Ortskernsanierung Ringsheim
800.000 Euro Landeszuschuss in erster Tranche

Sanierungsgebiet Ortsmitte Nord
  • Sanierungsgebiet Ortsmitte Nord
  • Foto: Gemeinde Ringsheim
  • hochgeladen von Daniela Santo

Ringsheim (st). Erneut große Freude im Ringsheimer Rathaus über einen großzügigen Landeszuschuss. Zunächst 800.000 Euro wurden jetzt in einer ersten Tranche für das Sanierungsgebiet „Ortsmitte Nord“ der südlichsten Ortenaugemeinde bewilligt. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren über 3,6 Millionen Euro nach Ringsheim fließen. Sanierungswillige Bürger werden allerdings noch einige Monate Geduld haben müssen.

„Das ist natürlich erneut ein gewaltiger Schub für unsere Gemeinde. Mit den Fördermitteln sollen sowohl kommunale als auch private Sanierungs- und Neuordnungsmaßnahmen gefördert werden. Gleichzeitig zeigt sich mit dieser Förderung wieder, dass der Gemeinderat mit seinen Entscheidungen zur Zukunft der Ringsheimer Infrastruktur richtig liegt und überzeugende Lösungen erarbeitet. Das wird vom Kreis, dem Regierungspräsidium und dem Land offensichtlich so gesehen und deshalb auch gefördert“, sagt ein erfreuter Bürgermeister Pascal Weber.

Der Bürgermeister weiter: „Jetzt müssen wir in den kommenden Jahren zeigen, dass wir die Projekte auch umsetzen können. Der Gemeinderat und wir als Verwaltung sind dazu bereit und in der Lage, wir brauchen dabei aber auch die Unterstützung aus der Bürgerschaft, die investitionsbereit und offen für Sanierungen und Neuordnungen sein sollte. Für diesen Bürger ist es eine große Chance.“

Basis für den erfolgreichen Förderantrag der Gemeinde war und ist ein Gemeindeentwicklungskonzept, welches derzeit allerdings noch nicht komplett fertiggestellt ist, dem Zuschussgeber jedoch im Entwurf vorgelegt wurde.

Bürgerbeteiligung

„Corona blockiert uns da schon viele Monate. Die Beteiligung der Bürger ist mir persönlich und auch dem Gemeinderat äußerst wichtig, deshalb hat auch schon 2020 eine ausführliche Haushaltsbefragung stattgefunden. Die Rücklaufquote war, auch im prozentualen Vergleich mit anderen Kommunen, sehr hoch. Die Befragung ist auch schon seit Monaten ausgewertet, kann jedoch aufgrund der Corona-Regeln nicht wie vorgesehen im Rahmen einer Bürgerversammlung öffentlich präsentiert und mit den Bürgern beraten werden. Dies soll möglichst im Sommer erfolgen. Danach wird der Gemeinderat in einer Klausur die Projekte festzurren.“

Das Fördergebiet umfasst insgesamt rund neu Hektar und beinhaltet die gesamte Ettenheimer Straße, die Engelstraße, die Kleine Wolfgangstraße, die Ziegelstraße, die Straße Im Winkel sowie Teile der Straßen Grasweg, Hauptstraße, Herrenstraße, Kirchstraße und als Saneringsinsel das Bürgerhaus sowie den alten "Ochsen".

Kommunale Aufgaben

Als kommunale Aufgaben sehen Gemeinderat und Bürgermeister dabei besonders Maßnahmen bei den folgenden Gemeindegebäuden und -straßen:

• Nachnutzung für das derzeitige Feuerwehrhaus
• Nachnutzung des bisherigen Bauhofareals
• Zukunft der Flüchtlingsunterkunft Kirchstraße 7
• Modernisierung/Neubau der Einsegnungshalle
• Energetische Sanierung des Bürgerhaus
• Zukunftskonzept für den „Alten Ochsen“
• Verschiedene Straßensanierungen und Platzgestaltungen, z.B. vor der Bäckerei Bosch.

Im privaten Bereich geht es insbesondere um die Stärkung der Ortsmitte als Wohnstandort, die Entwicklung eines innerörtlichen Wohnquartiers, die Modernisierung und Ergänzung des vorhandenen Gebäudebestandes unter Erhalt der gewachsenen Baustruktur, eine behutsame Nachverdichtung und Umnutzung der vorhandenen landwirtschaftlichen Gebäude und die Verbesserung der Wohnumfeldqualität. Förderanträge können derzeit bei der Gemeindeverwaltung aber noch nicht gestellt werden, auch Planungen im Gebiet sollten noch nicht begonnen werden.

„Wir werden die Bürger im Gebiet selbstverständlich zunächst ausführlich über das Landessanierungsprogramm und deren Möglichkeiten informieren, sobald wir Details wissen und die rechtlichen Grundlagen gelegt haben. Erst dann können Planungen begonnen und Anträge gestellt werden, dies ist zu beachten, denn begonnene Projekte können nicht mehr gefördert werden. Der Start ist, sofern Corona dies erlaubt, für ungefähr Herbst dieses Jahres denkbar“, so Bürgermeister Pascal Weber zum weiteren Zeithorizont.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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