Corona-Pandemie erschwert die Arbeit
Mitgliederversammlung der Ghanahilfe

Ortenberg (st). Die Corona-Pandemie war auch auf der jährlichen Mitgliederversammlung des Vereins Ghanahilfe mit Sitz in Ortenberg ein zentrales Thema. In seinem Jahresbericht konnte Vereinsvorsitzender Detmer Hasselmann auf eine erfolgreiche Arbeit zurückblicken, die jedoch seit diesem Frühjahr durch die Pandemie stark erschwert ist.

Insbesondere die Schulprojekte leiden. Die Schulen sind geschlossen, nur die Abschlussklassen erhalten Unterricht. Jeden Monat überweist der Verein 4.000 Euro an die beiden Privatschulen, damit die Lehrkräfte bezahlt werden können und der Schule erhalten bleiben. In Ghana gibt es kein Kurzarbeitergeld und auch keine sonstige staatliche Unterstützung. Auch zwei Lehramtsstudierende der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, mit der die Ghanahilfe seit vielen Jahren kooperiert, mussten wegen der Reisebeschränkungen ihre für 2020 geplanten Praktika in den Schulen des Vereins absagen. Eine Studentin konnte zu Jahresbeginn immerhin noch einen Teil ihres Praktkums absolvieren und im März mit einem der letzten Flüge vor Einstellung des internationalen Flugverkehrs nach Deutschland zurückkehren.

Detmer Hasselmann berichtete vom Fortgang der laufenden Projekte und von erfolgreicher Öffentlichkeitsarbeit. Auf seiner letzten Reise begleitete ihn ein professionelles Filmteam aus Köln und drehte eine Dokumentation für das Programm "Health-TV".

Solide Finanzen

Erfreuliches hatte auch Harald Thomann über die finanzielle Situation des Vereins zu berichten. Der Forstwirt, der nach zehn Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand ausscheidet, zog eine positive Bilanz: "Seit 2009 sind 1,5 Millionen Euro Spendengelder von Ortenberg nach Ghana geflossen und haben dort viel Gutes bewirkt." Mit einem Verwaltungskostenanteil von pro Jahr drei bis maximal acht Prozent wirtschafte der Verein äußerst effektiv. Zu den Verwaltungskosten zählen im Wesentlichen die Flüge Detmer Hasselmanns nach Ghana (Projektbetreuung) sowie Kosten für Werbung. "Von 100 Euro Spendengeld gelangen 92 bis 97 Euro direkt nach Ghana. Das ist im Vergleich mit andern Hilfsorganisationen eine hervorragende Quote," freute sich Thomann.

Die Mitgliederversammlung dankte dem scheidenden Kassenwart für die geleistete Arbeit und das Engagement für die gemeinsame Sache und wählte den selbstständigen Steuerberater Matthias Rieder aus Ortenberg zum neuen Kassenwart des Vereins.

Ghanahilfe e.V. bietet die Gewähr, dass Hilfsgelder direkt vor Ort zum Wohle der Menschen sachkundig eingesetzt werden – nahezu ohne Verwaltungskosten, denn der Verein arbeitet ehrenamtlich. Die laufenden Projekte sind Bohrungen für vier Brunnen für das St. Dominicus Hospital, die Erweiterung der Schule Offinso mit Brunnen und Photovoltaikanlage sowie der Bau eines Wohnhauses mit Betreuung für die Schuel  in Asamankese.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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