Willstätt und Hesselhurst schlossen sich vor 40 Jahren zusammen

Vor 40 Jahren schlossen sich Willstätt und Hesselhurst zusammen: Bürgermeister Marco Steffens, Heinz Bär, Willi Reimer, Eugen Sester, Edwin Walter und Alt-Bürgermeister Artur Kleinhans.
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Willstätt-Hesselhurst. Am ersten April waren es 40 Jahre, dass Hesselhurst zu einem Ortsteil von
Willstätt wurde. Aus diesem Anlass fand am Montag im Foyer der
Hesselhurster Waldseehalle, vor der Sitzung des Willstätter
Gemeinderates, die aus diesem Grund nach Hesselhurst verlegt worden war,
eine kleine Feierstunde statt. Gäste waren neben den Mitgliedern des
Gemeinderates und des Hesselhurster Ortschaftsrates, Altbürgermeister
Artur Kleinhans, Heinz Bär und Edwin Walter –  beide waren vor über 40
Jahren Mitglieder des Hesselhurster Gemeinderates – und Willi Reimer,
der zu dieser Zeit dem Willstätter Gemeinderat angehörte.

„Die damals beschlossene Gebiets- und Verwaltungsreform“, so Bürgermeister
Marco Steffens, „hatte die Neuordnung der Verwaltungsbezirke, der
Gemeinden und Landkreise durch Verringerung ihrer Zahl und durch
Vergrößerung der Verwaltungsräume zur Folge.“ Für Willstätt ging es
darum, sich den Städten Kehl oder Offenburg anzuschließen oder mit den
umliegenden Gemeinden ein Kleinzentrum zu bilden. Dank der damals in
Willstätt ansässigen BASF und der dadurch guten Finanzkraft der
Gemeinde, konnte man sich durch die Eingemeindung der umliegenden
Gemeinden seine Selbstständigkeit bewahren.

„In Hesselhurst“, berichtete Ortsvorsteher Eugen Sester, „wurde seit 1972 über das Thema,
wohin sich Hesselhurst mit seiner Bevölkerung orientieren sollte,
gesprochen.“ Bei einer ersten Anhörung sprachen sich 40,5 Prozent der
Einwohner für eine Eingemeindung nach Offenburg, 30,2 Prozent nach
Willstätt und 23,5 Prozent nach Kehl aus. Im Hesselhurster Gemeinderat
sahen die Verhältnisse anders aus: Vier Ratsmitglieder waren für Kehl,
drei votierten für Willstätt und zwei sprachen sich für Offenburg aus.

Nach vielen Sondierungsgesprächen wurde schließlich noch einmal die
Bevölkerung angehört. Bei einer Wahlbeteiligung von 62 Prozent sprachen
sich 86 Prozent für eine Eingliederung nach Willstätt aus.
Ausschlaggebend war zum einen die Finanzkraft der Gemeinde und die
Tatsache, dass der damalige Bürgermeister, Fritz Fuhri, den
Hesselhurstern zwei Sitze im Willstätter Gemeinderat zusicherte. Eine
Zusage, die weder Kehl noch Offenburg gemacht hatten.

„Die von Fritz Fuhri und dem Willstätter Gemeinderat gemachten Zusagen wurden
auch zügig umgesetzt“, erinnert sich Sester. Dabei denkt er vor allem an
den Ausbau der Kanalisation und den Anschluss an das Willstätter
Klärwerk. Auch Fuhris Nachfolger im Rathaus Willstätt, Artur Kleinhans,
investierte. Vor allen Dingen in den Zeiten, als Willstätt
wirtschaftlich sehr gut da stand. Der Neubau der Waldseehalle und des
Kindergartens sind nur zwei Beispiele hierfür. „Es war damals“, so Eugen
Sester, „die einzig richtige Entscheidung, die in Hesselhurst mit der
Eingemeindung zu Willstätt getroffen wurde.“ Bürgermeister Marco
Steffens nannte es, zum Zusammenschluss aller Ortsteile damals einen
mutigen und richtigen Schritt. Er betonte, es sei ein Glücksfall für alle.

Autor: fe

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