An(ge)dacht

Beiträge zum Thema An(ge)dacht

Panorama
Ruth Scholz

Angedacht: Ruth Scholz
In den Herbstferien Urlaub für die Seele

Juhu, endlich Schulferien – so riefen am Freitag vielleicht manche Schüler. Und auch manch anderer hat in der kommenden Woche womöglich frei. Doch das mit dem in Urlaub fahren, ist momentan ja so eine Sache. Einerseits diskutiert man in manchen Bundesländern noch bezüglich eines Beherbergungsverbots, andererseits will oder soll man eher nicht in Risikogebiete fahren, weder im In- noch im Ausland, und die Kanzlerin rief ohnehin dazu auf, möglichst zu Hause zu bleiben. Ganz abgesehen von...

  • Offenburg
  • 21.10.20
Panorama
Günter Ihle

Angedacht: Günter Ihle
Was geht noch in Zeit der Einschränkungen?

Anfang März, unmittelbar zu Beginn des Lockdowns, wurde an dieser Stelle ein Beitrag von mir veröffentlicht. Damals fragte ich: „Was geht, wenn nichts mehr geht?“ Jetzt in diesen Tagen stelle ich mir eher die Frage: „Ja, was soll denn noch gehen?“ Die Wirtschaft, die Kindertagesstätten, die Schulen sollen weiter am Laufen erhalten werden. Über das Beherbergungsverbot wird gerade kontrovers diskutiert. Der Wochenspruch der gerade zu Ende gehenden Woche inspiriert mich: "Das Gebot haben...

  • Kehl
  • 16.10.20
Panorama
Moritz Martiny

Angedacht: Moritz Martiny
Dank für die Vorräte vergangener Jahre

Der Herbst ist da – ganz plötzlich. Eben war es noch Sommer. Ich bin noch gar nicht darauf eingestellt. Der Herbst hat mich überrumpelt. Wie dem Herbst aus heiterem Himmel stehe ich nun auch dem Erntedankfest gegenüber. Erntedank am Sonntag Traditionell feiern wir es am ersten Sonntag im Oktober, jedes Jahr. Ich hätte es also wissen können. Aber dieses Jahr überrumpelt und überfordert mich das Fest. Wofür bin ich dieses Jahr denn dankbar? Was ist die Ernte diesen Jahres? Das Fest steht vor...

  • Gengenbach
  • 02.10.20
Panorama
Clemens Bühler

Angedacht: Clemens Bühler
"Von guten Mächten wunderbar geborgen"

„Du bist ein Engel“, sagte eine Bekannte von mir, wenn man ihr einen Gefallen tat. Das hört sich charmant an. Aber will ich ein Engel sein? "Engel – oder kann das weg?" war diesen Sommer der Titel einer Ausstellung mit zeitgenössischen Engel-Darstellungen in Karlsruhe. Bedürfnis nach Trost Als ich vor Jahren Theologie studierte, war das Thema tatsächlich weg. Aber irgendwann waren sie wieder da, die Himmelsboten. Auch wenn viele Zeitgenossen anscheinend mit dem Himmel nicht mehr viel am Hut...

  • Offenburg
  • 25.09.20
Panorama
Kornelius Gölz

Angedacht: Kornelius Gölz
Herausforderungen des Tages mit Liebe angehen

„Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark – alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen!“, sagt mir meine Frau ins Ohr. Laut und deutlich. Es ist früh am Morgen und noch dunkel. „Wacht!“ Am liebsten würde ich mich noch einmal umdrehen. Doch meine Frau hat wie meistens Recht. Höchste Zeit, aufzustehen! „Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark" Zu den Aufgaben des Tages kommt heute noch unser Hochzeitstag dazu. Vor vielen Jahren haben wir dies als Trauspruch mit auf...

  • Hohberg
  • 18.09.20
Panorama
Sarah Henninger

Angedacht: Sarah Henninger
Fehler zu vergeben, ist eine Bereicherung

Um mich für diesen Text inspirieren zu lassen, habe ich einen Blick ins Tagesevangelium geworfen. Tatsächlich passt diese Stelle ziemlich gut zu meinem momentanen Lernprozess. Petrus fragt Jesus wie oft er jemandem vergeben muss der gegen ihn gesündigt hat. Und Jesus sagt: „Ich sage dir nicht: bis zu sieben Mal, sondern bis zu 70 mal sieben Mal.“ (Mt 18, 21–35) Ihre Begleiterin in dieser Woche Puh, ganz schön oft. Wobei mir das Vergeben sogar leichter fällt als um Vergebung zu bitten....

