Regierungspräsidium erklärt Baufortschritt für Rückhalteraum Elzmündung
Grundwasserschutz für Kappel: weitere Baumaßnahmen ab Juni

Bürgermeister, Ortsorsteher und weitere Interessierte waren bei der Baustellenbesichtigung dabei.
  • Bürgermeister, Ortsorsteher und weitere Interessierte waren bei der Baustellenbesichtigung dabei.
  • Foto: RP
  • hochgeladen von Isabel Obleser

(st). Rund 30 interessierte Bürger folgten der Einladung des Regierungspräsidiums (RP) Freiburg zu einer Baustellenbesichtigung des zentralen Einlassbauwerkes für den Rückhalteraum Elzmündung bei Kappel-Grafenhausen. Mit Harald Klumpp, Andrea Rosenfelder und Philipp Schäfer erläuterten drei Fachleute die Pläne des Regierungspräsidiums zu den laufenden Arbeiten. Unter den Teilnehmern waren auch Kappel-Grafenhausens Bürgermeister Jochen Paleit, Rhinaus Bürgermeister Jean-Paul Roth (Elsass) und Wittenweiers Ortsvorsteher Sven Kehrberger. Die Experten standen Rede und Antwort zur Herstellung und Funktion des Einlasses im heutigen Rheinseitendamm, mit dem Wasser aus dem Rhein in den künftigen Rückhalteraum geleitet wird.
Der Baufortschritt wurde durch umfangreiche Kampfmittelerkundungen nach Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg um etwa ein halbes Jahr verzögert. Danach errichteten die beteiligten Firmen eine mit Spundwänden gesicherte Baugrube in den Damm, brachten Anker in den Untergrund ein, installierten Bewehrungen und Schalungen für das Bauwerk und betonierten Stück für Stück. „Die Sicherheit des Rheinseitendamms wird durch den Bau des Einlassbauwerks jederzeit sichergestellt“, so Projektingenieurin Rosenfelder. Nach aktuellem Stand wird das Einlassbauwerk bis Ende des Jahres fertiggestellt sein, sodass der Rheinseitendamm samt Rad- und Wanderweg voraussichtlich ab Anfang 2018 freigegeben werden kann.
Die Sanierung des Hochwasserdamms im Naturschutzgebiet Taubergießen ist im Zeitplan. Die Kampfmittelerkundung südlich der Landesstraße blieb ohne Funde. Der Dammverteidigungsweg auf der Landseite wird von Nord nach Süd fertiggestellt. Das ganze Projekt wird voraussichtlich bis Mai fertig.
Baubeginn für die Brunnengalerien zum Schutz gegen ansteigendes Grundwasser in Kappel-Grafenhausen ist für Anfang Juni geplant. „Vor Baubeginn wird das Regierungspräsidium vor Ort über Umfang und Ablauf der etwa 18 Monate dauernden Baustelle informieren“, so Projektingenieur Schäfer. Die Erhöhung des Bermenwegs entlang des Rheinseitendammes wird auf den Gemarkungen Rhinau und Kappel voraussichtlich im Juni beginnen. Zeitgleich wird auch der Querriegel zwischen dem Hochwasserdamm VI und dem Rheinseitendamm – die sogenannte Engstelle Kappel – erstellt. Auf Schwanauer Gemarkung wird der Abschlussdamm des Rückhalteraums Elzmündung in diesem Jahr in Bau gehen. Die erforderlichen Rodungsarbeiten sollen noch im Februar erfolgen. Mit dem eigentlichen Bau wird voraussichtlich im Juni begonnen. Um die Flächen für den Bau des Abschlussdamms zu erhalten, musste eine Besitzeinweisung der im Eigentum der Gemeinde Schwanau befindlichen Flächen erwirkt werden, um den Hochwasserschutz zügig zu realisieren.
Der Leiter der Projektgruppe des Integrierten Rheinprogramms, Harald Klumpp, bekräftigte die Absicht, kontinuierlich über die Arbeiten zu informieren. Es soll weitere offene Baustellentermine geben. „Wir wollen mit Ihnen im Gespräch bleiben und Ansprechpartner für Fragen und Anregungen sein“, so Klumpp.

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