Gertrud-von-Ortenberg-Bürgerstiftung macht's möglich
Projekte, die sonst nicht zu machen wären

Torsten Sälinger, Vorsitzender des Vorstands der Gertrud-von-Ortenberg-Bürgerstiftung, vor dem beliebten Bücherschrank
  • Torsten Sälinger, Vorsitzender des Vorstands der Gertrud-von-Ortenberg-Bürgerstiftung, vor dem beliebten Bücherschrank
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Offenburg (tf). Die Gertrud-von-Ortenberg-Bürgerstiftung wurde am 23. Februar 2014, dem Todestag der namensgebenden Lokalheiligen Gertrud von Ortenberg, die im Jahre 1335 starb, gegründet. Mit 33 Gründungsstiftern bei 3.400 Einwohnern, was einen Beteiligungsgrad in Höhe von fast einem Prozent der Einwohner Ortenbergs darstellt, und einem Kapitalstock in Höhe von 167.000 Euro stand die Bürgerstiftung von Anfang an gut da. "Wir haben hier bereits vom Start weg in hoher Anzahl die Ortenberger Bürger erreichen können, für die ein Engagement in einer Bürgerstiftung in Frage kommt", erklärt Torsten Sälinger, Vorsitzender des Vorstands.

Innovativ tätig

Dabei sieht sich die Gertrud-von-Ortenberg-Bürgerstiftung nicht als Konkurrenz der örtlichen Vereine, sondern will im Rahmen ihrer Stiftungsziele innovativ tätig werden. "Wir wollen Neues in den Ort bringen und initiieren Projekte, die sonst hier nicht stattfinden würden", so Sälinger. Beispielsweise den am Welttag des Buches 2017 eröffneten offenen Bücherschrank am Dorfplatz, wo seither ein reger Tausch von Büchern stattfindet.

Im Jahre 2018 wurde das Projekt „Ortenberg blüht auf!“ gestartet. Dabei wurden auf gemeindeeigenen Flächen 2.200 Quadratmeter Wildblumenwiesen gegen das Insektensterben eingesät. Und im Mai dieses Jahres wurde Saatgut für weitere 6.000 Quadratmeter an Ortenberger Grundstückseigentümer verteilt. "Aktuell finanzieren wir die Tore für einen Bolzplatz, damit sich Jugendliche ohne Vereinsmitgliedschaft ganz einfach zum Kicken treffen können", so der Vorstand.

Stifterwein als Spendeninstrument

Neben der Anlage des Kapitalstocks gibt es seit über vier Jahren den Ortenberger Stifterwein als sehr wohlschmeckendes Spendeninstrument im Angebot. "Er ist Ortenberger durch und durch“, sagt Sälinger lachend. Die Weine – ein Grau- und ein Spätburgunder – stammen aus der Einzellage Ortenberger Freudental und die selbstgestalteten Etiketten ziert der Anfang der Lebensgeschichte der Gertrud von Ortenberg in der originalen mittelalterlichen Handschrift. Insgesamt wurden mit dem Stifterwein schon über 7.500 Euro an Spenden eingenommen.

Zudem wurde 2018 die Möglichkeit der Patenschaft eingeführt, mit der Firmen aber auch Privatleute mit festen Beträgen ab 50 Euro pro Jahr die Stiftung unterstützen können. "Uns hilft das, Projekte planen zu können, die es ohne uns in Ortenberg nicht geben würde“, so Sälinger.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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