• 2. Februar 2018, 17:05 Uhr
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Freies Montenegro feiert beim Johrmärkt
Das Beste aus 111 Jahren

Vogt Martin Bürkle
Vogt Martin Bürkle

Die Käfersberger Fasentgemeinschaft Freies Montenegro feiert in 111-jähriges Jubiläum. Über die närrische Zahl und den anstehenden Johrmärkt sprach Rembert Graf Kerssenbrock mit dem Vogt Martin Bürkle.

Was ist vor 111 Jahren passiert, dass die Fasentgemeinschaft jetzt Jubiläum feiern kann?
Käfersberger Sängerkameraden, spöttisch als rückständige Montenegriner bezeichnet, wollten 1905 mit ihrer Gründung den Ortenbergern beweisen, dass sie fortschrittlich und freiheitsliebend sind. Symbol dafür war die eigene Fahne und um die zu finanzieren, wurde urkundlich 1907 die erste Fasentveranstaltung abgehalten. Dieser närrische Freiheitsgedanke zog sich durch bis zur Wiederbelebung unserer Gemeinschaft Anfang der 1960er-Jahre und sie zeigt sich heute beim 53. Johrmärkt.

Wie lautet das Motto in diesem Jahr?
Das Motto am Fasentsundig lautet „Monte 2018 – das Beste aus 111 Jahren“. Es gibt viele Attraktionen und Fisimatente, die wir in den vielen Jahrzehnten des Johrmärkts präsentiert haben. Was gibt es Schöneres als unsere Gäste zum Lachen, Singen und Tanzen zu bringen. Dafür stehen wir, Kurioses machen, über sich selbst lachen und nicht alles bierernst nehmen.

Zum Jubiläum gibt es bestimmt besonders Närrisches – oder?
Natürlich gibt's bei uns jedes Jahr neue Attraktionen, wie werden natürlich nicht alles verraten. Zwei Ausnahmen will ich machen: Wir haben „Bad-Monte“, ein Badeparadies mit 35 Grad warmem Verwöhnwasser. Wir haben einen hochdekorierten Kur- und Bäderdirektor, der mit seinen Fachkenntnissen eine äußere und innere hochprozentige Wärmebehandlung unserer Gäste garantiert. Durch die Thermalquellen war es uns auch möglich, montenegrinische Melonen anzubauen. Die Ernte war sehr erfolgreich, am Fasentsonntag können sowohl aromatische Früchte verkostet werden als auch Setzlinge erworben werden.

Europa schottet sich teilweise immer mehr ab. Wird es Grenzkontrollen beim Freien Montenegro geben?
Närrische Grenzkontrollen und einen Schlagbaum gab es Ende der 60er-Jahre an der Grenze zu Ortenberg. Wer wie wir die Freiheit lebt, zu dem passt kein Abschotten. Wir laden alle, die die Freiheit und die fünfte Jahreszeit lieben und eine unvergessliche Straßenfasent erleben möchten, am Fasentsundig nach Käfersberg ein.

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