  • Lahr
  • 11.09.20
Panorama
Roland Kusterer

Angedacht: Roland Kusterer
Manche machen mehr kaputt als der Virus

In den vergangenen Wochen erleben wir ein erneutes steiles Ansteigen der Covid-19-Infektionszahlen. Vielleicht macht das Ihnen Angst, vielleicht stehen Sie dem Ganzen auch eher nüchtern gegenüber oder Sie halten die ganze Corona-Pandemie gar für eine erfundene Geschichte. Ihr Begleiter durch die WocheScheinbar sind das gar nicht so wenige, die die Gefährlichkeit oder gar die Existenz des Corona-Virus für unwahr halten. Manche wittern sogar eine Verschwörung dahinter. Manches Mal ist sogar...

  • Oberkirch
  • 04.09.20
Panorama
Rüdiger Kopp

Angedacht: Rüdiger Kopp
Wir sind Geschöpfe und keine Schöpfer

Manchmal überfällt uns die Angst wie aus heiterem Himmel, wenn Dinge passieren, die unser Gleichgewicht aus der Bahn werfen, wenn gewohnte Abläufe zerstört werden, wenn wir uns plötzlich nicht mehr auskennen und uns die Lage aus den Händen gleitet. Keine schöne Situation und schon gar keine, die wir uns wünschten, und doch erinnern uns solche Krisen daran, was eigentlich unser Normalzustand ist: Als ob wir irgendetwas sicher in Händen hielten. Als ob wir wüssten, was uns jeder neue Tag...

  • Ortenau
  • 28.08.20
Panorama
Inge Fleischmann

Angedacht: Inge Fleischmann
Den lauten Hilfeschrei nicht überhören

Im Evangelium vom 20. Sonntag im Jahreskreis (Mt 15,21-28) wird uns von einer Frau erzählt, die Jesus um Hilfe bittet. Ihre Tochter leidet unter einer psychischen Erkrankung. Sie wird von einem Dämon geplagt, so heißt es. Jesus distanziert sich zunächst. Auch dem Drängen seiner Jünger, der Frau zu helfen, gibt er nicht nach. Er sieht sich gesandt, um den Kindern Israels zu helfen und nicht ausländischen und fremden Leuten. Schließlich lässt Jesus sich aufgrund des Gesprächs mit der Frau doch...

  • Schutterwald
  • 14.08.20
Panorama
Claudia Roloff

Angedacht: Claudia Roloff
Zusammen Sicherheit ganz neu denken

Hiroshima und Nagasaki – diese Städtenamen stehen für sinnlose Gewalt und unermessliches Leid. 75 Jahre her ist dieses Grauen. Doch noch heute gibt es, besonders in den USA, viele Menschen, die mit dem Einsatz der beiden Atombomben einverstanden sind. Sie rechtfertigen den Tod von rund 200.000 Zivilisten und die Verletzung von doppelt so vielen Menschen damit, dass auf diese Weise der Krieg mit Japan beendet werden konnte, der sonst viele US-Soldaten das Leben gekostet hätte. Ihre...

  • Offenburg
  • 06.08.20
Panorama
Stephan Kilb

Angedacht: Stephan Kilb
„Liebe will ich, … nicht Brandopfer!“

Ist es schon eine Weile her, dass Sie ein paar Weihrauchkörner gestiftet haben, um Ihrem Gott eine Freude zu machen – oder zumindest um vor den Nachbarn gut dazustehen? Und das mit der Liebe? Wenn man ein Wort zu häufig hintereinander ausspricht, verliert es irgendwann seine Bedeutung wird sinnlos, sinnbefreites Lautieren. Ihr Begleiter durch die Woche Ist in Ihrer Welt der Begriff durch Werbung für alles, was käuflich ist, schon so überstrapaziert, dass man fast schon ein bisschen verlegen...

  • Offenburg
  • 31.07.20
Panorama
Martin Grab

Angedacht: Martin Grab
Wie vergesslich sind wir denn geworden?

Wie vergesslich sind wir eigentlich geworden? Diese Frage brennt mir gerade sehr unter den Nägeln. Denn ich nehme etwas wahr, das mir von Tag zu Tag mehr Sorgen macht: In unserer Gesellschaft wird immer deutlicher versucht, die Corona-Pandemie vergessen zu machen. Und das geschieht auf die denkbar einfachste Weise: Wir tun so, als habe sich die Pandemie aus unserem Land verzogen – nach Brasilien etwa oder in die USA oder zurück nach China. Corona wird verdrängt – allerdings nicht durch...

