Bürgermeisterwahl Rheinau
Erfahrener Rathauskenner steigt ins Rennen ein
- Reinhold Schmidt übergibt seine Bewerbungsunterlagen an den Rheinauer Hauptamtsleiter Thomas Bantel.
- Foto: Karen Christeleit
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Rheinau-Freistett (kec). Das Kandidatenfeld für das Bürgermeisteramt in Rheinau wird größer: Mit Reinhold Schmidt hat nun der vierte Bewerber offiziell seinen Hut in den Ring geworfen. Nach Daniel Knörle, der überraschend seine Kandidatur bereits wieder zurückgezogen hat, Maurice Ochs und Norbert Hense stellt sich damit ein weiterer erfahrener Kommunalpolitiker zur Wahl.
Vom Stellvertreter zum Kandidaten
Noch bis zum 6. April können sich weitere Interessenten um das Bürgermeisteramt bewerben. Am 16. April findet die öffentliche Bewerbervorstellung statt und am 26. April sind dann die Bürger zur Stimmabgabe und Wahl des neuen Bürgermeisters aufgerufen.
Der Rheinauer Chefsessel ist Reinhold Schmidt nicht fremd. Als erster stellvertretender Bürgermeister hat er bereits im vergangenen Jahr mehrfach Verantwortung übernommen, nachdem Bürgermeister Oliver Rastetter aus gesundheitlichen Gründen länger ausgefallen war und letzlich im Februar zurücktrat. Seit dessen Verabschiedung am 23. Februar führt Schmidt gemeinsam mit Amtsverwalter Uwe Beck die Amtsgeschäfte bis zur Neuwahl.
Schmidt versteht seine Kandidatur als Angebot der Verlässlichkeit. „Wie ich schon auf der Einwohnerversammlung gesagt habe, brauchen wir in Rheinau keinen Superhelden als Bürgermeister, sondern eine Persönlichkeit, die sich selbst nicht zu wichtig nimmt und keine tollen Ideen umsetzen will, sondern sich demütig und fleißig in den Dienst unserer schönen Stadt Rheinau stellt“, erklärt er, „ich möchte so bleiben wie mich alle kennen. Meine Kandidatur heißt für Rheinau Kontinuität und zukunftsorientierte Weiterentwicklung. Nur wenn alle zusammen, Bürgermeister, Verwaltung, Gemeinderat und Bürger, am selben Strang ziehen, werden die kommenden Herausforderungen zu bewältigen sein. Und die Herausforderungen sind – wie wir alle wissen - groß. Ich spüre aber auch, dass sich jeder seiner Verantwortung bewusst ist und sehe überall die Bereitschaft, über das übliche Maß hinaus anzupacken. Als Amtsvertreter habe ich die uneingeschränkte Unterstützung erfahren und ich habe den Eindruck, dass wir ein rundum gut funktionierendes Team sind.“
Schon im Januar sei er von verschiedenen Seiten auf eine Kandidatur angesprochen worden. „Ich habe es zunächst als Kompliment verstanden, dass ich´s als Stellvertreter recht gemacht habe“, so Schmidt zu seiner Motivation. Die vielen positiven Rückmeldungen während und nach der Bürgerversammlung hätten schließlich den Ausschlag gegeben. „Jeder hat die Aufbruchstimmung gespürt.“ Nun fühle er sich gerade zu verpflichtet. Ein symbolischer Moment habe ihn zusätzlich bestärkt: Uwe Beck hatte zur Bürgerversammlung zwei leere Stühle, die für das vakante Bürgermeisteramt standen, aufstellen lassen und damit kokettiert, dass jeder gerne mal testen darf, ob ihm der Platz gefällt. „Meine Frau Jutta und ich haben uns daraufgesetzt und es hat sich rundum gut angefühlt“, lacht Schmidt, „das war der letzte Impuls für mich, jetzt mache ich ernst.“
Zur Person:
Der 63-jährige Reinhold Schmidt ist in Helmlingen geboren und aufgewachsen und lebt seit 1989 in Freistett. Nach der Rheinauer Schulzeit und seiner Ausbildung zum Bauzeichner folgte die Weiterbildung zum Bautechniker und seit 1993 ist er selbstständig. Er ist verheiratet und hat eine Tochter.
Sein ehrenamtliches Engagement führte ihn über den Fanfarenzug zur Feuerwehr, wo er von 1999 bis 2024 als Abteilungskommandant der Freistetter Wehr tätig war und heute noch aktiv ist.
Politisch engagiert sich Schmidt seit 2013 im Freistetter Bezirksrat und seit 2018 im Rheinauer Gemeinderat. Ab 2019 war er dritter stellvertretender Bürgermeister, seit 2024 ist er erster Bürgermeisterstellvertreter.







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