Weltweiter Essensgenuss
Von Argentinien bis Südafrika wird gegrillt

Ein Tomahawk-Steak wird in den USA am liebsten auf dem Grill saftig zubereitet.
  • Ein Tomahawk-Steak wird in den USA am liebsten auf dem Grill saftig zubereitet.
  • Foto: ag
  • hochgeladen von Christina Großheim

Ortenau (gro). Wenn die Sonne scheint, wird nicht nur in Deutschland der Grill angeworfen. Denn die Liebe zu Essen vom Rost wird weltweit geteilt. Schließlich gilt das Grillen von Zutaten als die älteste Zubereitungsform von Essen.

Bekannt für ihre besonderen Grilltraditionen in Südamerika sind Argentinien und Brasilien. Argentinien ist berühmt für sein hervorragendes Rindfleisch. Kein Wunder, dass es beim traditionellen Asado – das bedeutet schlicht Rindfleisch grillen – die Hauptrolle spielt. Argentinier legen allerdings keine kleinen Steaks auf den Grill, sondern größere Fleischstücke, die stundenlang bei niedriger Temperatur gegart werden. Das Ergebnis: Das Fleisch ist zart und saftig. In Sachen Würzung lieben es die Argentinier schlicht: etwas Salz genügt ihnen. Während das Fleisch gart, wird den Gästen mit Empanadas Appetit gemacht. Zum Fleisch selbst werden leichte Beilagen wie Salat gereicht. Geselligkeit ist bei einem Asado eine wichtige Zutat.

Churrasco in Brasilien

Churrasco ist in Brasilien das Synonym für einen Grillabend mit Familie und Freunden. Auf den Rost kommen Rind, aber auch Lamm und Huhn. Das Fleisch wird an langen Spießen über offenem Feuer gegart. Dabei sollte man nicht an Schaschlikspießchen denken, es handelt sich um große Fleischstücke. Zuvor wurden diese in grobem Meersalz eingelegt, das vor dem Grillen abgeklopft wird. Ein wenig erinnert ein Churrasco auch an ein Kebap, denn die äußere gare Schicht wird abgeschnitten, dann kommt der Rest wieder auf den Grill. Die Beilagen sind wichtig: Typisch sind Polenta, Bohnen, Mais, Tomaten, Blattsalate und auch Empanadas.

Barbecue – das Wort kommt aus den USA und dort gibt es die unglaublichsten Grilltraditionen. Barbecue ist in Nordamerika Kult. Der Ursprung liegt in den Südstaaten, genauer gesagt in Nord- und Süd-Carolina. Auf den Grill kommt Schweinefleisch. Doch das variiert je nach Bundesstaat: In Texas wird Rindfleisch bevorzugt, es wird aber auch Lamm oder Geflügel auf den Rost gelegt. US-Amerikaner grillen selten direkt über der Glut, sondern bevorzugen den Smoker. Hierbei wird das Grillgut bei niedriger Temperatur mit Rauch gegart. Dabei ist natürlich die Wahl des richtigen Holzes entscheidend. Das Fleisch wird sowohl trocken, nur mit Gewürzen versehen, mariniert als auch in öligen oder sauren Marinaden. Je nach Bundesstaat variieren diese, viele Grillmeister hüten ihre Rezepte wie ein Geheimnis.

Yakitori in Japan

Japan ist zwar für Sushi berühmt, aber auch dort wird gegrillt. Im Norden des Landes lassen sich die Menschen Yakitori schmecken. Dabei handelt es sich um Hühnerfleisch, das abwechselnd mit Gemüse auf kleine Spieße gesteckt wird. Dann wird es in einem Dip aus Zucker, Reiswein und Sojasoße mariniert. Der Teppan ist eine große Metallplatte, die in den Tisch eingelassen wird. Sie wird durch einen Gasbrenner erhitzt. Sie finden sich in der Regel in Lokalen und werden dort von besonders versierten Köchen bestückt. Serviert wird Fisch, Fleisch und Gemüse in großer Vielfalt.

Down Under, wie die Australier ihren Kontinent liebevoll nennen, wird zum "barby" eingeladen. Gegrillt wird nicht nur im eigenen Garten, öffentliche Plätze und Parks sind oftmals mit Grillplätzen ausgestattet. Wird privat eingeladen, dann stellt der Gastgeber das Grillgut, alles andere bringen die Gäste mit. "Bring a plate" wird diese Tradition genannt. Lamm und Rind und vor allen Dingen Meeresfrüchte haben die Nase vorn, Australier übergießen das Grillgut gerne mit Bier.

Wenn sich in Südafrika Freunde und Familie zum Grillfest treffen, wird dieses Braai genannt. Da Holz und nicht Kohle verwendet wird, hat das Ganze den Charakter eines Lagerfeuers. Auf den Rost kommt viel Fleisch – die Auswahl reicht von Antilope bis Strauß –, aber auch Gemüse. Chutneys geben allem eine pikante und durchaus scharfe Note.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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