  • Rheinau
  • 24.07.20
Panorama
Tobias Strigel

Angedacht: Tobias Strigel
Regelmäßiges Prüfen der Handlungsmuster

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – Sie auch? Ich schon, wenn ich da an manche Alltagsroutine und Traditionen denke, die ich pflege. Vielleicht hat mich deshalb folgende Geschichte, die ich in einem Buch des Jesuiten Peter Knauer gelesen habe, „tierisch“ zum Nachdenken angeregt: „Ein Guru hielt mit seinen Jüngern täglich eine Abendmeditation. Als eines Tages die Hauskatze während dieser Zeit in den Meditationsraum lief und störte, ordnete er an, sie solle während dieser Zeit draußen...

  • Offenburg
  • 17.07.20
Panorama
Thomas Krenz

Angedacht: Thomas Krenz
"Aber-Glaube" ist das Vertrauen auf Jesus

Sind Sie abergläubisch? Klopfen Sie manchmal auf Holz oder fürchten die Zahl 13? Oder sind Sie „aber-gläubig“? Petrus war „aber–gläubig“. Er sagte zu Jesus: „Wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Aber weil du es sagst, will ich die Netze noch einmal auswerfen.“ Und er machte den Fang seines Lebens. Ihr Begleiter durch die WocheAberglaube ist Unglaube. „Aber-Glaube“ dagegen ist das Vertrauen auf Jesus auch gegen den Augenschein. In einem Lied heißt es: „Wellen der Angst...

  • Hornberg
  • 10.07.20
Panorama
Ingrid Fleischmann

Angedacht: Ingrid Fleischmann
Es ist lohnend, sich auch Ruhe zu gönnen

In der Hektik des Alltags wünschen wir uns, hin und wieder eine Pause einlegen zu dürfen. Das sind die Mittagspause, der Feierabend oder das Wochenende und nicht zuletzt die Ferienzeit. Das sind die Zeiten, in denen wir es ruhiger angehen können. Menschen genießen es, morgens länger liegen zu bleiben oder sich Zeit zu nehmen, um einen längeren Spaziergang zu machen oder an den Badesee zu gehen. „Ich will jetzt meine Ruhe haben“, sagt sich mancher, wenn der Tag anstrengend war. Er verkriecht...

  • Schutterwald
  • 03.07.20
Panorama
Anna Manon Schimmel

Angedacht: Anna Manon Schimmel
Die Taube führt den Geist Gottes spazieren

Gurr-gurr – ein bekanntes Geräusch, nicht unbedingt ein beliebtes. Die Taube, erst auf dem Pfarrhausdach, dann fliegt sie rüber zum Kirchturm. Sie begleitet mich, gefühlt schon immer, in Weiß oder gräulich, grünlich schimmlig schimmernd, manchmal auch Lila glitzernd am Hälschen. In schönem Hellrosa mit schmuckem schwarzen Halsband, oder bescheiden unauffällig Braun. Ringeltaube, Turteltaube, Türkentaube, Felsentaube, Brieftaube, Friedenstaube, Stadttaube, unendlich sind die von Gott...

  • Neuried
  • 26.06.20
Panorama
Franz Feger

Angedacht: Franz Feger
Der Fischer und der erfolgreiche Manager

Ein Fischer – irgendwo am Meer – fährt jeden Tag mit seinem kleinen Fischerboot raus, fängt zwei Fische und kehrt am Mittag wieder zurück zu seiner Familie. Gemeinsam grillen sie die Fische am Strand und verbringen anschließend Zeit miteinander. Ihr Begleiter durch die WocheIrgendwann kommt ein sehr erfolgreicher Manager vorbei und macht im Dorf des Fischers Ferien. Er beobachtet den Fischer und wundert sich, warum der Fischer immer nur mit zwei Fischen zurückkommt. Ganz der Unternehmer,...

  • Offenburg
  • 19.06.20
Panorama
Renate Schmidt

Angedacht: Renate Schmidt
Wer Jesus nachfolgt, wird Jünger und jünger

Achtung, ein Wortspiel: Jünger nannte man die Freunde Jesu, sie lernten wie Schüler von ihm. Aber wer Jesus nachfolgt, der wird auch immer jünger im Herzen, denn er lebt ja an der Quelle. Ihre Begleiterin durch die WocheChristsein ist nicht, zumindest zuerst: Ich halte mich an Regeln; ich bemühe mich, meinen Nächsten zu lieben und das Klima zu schützen. Das auch. Aber zuerst ist es: Ich folge Jesus nach. Das setzt voraus, dass er Realität ist. Wie finde ich das heraus? Indem ich ihm...

