Verstehen, wie ein Hustensaft Funktioniert

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Husten, insbesondere Reizhusten, ist anstrengend und kräftezehrend. Gut, dass es viele Möglichkeiten gibt, gegen den Husten vorzugehen. Hausmittel können uns schnell Linderung verschaffen, aber nicht immer sitzen wir an der Quelle. Gerade dann, wenn wir unterwegs sind, ob auf der Arbeit oder bei einem Tagesausflug, ist schnelle Hilfe angebracht. Aber auch zur Nacht können uns Hustensäfte die Behandlung etwas erleichtern. Schauen wir uns mal an, welche Hustensäfte es gibt und wie diese funktionieren. Sollte Hustensaft pflanzlich oder chemisch sein, gibt es einen Hustensaft Test, in dem uns gesagt wird, was jetzt eigentlich als bester Hustensaft gilt? Nach diesem Artikel haben Sie ein wenig Klarheit.

Wie wirkt Hustensaft?

Zunächst ist die Frage zu klären, was ein Hustensaft eigentlich in uns bewirkt. Die meisten Menschen nehmen Hustensäfte bei trockenem Reizhusten ein, weil dieser am quälendsten ist und möglicherweise unsere Nachtruhe stört. Hustensäfte aus dieser Kategorie werden Antitussiva genannt. Unterteilt werden diese Säfte in pflanzlich wirkende und chemisch wirkende.

Pflanzlicher Hustensaft bei Reizhusten

Ist ein Hustensaft pflanzlich, besteht er aus natürlichen Inhaltsstoffen. Das heißt, darin befinden sich Kräuter, die zum Beispiel die Schleimproduktion anregen. Beim Reizhusten ist der Rachen meistens gereizt und gerötet, leicht schmerzhaft entzündet. Die entsprechenden Kräuter bilden Schleimstoffe, die sich wir ein Schutzfilm über die gereizten Stellen legt.

Außerdem lindern manche Kräuter den Hustenreiz, indem sie die betroffenen Gebiete beruhigen, zum Beispiel durch ätherische Öle. Manche erhalten Flavonoide, die die Immunabwehr stärken. Mit pflanzlichen Hustensäften kann man sich in der Regel nicht überdosieren, außerdem sind sie frei von Nebenwirkungen. Kein Wunder also, dass es diese nicht nur in der Apotheke gibt, sondern frei verkäuflich in Drogeriemärkten und Supermärkten und im Internet zu kaufen gibt. Aber die Qual der Wahl besteht bei der schien unendlichen Auswahlmöglichkeit an Präparaten. Folgende Kräuter wirken sehr gut bei Reizhusten und sollten in Ihrem Hustensaft enthalten sein:

  • Spitzwegerich ist das bekannteste Kraut gegen Reizhusten. Es bildet besonders viele Schleimstoffe
  • Eibisch
  • Efeu
  • Huflattich
  • Fenchel
  • Süßholz
  • Quendel
  • Wollblume (Königskerze)
  • Malve

Außerdem hilft Honig als Bestandteil. Honig beinhaltet viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Am besten ist es in dem Fall sogar, wenn Sie sich selber einen Hustensaft mit frischem Honig vom örtlichen Imker herstellen.

Pflanzlicher Hustensaft bei produktivem Husten

Das ist die einzige Sache, auf die Sie achten müssen. Ist der Hustensaft für Reizhusten oder für produktiven Husten. Wenn Sie schleimlösenden Hustensaft einsetzen, obwohl Sie unter Reizhusten leiden, können Sie damit die Symptomatik verschlimmern. Folgende Kräuter eignen sich zur Schleimlösung:

  • Eukalyptus
  • Oregano
  • Pfefferminze
  • Salbei
  • Thymian

Chemischer Hustensaft

Kann ein Hustensaft Erwachse und Kinder beeinträchtigen, wenn dieser chemisch ist? Das ist eine häufige Frage, denn im Gegensatz zu den pflanzlichen Mitteln bringen chemische Hustensäfte Nebenwirkungen mit sich. Von der Wirkung her gibt es kaum einen Unterschied. In vielen Fällen sind diese mit pflanzlichen Inhaltsstoffen kombiniert und regen die Schleimproduktion an. Allerdings wirken sich manche chemischen Hustensäfte auf gleich auf das zentrale Nervensystem aus. Dort wird mittels chemischer Vorgänge auf das Hustenzentrum zugegriffen und von dort aus der Hustenreiz gestillt. Das kann nötig sein bei besonders starkem und lang anhaltendem Hustenreiz. Oder wenn der Husten sehr erschöpfend ist, kaum noch in den Schlaf gefunden wird. Bei Kindern sollte ein solcher Hustensaft nur nach Absprache mit dem Arzt verabreicht werden. Nebenwirkungen der chemischen Hustensäfte können sein Müdigkeit, Kreislaufbeschwerden, Unwohlsein und Magen-Darm-Probleme. Viele chemische Hustensäfte gibt es außerdem in Kombination mit schmerzstillenden Inhaltsstoffen.

Wann nehme ich Hustensaft am besten ein?

Wie erwähnt sollten Sie es zunächst mit natürlichen Hausmitteln versuchen, den strengen Hustenreiz zu dämpfen. Trinken Sie den Tag über ausreichend und erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit in dem Raum, in dem Sie schlafen. Inhalationen mit sanften Kräutern wie Kamille und etwas Kochsalz beruhigen die gereizten Schleimhäute. Tees und selbstgemachte Sirupe runden das Bild ab. Ebenso können Sie zur Nacht warme Wickel nutzen, um die Durchblutung zu fördern und die Bronchien zu besänftigen. Honig und Ingwer werden als Mittel gegen Husten häufig eingesetzt und haben sich seit jahrhunderten bewährt.

Aber Hausmittel helfen nicht immer. Vieles ist tatsächlich auch Kopfsache. Denn laut verschiedener Studien haben Hustensäfte pflanzlichen Mitteln gegenüber keine nachgewiesenen Vorteile. Im Gegenteil: Durch die zahlreichen Nebenwirkungen besonders im chemischen Bereich wird geraten, diese nur bei lang anhaltendem Husten anzuwenden. Der Grund: Bei lang anhaltendem Husten werden die Flimmerhärchen in den Bronchien geschädigt. Und diese verhindern üblicherweise das Eindringen von Fremdstoffen bzw. helfen beim Abtransport. Grundsätzlich gilt: Wenn der trockene Reizhusten länger als 8 Wochen anhält, gehen Sie bitte zum Arzt. Aus hartnäckigem Husten kann sich Asthma entwickeln, wenn dieser falsch behandelt wird.
Ansonsten nehmen Sie den hustenstillenden Hustensaft zur Nacht ein. Gerade nachts und im Liegen verstärkt sich der Hustenreiz enorm, was die Nachtruhe stark beeinträchtigen kann. Dies gilt nicht nur für Erwachsene sondern auch für Kinder. Am Tag ist man eher abgelenkt, bewegt sich und unternimmt andere Maßnahmen, die den Hustenreiz unterdrücken. Aber achten Sie darauf, zur Nacht keine schleimlösenden Hustensäfte zu nehmen.

Was am Ende der für Sie beste Hustensaft ist, müssen Sie selber herausfinden, da jeder individuell reagiert.

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