RINGEN: Wahl-Gengenbacherin hat Olympia 2020 in Tokio im Visier
Trotz WM-Aus: Die Zukunft gehört Sandra Paruszewski

Wie hier auf dem Bild will Sandra Paruszewski (oben) ihre Gegnerinnen fest im Griff haben. Bei der WM in Paris klappte es nicht und sie verlor in der Qualifikation.
  • Wie hier auf dem Bild will Sandra Paruszewski (oben) ihre Gegnerinnen fest im Griff haben. Bei der WM in Paris klappte es nicht und sie verlor in der Qualifikation.
  • Foto: Lothar Herzog
  • hochgeladen von Daniela Santo

Gengenbach (woge/lh). Schnelles Aus für Sandra Paruszewski bei den Weltmeisterschaften im Ringen. In der Qualifikation unterlag die in Gengenbach wohnende Ringerin vom AV Sulgen der Kanadierin Diana Weicker Ford.

Um Ringsport, Studium und Privatleben unter einen Hut zu bekommen, ist die Schrambergerin mit ihrem Lebensgefährten 2014 nach Gegenbach gezogen. Sie studiert an der Hochschule Offenburg Betriebswirtschaftslehre, trainiert regelmäßig am Olympiastützpunkt Freiburg sowie bei verschiedenen Ringervereinen in der Ortenau. Am Wochenende schwitzt sie im Training ihres Heimatvereins AV Sulgen. Mit der erstmaligen Nominierung für die Welttitelkämpfe hat die 24-jährige Wahl-Gengenbacherin eine weitere Stufe auf ihrer bisher so erfolgreichen sportlichen Karriereleiter erklommen. Zwar sah es nach einem doch eher enttäuschenden siebten Platz bei den Europameisterschaften im serbischen Novi Sad Anfang Mai nicht danach aus, dass sie in Paris dabei sein könnte. Doch dann standen die hochkarätigen Polen Open an, bei denen Paruszewski der lang ersehnte internationale Durchbruch gelang. Mit einem 2:0 Punktsieg über die amtierende Europameisterin Biliyana Dubova aus Bulgarien, mit dem sie sich die Bronzemedaille sicherte, brachte sich die Schwarzwälderin bei Frauen-Bundestrainer Patrick Loes wieder ins Gespräch.
Nach der Studenten-Weltmeisterschaftsteilnahme im Vorjahr wird die Frauen-WM in Frankreich ihr bislang größtes Turnier werden. Nach einem zehntägigen Vorbereitungslehrgang des Deutschen Ringerbundes in Kiew/Ukraine, an dem auch Top-Athletinnen aus Ungarn, Aserbeidschan und der Ukraine teilnahmen und einem zweitätigen Trainingslager beim AV Sulgen am Wochenende reist die 1,60 Meter kleine Blondine mit großem Kämpferherz zuversichtlich nach Paris. Da die internationale Konkurrenz bis 55 Kilogramm sehr groß ist und viel von der Auslosung abhängt, setzt sie sich eine Platzierung nicht als Ziel: „Es wäre vermessen, von einer Medaille zu sprechen, das wäre unrealistisch“, räumt sie ein. Wenn sie gegen eine Top-Gegnerin knapp verlieren und ausscheiden würde, wäre das schon ein gutes Ergebnis. Sie will sich als Teilnehmerin für die Europa- und Weltmeisterschaften etablieren und hat Olympia 2020 in Tokio fest im Blick, verrät sie ihre hochgesteckten Ziele, immer die Konkurrenz aus Deutschland im Auge behaltend. „Es ist schwierig zu sagen, wie die Chancen 2020 für mich aussehen werden. National werden einige Ringerinnen aufhören und Jüngere hinzukommen. Außerdem wird es nach der Weltmeisterschaft in Paris neue Gewichtsklassen bei den Frauen geben“, gibt sie zu bedenken.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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