  • Willstätt
  • 12.06.20
Panorama
Gerhard Bernauer

Angedacht: Gerhard Bernauer
Wie ein Kind: "Wow, ist das groß hier!"

Ein kleiner Junge rennt auf dem Bohlenweg, der von den Dünen zum Strand führt, als plötzlich der Weg endet und er mitten im Sand landet. Als er langsam wieder seinen Kopf hebt und sich umschaut, sagt er: „Wow, ist das groß hier!“ Offenbar war er zum ersten Mal auf einer Nordseeinsel mit ihrem schier endlosen Strand. Wahrscheinlich kannte er Sand bisher nur im Sandkasten in der Kita. Ihr Begleiter durch die WocheDiese kleine Geschichte von Andrea Schwarz fällt mir zum heutigen...

  • Offenburg
  • 05.06.20
Panorama
Christian Kühlewein-Roloff

Angedacht: Christian Kühlewein-Roloff
Die Botschaft lautet: "Nie wieder allein"

„Nie wieder allein!“ – das war die Botschaft unseres Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zum 8. Mai, dem 75. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Nazi-Regime. Wenige Wochen zuvor hatte Steinmeier in der jüdischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem gemahnt, sich gegen jeden nationalistischen Egoismus und rechtsradikalen Größenwahn zu stellen. Und jetzt: „Nie wieder allein!“ Steinmeier verknüpfte diese Worte mit dem dringenden Appell, gemeinschaftlich und europäisch zu denken. Denn im...

  • Offenburg
  • 29.05.20
Panorama
Rüdiger Kopp

Angedacht: Rüdiger Kopp
In der Krise zeigt sich oft wahrer Charakter

„Christen raus!“ – so hieß es auf einem Plakat in großen Buchstaben. Und darunter sehr viel kleiner: "Christen raus aus euren Verstecken, aus eurer Bequemlichkeit, aus eurer Faulheit, aus euren Schubladen…" Dieses Plakat ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Provokation, das heißt: eine Heraus-Rufung. So wie auch Corona eine Provokation und eine Heraus-Rufung ist. Ihr Begleiter durch die WocheWir werden herausgerufen, uns zu outen, woran wir glauben, wofür wir bereit sind, uns einzusetzen,...

  • Kehl
  • 22.05.20
Extra
Reinhard Losch

Angedacht: Reinhard Losch
Innehalten und die Schöpfung entdecken

Sehr viele Menschen entdecken in unserer schwierigen Zeit, dass es gut tut, auch einmal Gang runter zu schalten. So manches entdecke man, wozu sonst nicht die Zeit da ist. Ihr Begleiter durch die Woche Da war ein kleines Mädchen, das im Garten eine kleine schwarze Raupe sah. Sie nahm das kleine Lebewesen und tat es in ein Glas. Sie fütterte sie mit Grünzeug. Die Raupe wurde von Tag zu Tag dicker. Doch eines Morgens war sie weg. Stattdessen sah das Mädchen ein kleines Bündel, was aussah wie...

  • Lahr
  • 15.05.20
Panorama
Clemens Bühler

Angedacht: Clemens Bühler
Einsetzen für ein Europa des Geistes

Während des Ersten Weltkriegs schreibt eine junge Philosophin an einen polnischen Freund. Eben erst hat Edith Stein in Freiburg den Doktortitel erworben. Die Welt steht in Flammen, und als freiwillige Helferin in einem Seuchenlazarett hat sie das Elend kennengelernt. Was für sie das Wichtigste ist in dieser Situation, schreibt sie in dem Brief: „zu sehen, was aus Europa wird“. Sie selbst will ihren Beitrag leisten zur Weiterentwicklung der Gesellschaft. Als Frau und als Jüdin bekommt sie...

  • Offenburg
  • 08.05.20
Panorama
Andreas Moll

Angedacht: Andreas Moll
Die Osterfreude ist noch nicht verklungen

Auch nach drei Wochen ist die Osterfreude noch nicht verklungen. Der österliche Jubel geht weiter um die Welt, über alle geschlossenen Grenzen hinweg. Jubilate heißt der Sonntag. Jubilieren sollen wir für Gott! Alle Menschen und die ganze Schöpfung sollen in diesen Jubel einstimmen und der Freude Ausdruck geben über die Auferstehung und das neue Leben. Die biblischen Texte des Sonntages beschäftigen sich deshalb damit, wie die Freude über die Auferstehung sich in unserem Alltag wiederfinden...

  • Sasbachwalden
  • 28.04.20
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