An(ge)dacht

Beiträge zum Thema An(ge)dacht

Panorama
Günter Ihle

Angedacht: Günter Ihle
Was geht, wenn nichts mehr geht?

Wenn diese Gedanken von mir abgedruckt werden, hat sich die Lage schon wieder verändert. Ich bin bewegt – wie Sie alle. Täglich müssen privat und dienstlich neue Entscheidungen getroffen werden. Mir fällt es schwer, das Ganze irgendwie zu übersehen. Mein Kalender wird immer leerer. Zugleich wird jede Lücke mit Corona „aufgefüllt“. Immer weniger scheint zu gehen in unserem Land und in den Ländern drumherum. Zugleich sehe ich, was geht: Solidarität! Da ist die Lehrerin, die plötzlich Zeit hat...

  • Kehl
  • 20.03.20
Panorama
Franz Feger

Angedacht: Franz Feger
Mit Wertschätzung wächst das Vertrauen

Vor kurzem hat mich eine Betriebsrätin darauf aufmerksam gemacht, wie man sich im Spielfilm „Avatar“ begrüßt: Nicht mit „Hallo“ oder „Grüß Gott“ sondern mit dem schönen Satz „Ich sehe Dich“. Jeden Morgen gehen wir zur Arbeit. Vieles ist schon eingespielt. Manchmal nehmen wir nicht mal mehr richtig wahr, wer links und rechts neben uns arbeitet. Dabei sind wir an den Werktagen oft länger mit dem Kollegen in der Firma zusammen als mit den Partnern daheim. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass...

  • Offenburg
  • 13.03.20
Panorama
Christian Meyer

Angedacht: Christian Meyer
Nicht den starken Mann markieren

In fünf Wochen ist Ostern, das wichtigste Fest der Christen. Für mich ist Ostern ein Happy End nach langem Leiden: Jesu Freunde sind erschüttert von der grausamen Kreuzigung. Da passiert ein Wunder: Jesu Grab ist leer. Ein Engel tröstet die Freunde: „Fürchtet Euch nicht! Jesus ist auferstanden. Er lebt, dass wir leben!“ Auf dem Weg zu diesem Oster-Happy End berichtet die Bibel von Menschen mit vielen Sorgen. Die Jünger ahnen wahrscheinlich nach dem letzten Abendmahl: Bald werden die Römer...

  • Haslach
  • 06.03.20
Panorama
Katharina von Haas

Angedacht: Katharina von Haas
Unser Dank gilt: "Ihr seid gut, Mensch!"

Was heißt es, ein guter Mensch zu sein? In einem ersten Gedanken kann vielleicht eine Person beschrieben werden, die sich empathisch, tolerant und hilfsbereit ihren Mitmenschen gegenüber verhält. Gut zu seinen Mitmenschen zu sein, öffnet Räume für Begegnung, für ehrlichen und authentischen Kontakt und gelebte Wertschätzung. Die Freiwilligendienste Zur Zeit leisten rund 1.600 Freiwillige ihren Freiwilligendienst (FSJ/BFD) beim Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg. Sie übernehmen...

  • Offenburg
  • 28.02.20
  •  1
Panorama
Hans-Georg Dietrich

Angedacht: Hans-Georg Dietrich
Glückselige Fasent – mit oder ohne Maske

„So ein Gesicht kann nur eine Mutter lieben“, erklärte eine Frau in der Krimiserie "Polizeiruf" am 8. Dezember. Dieser Satz trifft, er ist brutal und direkt. Es ist klar: die Frau findet den Mann nicht schön und nicht liebenswert. So ist es auch mit vielen Masken, die wir in diesen Fasnachtstagen sehen. Viele der Hexen und Teufelsgesichter, Tierfratzen und Geister finden wir nicht schön und nicht liebenswert. Doch der brutale Satz aus dem Krimi hat eine zauberhafte Hintergrundmelodie: eine...

  • Offenburg
  • 21.02.20
Panorama
Simon Schilling

Angedacht: Simon Schilling
Lieber stehen bleiben als einfach Ja sagen

Gehen Sie bei Rot über eine Fußgängerampel? Ich schon, hin und wieder, wenn wenig Verkehr ist und keine Kinder in der Nähe sind, denen ich ein Vorbild sein müsste. Ich denke mir dann immer: In Rom machen das alle. So ist es mir zumindest von einer Klassenfahrt in Erinnerung geblieben. Damals sagte unser Lehrer: "Wenn ihr bei Rot über die Ampel geht, behaltet euer Gehtempo bei, dann fahren die Römer schon um euch herum; nur nicht hin- und herspringen, das könnte gefährlich werden…" Wie Sie...

