Sparkasse Kinzigtal zieht Bilanz
2022 ein herauforderndes Jahr

22.500 EUR hat die Sparkasse Kinzigtal in die Kameradschaftskassen der Feuerwehren in der Region gespendet. Auf dem Foto sind die drei Sparkassen-Vorstände Carlo Carosi (v. l.), Sebastian Lebek und Martin Seidel bei der Feuerwehr Gengenbach zu sehen. | Foto: Sparkasse Kinzigtal
  • 22.500 EUR hat die Sparkasse Kinzigtal in die Kameradschaftskassen der Feuerwehren in der Region gespendet. Auf dem Foto sind die drei Sparkassen-Vorstände Carlo Carosi (v. l.), Sebastian Lebek und Martin Seidel bei der Feuerwehr Gengenbach zu sehen.
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Haslach (st) "Wir sind zufrieden“, Martin Seidel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kinzigtal, bringt es auf den Punkt. „2022 war ein herausforderndes Jahr.“ Dennoch könne man auf ein für die Sparkasse Kinzigtal gutes Jahr zurückblicken. „Wir befinden uns in ruhigem Fahrwasser. Darauf können sich auch unsere Kundinnen und Kunden verlassen.“ Das unterstreichen laut Martin Seidel auch die Zahlen aus dem vergangenen Jahr. Gemeinsam mit seinen beiden Vorstandkollegen Carlo Carosi und Sebastian Lebek zog er am Donnerstagabend im Beratungscenter der Sparkasse in Haslach Bilanz für das Jahr 2022.

Wachstum auch in 2022

Wie auch in den Vorjahren schloss die Sparkasse das Jahr 2022 mit einem Wachstum ab. „Unsere Bilanzsumme hat sich um 4,4 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro erhöht“, führte der Vorstandsvorsitzende aus. E-freulich sei auch das Betriebsergebnis. „Hier konnten wir uns auf 9,8 Millionen EUR steigern. Das ist ein gutes Ergebnis und zeugt von einer sehr guten Arbeit aller 241 Sparkassen-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie sind unsere tragende Säule.“

„Und sie wissen, was sie tun“, ergänzte Carlo Carosi, „vom Azubi bis zu den Kolleginnen und Kollegen, die schon seit mehr als 40 Jahren im Betrieb tätig sind.“ Übrigens hätten 2022 gleich zwei Sparkässler 40-jähriges Betriebsjubiläum gefeiert. „Ein tolles Zeugnis für uns als Arbeitgeber.“ Das gute Klima spiegle sich auch nach außen wider und „das merken unsere Kundinnen und Kunden“, ergänzte Sebastian Lebek. Eine 2022 durchgeführte Online-Befragung habe gezeigt, „die Kundinnen und Kunden sind mit unserer Arbeit zufrieden. 95 Prozent der Befragten finden unsere Arbeit ausgezeichnet bis gut. Damit das auch so bleibt, entwickeln wir uns ständig weiter – ein Schlagwort dabei ist zum Beispiel Digitalisierung. Die Nachfrage nach digitalen und dennoch persönlichen Beratungsangeboten steigt. Wir können das bieten – unter anderem sowohl mit dem 2021 ‚eröffneten‘ digitalen Beratungscenter für Privatpersonen, als auch mit dem 2022 neu geschaffenen Business-Center für die Unternehmen in der Region.“ Jeder Kunde könne individuell entscheiden, wann und wie er mit seiner Sparkasse in Kontakt treten wolle. „Komfortabel und flexibel.“ Das untermauern auch die Zahlen im Online-Banking-Bereich: 71 Prozent der Kunden nutzen bereits das Online-Banking, Tendenz steigend. Zwei Millionen Mal wurde die Internet-Seite www.sparkasse-kinzigtal.de im vergangenen Jahr aufgerufen. Das sind täglich im Schnitt rund 6.000 Besuche. „Und auch unsere bereits mehrfach ausgezeichnete Sparkassen-App hat inzwischen knapp 12.000 Nutzer. Das sind gleich 14 Prozent mehr als im Vorjahr.“

