Gemeindeentwicklung im Fokus
Ringsheim startet Haushaltsbefragung

Die Gemeinde hofft, dass sich möglichst viele Bürger beteiligen.
  • Die Gemeinde hofft, dass sich möglichst viele Bürger beteiligen.
  • Foto: Gemeinde Ringsheim
  • hochgeladen von Daniela Santo

Ringsheim (st). Wie sehen Sie ihre Gemeinde? Welche Wünsche und Ideen haben Sie für dieweitere Entwicklung? Wo sehen Sie besondere Stärken, wo Defizite? All diese Fragen stellt die Gemeinde Ringsheim mit einer Haushaltsbefragung ihren Bürgern – als eine Etappe auf dem Weg zu einem Gemeindeentwicklungskonzept.

„Der Gemeinderat hat beschlossen, zusammen mit der "STEGStadtentwicklungsgesellschaft" ein Gemeindeentwicklungskonzept für Ringsheim zu erarbeiten. In einer Klausurtagung des Gemeinderates im November wurde dafür die Grundlage gelegt und die Sicht des Gemeinderates besprochen. Nun sind die Ringsheimerinnen und Ringsheimer an der Reihe. Gemeindeverwaltung und Gemeinderat erhoffen sich vom Meinungsbild der Bevölkerung wertvolle Anstöße zu verschiedensten Themen der Ortsentwicklung“, so Bürgermeister Pascal Weber.

Ausgangslage

Dass Ringsheim sich ein Gemeindeentwicklungskonzept erstellen lässt, istbeschlossene Sache, unter anderem ist ein solches Konzept Voraussetzung für viele Programme der Städtebauförderung. Mit der Bürgerbefragung sollen Vorstellungen, Wünsche und Anregungen aus der Bevölkerung für die weitere Entwicklung derGemeinde gesammelt werden.

Befragung

Alle rund 1.000 Haushalte in der Gemeinde bekommen den als kompaktesFaltblatt gestalteten Fragebogen. Bis zum 3. Mai haben die Ringsheimer Zeit, die insgesamt 26 Fragen zu beantworten.

Systematik

Die Ermittlung dessen, was die Menschen vor Ort bewegt, steht im Fokus der Befragung. AmAnfang der Befragung werden die statistischen Basisdaten ermittelt. Eine genaue Kenntnis der Haushaltsstruktur der Teilnehmenden ist wichtig, um einen Abgleich der Daten der Gemeinde und dem Statistischen Landesamt zu ermöglichen und bestimmte Themen- oder Problemstellungen entsprechenden Bevölkerungsgruppen zuordnen zu können. All das geschieht streng anonym. Im Anschluss werden verschiedene Themenfelder abgefragt.

Themenfelder

Bei den Fragen zum Gemeindeprofil und städtebaulichen Entwicklung geht es umRück- und Ausblick, die Außenwirkung und die Innenansicht der Gemeinde, aber auch um Prioritäten einer möglichen Fortführung der Ortskernsanierung. Unter der Überschrift "Wohnen und Arbeiten" wird das Für und Wider zum Wohnort Ringsheim thematisiert, etwaiger Bedarf an besonderen Wohnformen abgefragt und die Sicht der Bürger, ob und wie sich Ringsheim als Wohnort und Gewerbestandort weiterentwickeln soll, ermittelt. Unter dem Stichwort "Mobilität" geht es um tatsächlich genutzte Verkehrsmittel, aber auch um etwaigen Handlungsbedarf – zum Beispiel bei Fuß- und Radwegen inner- und außerorts. Abgefragt wird auch die Zufriedenheit mit der Nahversorgung bei Handel und Dienstleistung. Beim Themenfeld "Miteinander" geht es darum zu verstehen, wo sich die Bürger einbringen möchten und wie wichtig ihnen Freizeit-, Sport- und Naherholungsangebote sind. Abgefragt werden zudem der Stellenwert von Natur und Landschaft sowie die Einstellung zu erneuerbaren Energien.

Zeitplan

Bis 3. Mai sollen die Fragebögen wieder im Rathaus eingegangen sein. Dannbeginnt die Auswertung. Parallel dazu arbeitet die mit der Gemeindeentwicklung beauftragte Stadtentwicklungsgesellschaft "STEG" an einer Bestandsanalyse, sammelt Strukturdaten und erstellt eine Prognose. Wenn alle Daten vorliegen, werden die Bürger in einer Bürgerversammlung voraussichtlich im  Herbst umfassend über das Ergebnis der Haushaltsbefragung informiert. „Wir hoffen, die Menschen machen mit, auch wenn es viele Fragen sind. Deshalb haben wir auch ein kleines Gewinnspiel eingebaut. Vielleicht bietet die Haushaltsbefragung ja auch eine kleine Abwechslung zur derzeit schwierigen Lagein Bezug auf Corona“, so der Bürgermeister abschließend.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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