Weitere Opfer von Verabredungen?
Zehn Täter für räuberische Erpressung

Räuberische Erpressungen nach sexuellen Verabredungen, Zeugen gesucht

Ettenheim/Emmendingen (st). Nach mehreren bekanntgewordenen räuberischen Erpressungen mit besonderer Vorgehensweise im südlichen Ortenaukreis und im Landkreis Emmendingen konnten zehn Tatverdächtige ermittelt werden.

Die Gruppierung hatte jeweils in unterschiedlicher Konstellation über einen Zeitraum seit November mehrere Männer bei inszenierten Treffen um ihr Geld gebracht. Dazu hatten weibliche Gruppenmitglieder zunächst auf einer Webseite Anzeigen für Treffen mit anschließenden sexuellen Dienstleistungen online gestellt. Bei den vereinbarten Treffen wurde dann das Geld der Opfer teilweise unter Drohungen und der Anwendung von Gewalt einbehalten. Zu den vereinbarten sexuellen Handlungen kam es in keinem der Fälle.

Die erste bekannte Tat ereignete sich am 29. November. Nach der Übergabe des Geldes an einem Skaterpark in Ettenheim, wurde dem 27 Jahre alten Opfer Pfefferspray ins Gesicht gesprüht. Der verletzte Mann verfolgte die Angreiferin bis zum auto, einem BMW X5. Dort habe ihm ein weiterer Beteiligter einen Schlag ins Gesicht versetzt, während ihn eine weitere Mittäterin mit einem Küchenmesser bedroht haben soll. Die Gruppe flüchtete im Anschluss mit dem erbeuteten Geld.

Weitere bekanntgewordene Taten ereigneten sich im Bereich Emmendingen. Dort kam es am 26. Dezember, vier Tage später am 30. Dezember und am 4. Januar zu weiteren Treffen an einer Schule in der Neubronnstraße. Die Tatverdächtigen haben dabei jeweils mehrere Hundert Euro erbeutet. Um ihre Flucht zu sichern, wurde von männlichen Gruppenmitgliedern auch in diesen Fällen oftmals mitgeführtes Pfefferspray eingesetzt.

Durch umfangreiche Ermittlungen der zuständigen Kriminalinspektion des Polizeipräsidiums Offenburg und des Kriminalkommissariats Emmendingen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Freiburg gelang es schließlich, den mutmaßlichen Tätern habhaft zu werden. Bei ihnen handelt es sich um vier Männer und sechs Frauen im Alter zwischen 15 und 30 Jahren. Allesamt stammen aus dem südlichen Ortenaukreis und dem Raum Emmendingen. Die Ermittlungen gegen die neun Deutschen und einen Türken wegen der Taten der schweren räuberischen Erpressung dauern weiterhin an.

Die Polizei bittet insbesondere Zeugen, die weitere Taten der Gruppierung beobachtet haben oder möglicherweise selbst geschädigt wurden, insbesondere den Geschädigten der Tat vom 30. Dezember, sich bei den Ermittlern des Kriminaldauerdienstes des Polizeipräsidiums Offenburg unter Telefon 0781/212820 zu melden.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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