  • Offenburg
  • 14.02.20
Panorama
Christa Wolf

Angedacht Christa Wolf
An den "Herrn der Töpfe und Pfannen"

Den Spagat zwischen der Hinwendung zu Gott und der Welt des Alltags hat Theresa von Avila ist einem Gebet als Stoßseufzer im 16. Jahrhundert zusammengefasst. Stoßseufzer von Theresa von Avila "Herr der Töpfe und Pfannen, ich habe keine Zeit, eine Heilige zu sein und Dir zum Wohlgefallen in der Nacht zu wachen, auch kann ich nicht meditieren in der Morgendämmerung und im stürmischen Horizont. Mache mich zu einer Heiligen, indem ich Mahlzeiten zubereite und Teller wasche. Nimm an meine...

  • Kehl
  • 07.02.20
Panorama
Claudia Roloff

Angedacht: Claudia Roloff
Träume sollen uns frischen Mut geben

"Ich habe einen Traum" – so beginnt die berühmte Rede des Bürgerrechtlers Dr. Martin Luther King: "I have a dream." Dem schließe ich mich gerne an. Ihre Begleiterin durch die Woche Träume sind ja nicht dazu da, uns in Gedanken von der Wirklichkeit wegzutragen. Träume sind dazu da, uns für die Wirklichkeit wach zu machen, uns frischen Mut und neue innere Bilder zu geben für die Aufgaben, die anstehen. Träume helfen, dass diese Welt gerechter wird. Bei Martin Luther Kings Träumen geht es...

  • Offenburg
  • 24.01.20
Panorama
Rüdiger Kopp

Ihr Begleiter durch die Woche: Rüdiger Kopp
Mehr Möglichkeiten als wir denken

Wie geht es Ihnen? Ein Gedicht von Martin Wolfgang Haas möchte ich zitieren: „Oh Backe, oh Backe, mein Leben ist kacke! Gestern noch geliebt und vergöttert, und heute am Boden zerstört und zerschmettert. Ich wurde geschmückt und verziert und verehrt – und heute bin ich keinen Pfifferling mehr wert. Dabei ist meine Botschaft so wichtig, und mehr als nur drei Tage im Jahr ist sie richtig: Mein Licht scheint hell in schwärzester Nacht, und auch in Traurigkeit Hoffnung erwacht....

  • Kehl
  • 17.01.20
Panorama
Martin Schaal

Angedacht: Martin Schaal
Verstecken hinter dem Ruf nach Freiheit

Freiheit – ein wertvolles Gut – und wie anspruchsvoll ist sie! Das edle Gut muss sich gefallen lassen, dass Schindluder mit ihm getrieben wird. Erstes Beispiel: "Freie Fahrt für freie Bürger!" Ist da die Freiheit gemeint, sich einem Denken in größeren Zusammenhängern zu verweigern? Aber wer bezahlt für diese Freiheit? Zweites Beispiel: "Freihandelsverträge fördern die Wirtschaft!" Aber haben die lauten Befürworter schon darüber nachgedacht, dass ein freier Handel nur unter gleichstarken...

  • Seelbach
  • 10.01.20
Panorama
Inge Fleischmann

Angedacht: Inge Fleischmann
Raum für Hoffnung und Zuversicht

Lassen wir uns ein im neuen Jahr, dass etwas Unerwartetes geschieht. Etwas, dass die eigenen Gewohnheiten stört und unsere Pläne durcheinanderbringt. Lassen wir uns überraschen von diesem Gott, der als kleines Kind auf die Welt gekommen ist, um sie zu verändern. Und sie menschlicher zu machen. Geben wir die Hoffnung nicht auf, dass es auch in unserer Kraft liegt, etwas bewegen zu können. Die leisen Töne bekommen Gewicht, wenn ihnen Handeln folgt. Und Menschen sich zutrauen, ihre Ideen...

  • Schutterwald
  • 03.01.20
Panorama
Gerhard Bernauer

Angedacht: Gerhard Bernauer
Ergreife die Chancen mit beiden Händen

„Prosit“ oder „Wohl bekomm's“ – so oder ähnlich werden wir übermorgen beim Jahreswechsel wieder einander zuprosten: Ich wünsche dir und mir, dass es für dich und für uns alle ein gutes neues Jahr 2020 werde. Leicht gesagt, aber wie alles im Leben steht hinter einem solchen Wunschdenken immer auch das eigene Leben: worauf ich besonderen Wert lege; welchen Sinn ich dem Leben überhaupt gebe; wie ich mein Leben gestalte? „Nütze die Zeit“ – so könnte man frei übersetzt das „Prosit“ verstehen....

  • Offenburg
  • 27.12.19
  •  1
Panorama
Günter Ihle

Angedacht: Günter Ihle
Mit wem feiern Sie denn Weihnachten?

