Haslach blüht auf
Wechselflor und Ökokästen - Abschied von Plastikübeln

Hanni Schmider (links) und Marianne Fix (rechts) von der Stadtgärtnerei bereiten zusammen mit Jakob Krämer das Wechselflorfeld im Klostergarten für die Frühsommerbepflanzung vor.
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  • Hanni Schmider (links) und Marianne Fix (rechts) von der Stadtgärtnerei bereiten zusammen mit Jakob Krämer das Wechselflorfeld im Klostergarten für die Frühsommerbepflanzung vor.
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Haslach (mas). Die Zeit der Plastikübel ist im öffentlichen Grün von Haslach wohl endgültig vorbei, denn 2022 schließt Haslachs Stadtgärtnerei das „Projekt Holzkübel“ vorläufig ab. Seit drei Jahren schafft die Stadtgärtnerei im Zuge regulärer Ersatzbeschaffungen Jahr für Jahr sukzessive aus Altfässern aufbereitete Eichen- und Kastanienkübel an und löst damit die ungeliebten Großplastikübel ab, heißt es in einer Presseinformation. Anstelle schnell versprödender Plastik sei ökologisch sinnvolle Recyclingware in den Dienst des Haslach Grünszenarios getreten: 130 Kübel in verschiedensten Größen, der kleinste wiegt 30 Kilo, die größten fast eine Tonne würden nun das Stadtbild mit einer hochwertigen Bepflanzung bereichern, die zur Hälfte winterhart bepflanzt sei. Der Rest werde im kommunalen Gewächshaus mit gerade einmal fünf Grad überwintert. Zahlreiche Betriebe, besonders in der Innenstadt, würden die Aktion mit einer Gießverpflichtung der Kübel vor Ladentüren und Biergärten unterstützen und einen kleinen finanziellen Überwinterungsbeitrag leisten, der derzeit allerdings als Wirtschaftsförderungsmaßnahme ausgesetzt sei. Die winterharten Pflanzen würden in der Regel erst nach fünf Jahren erneuert werden müssen und fänden dann zumeist einen Platz in einer der zahlreichen Anlagen „rund ums Städtle“.„Aktion Grün ohne Plastik“
Einer der letzten Bausteine der „Aktion Grün ohne Plastik“ seien heuer die Geländerkästen, die Haslachs Stadtgärtnermeister Uwe Schweitzer selbst entwickelt habe und die aus der Pfalz - selbstredend aus recycelten Reststücken der Großkübelproduktion - geliefert würden. Erstmalig zum Einsatz kämen diese - nach den Eisheiligen - am Geländer der katholischen Stadtkirche am Pfarrplatz, um dort ein einheitliches schönes Bild zu erreichen. Die heuer noch eingesetzten Plaste-Kleinkästen am Sebastiansbrunnen würden 2023 als Schlussbaustein ebenfalls durch Holzkästen ersetzt werden, die derzeit noch in der Entwicklung seien.

Zahlen und Fakten

500 Quadratmeter Wechselflorflächen: Diese werden zwei Mal im Jahr erneuert. Im Mai und Oktober werden jeweils rund 8.000 Pflanzen ausgebracht, 70 Prozent davon werden im städtischen Gewächshaus in Eigenproduktion gezüchtet.
3500 Quadratmeter Staudenflächen: Hohes Augenmerk liegt auf insektenfreundliche Pflanzen. Farbwechselflächen, über das Jahr gesehen, vollzieht sich ein dominierender Farbwechsel im Frühjahr, im Frühsommer und im Spätsommer
Pflegeflächen: Diese 4000 Quadratmeter zusammen stellen lediglich ein Prozent der Gesamtpflegeflächen. Das Gros stellen Rasen, Wiesen, Randgrün und bebaumte Flächen, darunter auch Stadion und Friedhof und das Schwimmbadumfeld
Zwiebel, Knollen und Co: Rund 30.000 Tulpen, 60.000 Narzissen und 10.000 andere Arten wurden in den vergangenen Jahren sukzessive ausgebracht. Hiervon bleiben rund 70 Prozent in den Anlagen, 30 Prozent werden pro Jahr entfernt und gerne an Blumen liebende Einwohner abgegeben, diese Pflanzen bleiben also weiter in Haslach sichtbar.
„Eyecatcher“ werden in Haslach in der Regel konzentriert eingesetzt, auch um die Gesamtstadt optisch ganzjährig gut in Szene zu setzen.

Hanni Schmider (links) und Marianne Fix (rechts) von der Stadtgärtnerei bereiten zusammen mit Jakob Krämer das Wechselflorfeld im Klostergarten für die Frühsommerbepflanzung vor.
Hanni Schmider (hinten) und Marianne Fix von der Stadtgärtnerei bereiten die neuen Geländerkästen für die Saison vor. Und auch hier wird das Augenmerk auf verbesserte ökologische Anforderungen gelegt; denn wie die Großkübel sind auch diese Kästen mit wasserspeicherndem natürlichen vulkanischen Gesteinsmaterial grundgefüllt, erst dann folgt eine spezielle Containersubstratschicht.
Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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