Digitale Angebote

Das digitale Angebot sei aber nur ein Teil der ganzheitlichen und individuellen Beratung, die die Sparkasse biete, so Lebek weiter. „Wir wollen das Beste für unsere Kundinnen und Kunden. Und können das mit unseren individuell für die Region zugeschnittenen Produk-ten auch bieten.“ Dabei ging Lebek näher auf das Thema Sparen ein. „Wir haben ein Beratungskonzept, das die Risikoneigung, die Ziele und Wünsche unserer Kunden flexibel und individuell berücksichtigt. Und das auch in unsicheren Zeiten. Wer die Inflation schlagen will, kommt um Wertpapiere als eine Form der Geldanlage nicht drum herum.“ Nicht ohne Grund sei der Wertpapiernettozuwachs 2022 um 47 Prozent auf 30 Millionen EUR gestiegen. Und auch die Nachfrage nach Bausparverträgen und damit nach Zinssicherheit steigt. „Hier sind wir in Zusammenarbeit mit der LBS sehr gut aufgestellt.“

Während bei den Kundeneinlagen ein Plus von 5,3 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro zu verzeichnen war, lag der Zuwachs bei den Kundenausleihungen bei knapp vier Prozent auf 1,1 Milliarden Euro, führte Carlo Carosi aus. Insgesamt mehr als 200 Millionen Euro an Krediten hat die Sparkasse 2022 für Firmen und Privatpersonen neu bewilligt. Davon fließen allein mehr als 93 Millionen Euro in privaten Kauf oder in Sanierungen/Renovierungen. Das sind knapp acht Prozent mehr. „Unsere Kundinnen und Kunden können sich auf uns verlassen und uns vertrauen. Wir finden Lösungen, auch in herausfordernden Zeiten.“

Eine Lösung sind Fördermittel: „48 Millionen Euro an Förderkrediten haben wir 2022 als Sparkasse Kinzigtal sozusagen in unsere Region geholt“, fügte Sebastian Lebek hinzu. Damit zählt das Institut auch 2022 wieder zu den aktivsten Förderberatern im Land – erneut gab es dafür eine Auszeichnung von der Landesbank Baden-Württemberg. „Wir sind ein starkes Team.“

Sponsoring und Spenden

„Und wir leben den Slogan ‚Weil’s um mehr als Geld geht‘ – in unseren Beratungen und weit darüber hinaus“, betonte Carlo Carosi. Mit 216.000 Euro hat die Sparkasse 2022 zahlreiche Projekte, Aktionen und Anschaffungen von Vereinen, Institutionen und Einrichtungen in der Region unterstützt und damit das Spenden- sowie Sponsoring-Volumen um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. „Die Vereinsarbeit hat wieder voll Fahrt aufgenommen. Zum Glück. Zwei beziehungsweise drei Jahre Corona-Zwangspause haben die Vereine gebeutelt. Wir freuen uns, dass endlich wieder ‚mehr Leben‘ in der Region ist – die Vereine und Einrichtungen können sich dabei auf uns und unsere Unterstützung verlassen.“ Auch 2022 standen wieder größere Aktionen mit und für Vereine an. Zum Beispiel hat die Sparkasse den Landfrauenvereinen im Kinzigtal einen Wunsch erfüllt – als Dankeschön ist ein gemeinsames Kochbuch entstanden. Allein mit 22.500 Euro hat sich die Sparkasse zudem bei den Feuerwehren im Geschäftsgebiet für ihren Einsatz und ihr Engagement bedankt und die Kameradschaftskassen aufgebessert.

„Wir sind stolz darauf, in einer so lebendigen, aktiven und kreativen Region beheimatet zu sein. Wir tragen sehr gerne unseren Teil dazu bei, dass das auch so bleibt – für unsere Firmen, für die Menschen und für die Vereine“, fasste Martin Seidel zusammen.

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