Erpressung im Internet
Offenherzige Bilder wurden zum Verhängnis
- Foto: gro
- hochgeladen von Matthias Kerber
Gutach (st) Am Mittwochnachmittag, 24. Juni, wurde ein Jugendlicher im Internet von einer angeblichen weiblichen Person kontaktiert, die kurze Zeit später unbekleidete Bilder von sich an ihn verschickte. Nachdem der junge Mann daraufhin ebenfalls offenherzige Bilder von sich zurücksendete, wurde er laut Polizei zeitnah aggressiv aufgefordert, den Code eines "Steam-Gutscheins" im Wert von 100 Euro an die vermeintlich weibliche Person zu senden. Auf die Drohung, dass die Bilder an Familienangehörige und im Internet verbreitet werden, ging der Jugendliche nicht ein sondern informierte zunächst seine Mutter und dann die Polizei.
In diesem Zusammenhang weist die Polizei daraufhin, keine keine freizügigen Dateien auf dem Profi zu zeigen, sodass potentielle Täter nicht so leicht Opfer finden können. Man sollte nicht vorschnell einem Videochat zustimmen. Entblößungen oder intimen Handlungen in Videochats sollte auf keinen Fall zugestimmt werden, wenn die Person erst seit kurzem gekannt wird. Kein Geld überweisen, die Erpressung hört nach der Zahlung meist nicht auf. Stattdessen sollte Anzeige bei der Polizei erstattet werden. Der Betreiber der Seite sollte kontaktier und veranlasst werden, dass das Bildmaterial gelöscht wird. Nicht angemessene Inhalte kann man dem Seitenbetreiber über eigens hierfür eingerichtete Buttons melden. Der Kontakt zu der anonymen Person sollte sofort abgebrochen und nicht auf Nachrichten reagiert werden. Die Chatverläufe und Nachrichten sollten mittels Screenshot gesichert werden.




Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.