Die Geschichte von St. Martin
Eine Frage, Frau Armbruster

Edith Armbruster ist Leiterin der katholischen Kindertagesstätte Georg Schreiber in Friesenheim.
  • Edith Armbruster ist Leiterin der katholischen Kindertagesstätte Georg Schreiber in Friesenheim.
  • Foto: Katholische Kirchengemeinde
  • hochgeladen von Daniela Santo

Am 11. November wird dem Heiligen Martin von Tours gedacht. Edith Armbruster, Leiterin der katholischen Kindertagesstätte Georg Schreiber in Friesenheim, erklärt im Gespräch mit Daniela Santo, wie Kindern der Martinstag näher gebracht wird.

Wie erklären Sie den Kindern, Katholiken und Nicht-Katholiken, den Martinsbrauch?
Wir erzählen allen Kindern, wer St Martin war und was er getan hat. Die Kernaussage der Legende ist das Teilen.

Wie begehen Sie St. Martin?
Am Martinstag feiern wir vormittags in unseren Krippen- und Kindergartengruppen, in dem wir die Lieder singen. An diesem Morgen teilen wir Martinswecken oder Brot miteinander, damit die Kinder bewusst teilen und dadurch mit allen Sinnen wahrnehmen können, wie es ist, wenn man etwas hergibt oder von einem anderen Kind geschenkt bekommt. In den Tagen vorher basteln wir mit den Kindern Laternen, die sie tragen, wenn sie St. Martin hoch zu Ross mit dem Martinszug folgen. Vor dem Martinszug treffen sich die Familien und die Erzieherinnen zu einem Wortgottesdienst in der katholischen Kirche. Der Umzug findet nicht immer am 11. November statt, sondern muss aus organisatorischen Gründen manchmal an einem anderen Wochentag durchgeführt werden.

Was macht den Kindern besonders viel Spaß?
Die Kinder basteln mit viel Eifer ihre Laternen und freuen sich, wenn sie diese dann bei Anbruch der Dunkelheit tragen dürfen. Dann strahlt das Licht besonders hell.

Gibt es Eltern, die aus konfessionellen Gründen eine Teilnahme ablehnen?
Wir nehmen Kinder unabhängig davon auf, ob sie einer christlichen Glaubensrichtung, einer anderen Konfession oder keiner Konfession angehören. In den Aufnahmegesprächen sage ich den Eltern, dass religiöse Erziehung zu unserem Bildungsauftrag gehört. Das ist für die Eltern so in Ordnung und stellt kein Problem dar.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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