Ausstellung in Durbach
Aus dem Land der Graphik

Arbeiten von Thomas Ranft sind aktuell in Durbach zu sehen.
  • Arbeiten von Thomas Ranft sind aktuell in Durbach zu sehen.
  • Foto: Museum für Aktuelle Kunst
  • hochgeladen von Daniela Santo

Im „Single Room“ des Museums für Aktuelle Kunst in Durbach ist aktuell eine Werkauswahl des Graphikers Thomas Ranft zu sehen. Unter dem Titel „Die DDR als Land der Graphik“ widmet sich das Museum herausragenden Graphikern Ostdeutschlands, zu denen auch Ranft zu zählen ist.

Thomas Ranft ist Absolvent der Hochschule für Graphik und Buchkunst (HGB) Leipzig, lebt heute bei Chemnitz und war Gründungsmitglied der dortigen „Avantgarde-Künstlergruppe“ Clara Mosch (1977-1982), an deren Plein-Air-Aktionen und Experimenten er maßgeblich beteiligt war. Seine Arbeiten zeichnen sich durch die traumwandlerische Sicherheit und Zartheit der Linie aus. Gespinsthaft entfalten sich Landschaften und Gärten vor den Blicken des Betrachters, in denen es immer wieder neue Formen zu entdecken gibt, je länger man vor ihnen verweilt. Kaum ein anderer Künstler beherrscht die Druckgraphik besser als er, und so gehen in seinem Werk meisterhaftes Können und schier unerschöpflicher künstlerischer Einfallsreichtum eine fruchtbare Verbindung ein.
Thomas Ranft, geboren 1945 in Königssee in Thüringen, lebt und arbeitet bei Chemnitz. Er erhielt bereits im Jahr 1976 den Grafikpreis der Europäischen Grafikbiennale in Mulhouse. 1991 gestaltete er mit Ernst Jandl die Publikation „Der beschriftete Sessel“. Ranft wurde 2003 mit dem Hans-Theo-Richter-Preis der Sächsischen Akademie der Künste ausgezeichnet und gründete 2009 die Neue Deutsche Grafikgemeinschaft.

Das Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach wurde 2010 von Rüdiger Hurrle gegründet. Über mehrere Jahrzehnte hat Rüdiger Hurrle eine Sammlung der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts bis heute zusammengetragen, die in ihrer Eigenständigkeit und Komplexität besondere Beachtung verdient. Das Hauptaugenmerk richtet sich nicht nur auf die international erfolgreichen deutschen „Malerfürsten“ der 80er-Jahre, sondern auf die prägenden Vertreter von Gruppen und Bewegungen, die in den vergangenen 60 Jahren Kunstgeschichte geschrieben haben. 

Info: Die Ausstellung "Wuchernde Linien. Kleine Werkschau zu Thomas Ranft" ist noch bis zum 4. November zu sehen. Öffnungszeiten sind von Mittwoch bis Freitag von 14 bis 18 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr . Erwachsene zahlen sieben Euro Eintritt. Weitere Informationen gibt es unter www.museum-hurrle.de.

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