Lese-Lenz
Martin Schäuble ist Preisträger für Junge Literatur

Martin Schäuble | Foto: Lese-Lenz
5Bilder

Hausach (ag/st) Hausach Der zweite Teil des diesjährigen LeseLenz wird am Freitag und Samstag, 24. und 25. November stattfinden. Schon jetzt wurden Namen von Preisträgern und Stipendiaten veröffentlicht. So geht der Lese-Lenz-Preis der Thumm-Stiftung für Junge Literatur 2023 an Martin Schäuble. Die Preisverleihung ist am Samstag, 25. November, 20 Uhr in der Hausacher Stadthalle.

Die Begründung

Die Begründung der Jury, bestehend aus Prof. Dr. Ina Brendel-Kepser, Ulrike Wörner und José F. A. Oliver: „Martin Schäuble hat die Gabe, die Dinge und Verhältnisse zu benennen, die unser Leben mitbestimmen. Er versteht es wie kein zweiter Mensch der Sprache und Meister der Dialoge, Jugendromane zu schreiben, die den oft tabuisierten Themen und Sorgen unserer Zeit glaubwürdige Stimmen geben. Die große Kunst des Erzählens ist bei ihm immer auch eine unaufdringliche Einmischung in gesellschaftliche und politische Wirklichkeiten: sensibel, sprachgenau, überzeugend.“
Stipendiaten
Die Stipendiaten werden beim Lese-Lenz am Samstagnachmittag vorgestellt. Letztere werden zwischen Ende Oktober bis Ende Mai jeweils zu verschiedenen Zeitpunkten ihr sechswöchiges Stipendium antreten, aufgeteilt in verschiedenen, flexiblen Zeiträumen, die im Augenblick noch abgesprochen werden.
Das Gisela-Scherer-Stipendium erhält Simone Scharbert. Über sie sagte die Stipendiaten-Jury, die aus Ulrike Wörner, Robert Renk und José F. A. Oliver bestand: „Simone Scharberts Gedichte sind Handreichungen, Miniaturen des poetischen Verdichtens, in denen der rhythmische Ausdruck stets schöpferisch zugegen ist. Sprache, die körperlich wird und damit neue Dimensionen der Wahrnehmung offenbart. Texte wie Partituren des gesprochenen Wortes in die filigran entworfene Komposition, die aus den Texten ein Lesegenuss ins Hören schafft. Wenn Harmonie einen weiteren Namen hat, dann lautet dieser Simone Scharbert"
Das Amanda Neumayer-Stipendium geht an Ibrahima Ndiaye, bekannt als Ibou. "Das Geschichtenerzählen ist eine Kunst, die seit Urzeiten existiert – lange noch bevor es Bücher gab. Ibrahima Ndiaye gelingt es auf ganz wunderbare Weise mit seinen berührenden und lustigen Geschichten, mit Musik, Tanz und Gesang, eine emotionale Beziehung zwischen seinem Publikum aller Altersstufen und dem Erzählten herzustellen", so die Jury-Mitglieder. Inhaltlich spanne er dabei den Bogen vom Senegal nach Europa, von Tierischem zu allzu Menschlichem. Das kulturelle Erbe des Geschichtenerzählens schlage nicht nur eine Brücke zwischen den Kontinenten Afrika und Europa, sondern verbinde auch die Zuhörerschaft.
Markus Köhle ist Träger des Stipendiums für Lyrik und Prosa. Die Jury bezeichnet ihn als "Sprachinstallateur, Literaturzeitschriftenaktivist und Poetry Slam Papa Österreichs. Er schreibt für Kinder, für Erwachsene und für die Slambühne. Er schreibt um gehört zu werden."
Poetik-Dozentur
Der Lese-Lenz-Preisträger des Jahres 2020, Michael Stavarič aus Wien, wird die Poetik-Dozentur 2023/204 „kinderleicht & lesejung“ des Hausacher Lese-Lenz sowie der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe innehaben.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.