Begleitband "Anders. Anders? Ausgrenzung und Integration auf dem Land" erscheint
AG der sieben ländlichen Freilichtmuseen in Baden-Württemberg veröffentlicht Buch zum Gemeinschaftsprojekt

Der Begleitband „Anders. Anders? Ausgrenzung und Integration auf dem Land“ enthält vertiefende Informationen zum Gemeinschaftsprojekt der Arbeitsgemeinschaft der regionalen ländlichen Freilichtmuseen in Baden-Württemberg.  | Foto: Info-Service der 7 im Süden
  • Der Begleitband „Anders. Anders? Ausgrenzung und Integration auf dem Land“ enthält vertiefende Informationen zum Gemeinschaftsprojekt der Arbeitsgemeinschaft der regionalen ländlichen Freilichtmuseen in Baden-Württemberg.
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Ortenau (st). Nach „Zöpfe ab, Hosen an. Die Fünfzigerjahre auf dem Land in Baden-Württemberg“ und „Dorf unterm Hakenkreuz“ präsentieren die sieben regionalen ländlichen Freilichtmuseen in Baden-Württemberg mit „Anders. Anders? Ausgrenzung und Integration auf dem Land“ in der Saison 2017 und 2018 wieder ein neues gemeinsames Ausstellungsprojekt von landesweiter Bedeutung. Pünktlich zum gemeinsamen Saisonstart 2018 im Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg am 25. März erschien der Begleitband zum Gemeinschaftsprojekt, das die unterschiedlichen Aspekte der Geschichte und der Lebensverhältnisse von Minderheiten im ländlichen Raum beleuchtet.

Die elf Beiträge des Sammelbandes bieten vertiefende Informationen und geben spannende Einblicke in die Ergebnisse der Forschungs- und Recherchearbeiten der einzelnen Museen. Neben Texten der sieben Freilichtmuseen zu ihren jeweiligen Einzelausstellungen enthält das Buch Fachbeiträge zum Thema, beispielsweise einen Artikel von Volkskundlerin Christel Köhle-Hezinger und ein Interview mit Prof. Dr. Jan Vaessen, langjähriger Direktor des Niederländischen Freilichtmuseums in Arnheim und Präsident des Verbandes europäischer Freilichtmuseen. Die Einführung wurde von der Leiterin der Landesstelle für Volkskunde in Stuttgart, Sabine Zinn-Thomas, geschrieben.

In der Saison 2018 stehen das jüdische Leben im ländlichen Württemberg (Freilichtmuseum Beuren), die Sozialfürsorge im 19. und frühen 20. Jahrhundert (Odenwälder Freilichtmuseum Gottersdorf), Gastarbeiter auf dem Land (Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg) und das Anderssein im Dorfalltag (Oberschwäbisches Museumsdorf Kürnbach) im Mittelpunkt. Bereits 2017 wurden die Themen Flucht und Heimkehr (Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof Gutach), Heimatvertriebene (Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck) und die Minderheit der Jenischen (Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen) behandelt.
Die Freilichtmuseen präsentieren die jeweiligen Themen im alltäglichen Kontext. Auf diese Weise lässt sich auch die Brücke in die Gegenwart und in den Alltag der Besucherinnen und Besucher schlagen.

Das Projekt wird unterstützt von der Baden-Württemberg-Stiftung und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Mehr Informationen zum Gemeinschaftsprojekt sowie zum Jahresprogramm der Freilichtmuseen gibt es online unter www.landmuseen.de.

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