Kürzlich, noch lange vor diesen Festtagen, bin ich beim Spaziergang einer mir unbekannten Mutter mit zwei Kindern begegnet. Ich habe freundlich gegrüßt und war schon fast an ihnen vorbei. Da sagte der kleine Junge hinter mir her: „Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten!“. Ich war etwas überrascht, habe dies dann selbstverständlich auch erwidert. Dieser Junge freut sich natürlich wie alle Kinder auf das Weihnachtsfest und all das, was es so mit sich bringt. Aber er möchte, dass sich auch andere...

  • Kehl
  • 20.12.19
Panorama
Hans-Georg Dietrich

Angedacht: Hans-Georg Dietrich
So werden auch Wartezimmer fröhlich

Jeder hat schon auf einem Stuhl vor einer Tür gesessen und gewartet. Wartezimmer sind nicht fröhlich. Vor einigen Jahren war ich in einer Uniklinik. Ungefähr 25 Menschen saßen wartend auf dem Flur. Keiner redete. Alle waren stumm. Die Stimmung war fast etwas mürrisch. Einige beschäftigten sich mit ihren Handys, andere blätterten in alten Zeitschriften. In der Ecke stand unbeachtet ein Kinderwagen. Da bewegte sich etwas unter der Decke. Eine junge Frau stand auf, hob ein Baby heraus und nahm...

  • Offenburg
  • 13.12.19
Panorama
Tobias Strigel

Angedacht: Tobias Strigel
Leben nach dem "Lemonade-Prinzip"

Mögen Sie Zitronen? Den meisten Menschen kann man ihre Begeisterung am Gesichtsausdruck ablesen, die sie beim Genuss einer solchen empfinden. Allein ihr Mienenspiel spricht Bände und offenbart, was ihre Geschmacksknospen davon halten, wenn sie eine dieser knallgelben, ovalen Früchte serviert bekommen. Apropos servieren, so gerne wir unser Leben in vollen Zügen genießen. Neben den vielen Erlebnissen, die es versüßen, hält es für uns auch immer wieder die eine oder andere Zitrone bereit – den...

  • Offenburg
  • 06.12.19
Panorama
Lisa-Marie Lüdemann

Angedacht: Lisa-Marie Lüdemann
Das Ehrenamt bei der Gemeindearbeit

Mir liegt die Gemeindearbeit sehr am Herzen. Wenn Menschen zu uns kommen, dann ist es mein größter Wunsch, dass sie hier in unserer evangelischen Kirche eine gute Zeit haben. Dass Menschen sich mit ihren Emotionen aufgenommen fühlen. Ob bei traurigen Anlässen, mit all ihrer Wut, Unverständnis, Erschöpftheit und Trauer. Oder bei fröhlichen Aktionen, die das Leben feiern und Leichtigkeit schenken. Ja, eine gute Zeit soll es sein. Die Zweifel zulässt an der ganzen Religiosität und gleichzeitig...

  • Lahr
  • 29.11.19
Panorama
Clemens Bühler

Angedacht: Clemens Bühler
Bei aller Unrast auch ruhig mal innehalten

Viele haben den Eindruck: Die Zeit eilt immer schneller. Der Sommer ist kaum vorbei – und am kommenden Sonntag beginnt schon der Advent. Menschen sind heute unterwegs wie nie zuvor: auf den Straßen, im Zug, im Flugzeug. Und gleichzeitig sind wir überall vernetzt mit der ganzen Welt. Wir kommen kaum zur Ruhe. „Unrast“ heißt eines der Bücher von Olga Tokarczuk. Vor kurzem bekam die polnische Schriftstellerin den Literaturnobelpreis für 2018 zugesprochen. Das Thema ihres Romans ist das Reisen....

  • Offenburg
  • 22.11.19
Panorama
Roland Dusch

Angedacht: Roland Deusch
Auch noch im Himmel eine Personalakte?

Kennen Sie das: "Du bist aber ein liebes – oder: böses – Kind." Damit fängt es doch an in unserem Leben. Wir werden bewertet oder benotet. In der Schule zwei mal im Jahr. Beim Abschluss der Ausbildung. In regelmäßigen Personalgesprächen oder im Arbeitszeugnis. Am Ende gibt es eine Personalakte, die über unseren Aufstieg und unsere Chancen entscheidet. Schon lange haben wir uns daran gewöhnt. Vielleicht auch daran, dass nicht alle Bewertungen ernst zu nehmen sind. Und doch bleibt bei mir...

