KUNSTRADFAHREN: Nattmann/Wurth mit Chancen
RSV Gutach: Die WM-Qualifikation ist immer noch offen

Sophie-Marie Nattmann und Caroline Wurth bei ihrer Kür
  • Sophie-Marie Nattmann und Caroline Wurth bei ihrer Kür
  • Foto: RSV Gutach
  • hochgeladen von Christina Großheim

Gutach. Nachdem der Gutacher RSV-Zweier Sophie-Marie Nattmann und Caroline Wurth beim 2. German Masters in Öhringen vor zwei Wochen, für die WM-Qualifikation ordentlich Boden gut machen konnte, war es spannend, ob sie in der heimischen Liebich-Sporthalle in Gutach dieses Kunststück wiederholen könnten. Die Gutacherinnen präsentierten eine tolle Kür, die ihnen 137,11 Punkte einbrachte. Das nachfolgende Paar, die Geschwister Saamen vom Liemer RC, fuhren mit ihrer Präsentation 120,18 Punkte heraus. Die kämpferischen Geschwister Lena und Lisa Bringsken aus Böhl-Iggelheim konnten nur noch 128,95 Zähler verbuchen. Das hieß, dass der zweite WM-Platz noch immer völlig offen war und die Punktejagd am Abend im Finale weitergehen würde. Das führende Paar der Zweier-Frauen, die Geschwister Thürmer aus Mainz-Finthen (162,55), präsentierte sich weltmeisterlich und ist in Dornbirn dabei.

Hätte das Gutacher Paar seine Leistung vom Nachmittag wiederholen können, wäre vieles leichter gewesen. Die Dramaturgie des Dreiakters „WM-Qualifikation“ hatte jedoch noch kein Happy End vorgesehen. Bei der Kür des Duos Nattmann/Wurth lief es bis nach dem Wechsel auf einem Rad eigentlich wunderbar, jedoch rutschte Sophie mit Caroline auf den Schultern sitzend, bei dem verflixten Übergang vom Lenkersitz in den Steuerrohrsteiger vom Pedal ab, was beide vom Rad warf. Blitzschnell stiegen sie wieder auf und konnten in den letzten verbliebenen Sekunden noch einige Punkte retten. Mit versteinerter Miene betraten die direkten Konkurrentinnen Brinsgken die Fahrfläche. Hochkonzentriert spulten sie ihr Programm ab, doch am Ende passierte ihnen wieder ein Fehler – 130,18 Punkte waren die Ausbeute ihrer Kür. Für die WM-Quali bedeutete dies in der Gesamtwertung, dass die Lokalmatadorinnen knapp zwei Punkte hinter ihren härtesten Konkurrentinnen lagen.

Etwas unbeschwerter betrat das zweite RSV-Paar, Lisa Schwendemann und Dènes Füssel, die Wettkampffläche schon am Vormittag. Dass sie bei der Deutschen Meisterschaft in Hamburg starten, hatten sie vergangenes Wochenende beim Deutschland-Cup klar gemacht. „Über 100 Punkte rausfahren“, lautete das gesteckte Ziel. Dies schafften sie mit 103,60 Zählern, was ihnen den fünften Platz einbrachte. Bei dieser guten Kür zollte Trainer Frieder Blum seiner Sportlerin Lisa ordentlich Respekt, als sie bei einer Übung mit einer kurzen Bodenberührung einen Sturz verhinderte, während Dènes auf dem Lenker blieb.

Weitere WM-Teilnahmen entschieden sich bei den Männern im Einer und in der offenen Klasse. Zwei sagenhafte Vorstellungen lieferte dabei Weltmeister Lukas Kohl in der Liebich-Sporthalle ab.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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