auf den Feldern von Bethlehem verkündeten: „Fürchtet Euch nicht! Schalom, der Friede sei mit Euch“. Schalom ist nicht nur die bloße Abwesenheit von Krieg, sondern der allumfassende Wunsch nach tiefem Frieden im Herzen.

Angenommensein und Geliebtsein

Im Grunde ist es der Wunsch jedes Menschen: nach Angenommensein und Geliebtsein, nach Frieden und Freiheit.

Krieg beginnt im Herzen. Frieden aber auch! Und so können wir doch etwas machen. Nicht am großen Weltgeschehen, aber in uns selbst. Frieden kann man nicht machen, man kann ihn aber erbitten, darum beten. Und man kann sich um Frieden bemühen, sich für ihn einsetzen. Zuallererst bei sich selbst, im Kleinen. Das beginnt ganz leise. Ist aber ebenso wenig aufzuhalten wie der Hass, wenn er um sich greift.

Ich wünsche mir, dass Samuel niemals in einen Krieg muss, vielmehr dass andere Menschen durch ihn froh werden – weil er ihnen friedlich begegnet. Was wünschen Sie sich? Ich meine, was wünschen Sie sich ganz tief im Inneren, wo nur Gott und Sie sind?
Gemeindereferent Michael Merz
Friesenheim

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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