  • Oberkirch
  • 15.11.19
Panorama
Franz Feger

Angedacht: Franz Feger
Der November zeigt uns: Die Zeit rennt

Herzlich willkommen im November. Wenn die Tage kürzer und dunkler werden, wird uns bewusst, wie bald dieses Jahr schon wieder zu Ende ist. Die Zeit rennt. In der Vorbereitung auf diesen Sonntag bin ich auf einen Text von Wilhelm Willms aus „Der geerdete Himmel“ gestoßen, den ich Ihnen gerne schenken möchte: "Wusstest Du schon, dass die Nähe eines Menschen krank und gesund machen kann? Wusstest Du schon, dass die Nähe eines Menschen traurig und froh machen kann? Wusstest Du schon, dass...

  • Offenburg
  • 08.11.19
  •  1
Panorama
Erwin Schmidt

Angedacht: Erwin Schmidt
Die Erinnerungen an unsere Wurzeln

„Wirklich tot ist man nur, wenn niemand mehr an einen denkt“ – irgendwann blieb ich an diesem Satz hängen. Der Monat November hat begonnen. Er ist geprägt durch Allerheiligen und Allerseelen, durch den Totensonntag und den Volkstrauertag. Die herbstliche Stimmung tut ihr Übriges, um uns in dieser Zeit an die Endlichkeit und Vergänglichkeit von allem zu erinnern. An die verstorbenen Familienangehörigen zu denken, hat damit zu tun, dass wir uns unserer Wurzeln erinnern. Ich persönlich kann...

  • Gengenbach
  • 01.11.19
Panorama
Christian Meyer

Angedacht: Christian Meyer
Alle Dinge sind dem möglich, der glaubt

In einer Bibelgeschichte bringt ein Vater seinen Sohn, der an Epilepsie leidet, zu Jesus. Der Vater fordert Jesus heraus: „Jesus, wenn Du etwas kannst, dann hilf uns. Heile meinen Jungen!“ Da verweist Jesus den Vater an sich selbst: „Warum sagst Du zu mir: Wenn ich etwas kann? Alle Dinge sind Dir möglich, wenn Du glaubst!“ Daraufhin erzählt der Vater von seinen Glaubenszweifeln. Vielleicht dachte er: Wieso quält der liebe, allmächtige Gott unsere Familie mit diesen epileptischen Anfällen?...

  • Haslach
  • 23.10.19
Panorama
Heinz Adler

Angedacht: Heinz Adler
Ganz klar: Auch der Wurm gehört dazu

Kindern traut man keine besondere Weisheit zu; ihre Aufgabe ist es, von den Erwachsenen zu lernen. Und doch können sie – bisweilen – uns, die ach so Erwachsenen, verblüffen mit ihrem Denken, das ganzheitlicher ist als unseres. Und wir Erwachsenen sollten uns angewöhnen, mehr von ihnen zu lernen. Ihr Begleiter durch die WocheWir feiern einen Kleinkindgottesdienst, es geht um Erntedank. Auf einem großen Plakat ist ein Baum gezeichnet, Wurzeln, Stamm, Äste, Zweige. Mit den Kindern überlegen...

  • Meißenheim
  • 18.10.19
Panorama
Rüdiger Kopp

Angedacht: Rüdiger Kopp
Dankbarkeit ist eine Lebenshaltung

„Gott hat dir heute 86.400 Sekunden geschenkt. Hast du eine dazu verwendet, um ‚Danke‘ zu sagen?“ Dankbarkeit ist eine Lebenshaltung, die uns allen zutiefst entspricht, weil niemand von uns sich selbst in Händen hält. Ihr Begleiter durch die WocheMahatma Ghandi sagt es so: „Wenn ich das Wunder eines Sonnenuntergangs oder die Schönheit des Monds bewundere, dann weitet sich meine Seele in der Ehrfurcht vor dem Schöpfer.“ Danken und Denken hängen ganz eng zusammen. Wer anfängt zu denken, der...

  • Kehl
  • 09.10.19
Panorama
Andreas Moll

Angedacht: Andreas Moll
Fürsorge auf Zunge zergehen lassen

„Wie sagt man?“, fragen Mama oder Papa mahnend, wenn dem Sprössling wieder einmal ein Bonbon oder ein Stück Käse beim Einkaufen gereicht wird. „Hast du auch schön Danke gesagt?“, wird gefragt, wenn Oma und Opa dem Kind ein Geschenk mitgebracht haben. Scheinbar muss Dankbarkeit anerzogen werden, schlimmer noch: Dankbarkeit wird offensichtlich gar angeordnet. Nicht nur von Erziehungsberechtigten, sondern auch vom Staat. Erntedank und WiedervereinigungAm 3. Oktober mussten wir alle dankbar...

  • Sasbachwalden
  • 04.10.19
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