Grüne Oase
Mittagspause in einem historischen Kleinstgarten
- Foto: Stadt Haslach
- hochgeladen von Anne-Marie Glaser
Haslach (st) In dem Ensemble der „Bürgergärten“ zwischen dem Haus der Musik und der frühneuzeitlichen Stadtmauer hat Haslachs Stadtgärtnerei damit begonnen, einen der Kleinstgärten neu zu gestalten. Ziel der Maßnahme ist es die Anmutung und Optik des Gartens den historischen Vorbildern aus dem 19. Jahrhundert etwas näher zu bringen, informiert eine Pressemitteilung. Bekanntlich hatten viele Haslacher Familien vor der Stadtmauer – gemeint ist die jüngere Stadtmauer aus dem späten 15. Jahrhundert – kleine Gärten im Eigentum. Ursprünglich war vor der Mauer der äußere wassergefüllte Graben, der im frühen 19. Jahrhundert verfüllt und in zahlreichen Parzellen an die Einwohner verkauft wurde. Rund ein Viertel dieser einstigen zahlreicheren Gartenparzellen ist in der Seilerbahn und in der Sandhaasstraße erhalten und manche sind bis heute in Familienbesitz. Die Gärtchen vor dem Haus der Musik sind allesamt städtisches Eigentum, immerhin ein Garten dort wird noch privat bewirtschaftet.
Aufenthaltsqualität
Doch die Umgestaltung hat noch ein weiteres Ziel. Nach gutem Anwuchs der Neupflanzung soll auch die gesteigerte Aufenthaltsqualität öffentlich nutzbar gemacht werden; denn dann soll das Gartentörchen geöffnet bleiben und eine bewusst ganz einfach gehaltene Bank zum Verweilen zwischen Staudenrabatte, mauerseitigen Obstbäumchenstreifen, Beerensträucherbeet und Gemüsebeet einladen. Sandsteineinfassungen tragen mit zur Anmutung bei und werten die kleine Gartenschauanlage nochmals auf. Man darf gespannt sein, wie viele Menschen zum Beispiel ihre Mittagspause dann in dieser kleinen Oase verbringen werden.







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