Bürgermeister Klaus Jehle über 1997 und Hohberg heute
"Wahlkampf mit vielen Höhen und Tiefen"

Klaus Jehle (Mitte), hier mit Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer Foto: hga
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Hohberg (rek). Im Sommer 1997 setzte sich Klaus Jehle, zuvor beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen in Lahr in der Stabsstelle der Geschäftsführung, bei der Bürgermeisterwahl im zweiten Wahlgang durch. Acht Jahre später hatte er wieder ernsthafte Widersacher, gewann aber im ersten Wahlgang deutlich. Rembert Graf Kerssenbrock sprach mit dem 61-Jährigen, für den jetzt die dritte Amtsperiode läuft.

Welche Erinnerungen und Erwartungen hatten Sie, als Sie sich um das Amt als Bürgermeister bewarben? Zumal Sie durch Ihre aktive Zeit als Fußballer beim SV Niederschopfheim kein Unbekannter waren.
Es war ein guter Wahlkampf mit vielen Höhen, aber auch dem ein oder anderen Tiefschlag. Ganz einfach war es nicht, da klar war, dass nach Hermann Löffler ein neuer Mann das Ruder übernehmen und sich dadurch einiges verändern würde. Und viele kannten mich sowohl in Diersburg als auch Niederschopfheim. In Hofweier versuchte ich durch Hausbesuche den Bekanntheitsgrad zu erhöhen, was auch gelang. Bei der Verkündigung des Wahlergebnisses – sowohl beim ersten als auch zweiten Wahlgang – war es ein super Gefühl. Gerechnet hatte weder ich noch viele andere mit diesem klaren Ergebnis.

Was waren Ihre Wahlkampfthemen, was wollten Sie bewegen, anpacken, umsetzen, anders machen?
Die Themen während des Wahlkampf waren umfassend. Schwerpunkte waren die Weiterentwicklung der Gemeinde als Wohn- und Wirtschaftsstandort und der Erhalt des unverwechselbaren Charakters der Ortsteile. Dabei war klar, dass der Wirtschaftsstandort sich nur durch die Erweiterung unserer Gewerbegebiete erheblich verbessern konnte. Dabei spielte auch die Ausweisung eines interkommunalen Gewerbegebietes in den Diskussionen eine große Rolle. Auch den finanziellen Spielraum galt es zu verbessern und anstehende Investitionen zu priorisieren. Auch zu diesem Zeitpunkt waren der Ausbau der Rheintalbahn und der neue Autobahnzubringer schon Thema.

Was hat davon geklappt und was nicht?
Die Entwicklung von Wohn- und Gewerbegebieten ist sehr gut voran geschritten. Unsere Infrastruktur haben wir erheblich verbessert. Die meisten Ziele sind erreicht. Aber es gilt weiterzugehen auf diesem Weg.

Was waren weitere wichtige Entwicklungen für Hohberg?
Eine der wichtigsten Entwicklungen waren Sanierung der Hohberghalle in Niederschopfheim sowie die Grundlagen der Entwicklung unserer Schullandschaft zu schaffen. Das mündete im Neubau zweier Grundschulen und Etablierung einer Gemeinschaftsschule. Im Focus stand immer die familienfreundlichen frühkindlichen Betreuungsanbote unserer Kindertagesstätten auszubauen. Daneben wurden durch den Bau zweier Hochwasserrückhaltebecken die Ortslagen von Diersburg und Niederschopfheim vor Hochwasser geschützt.

Was macht Hohberg mit seinen Ortsteilen heute für Sie aus?
Für mich machen die drei Ortsteile das zusammengewachsene Hohberg aus. Dabei behielten alle drei Ortsteile ihren eigenen Charakter. Ein Wirtschaftstandort mit attraktivem Wohnort und hervorragender Lebensqualität, das zeichnet Hohberg aus.

Eine Frage zur Zukunft: Gibt es im Konflikt mit Offenburg um die verlängerte B33 zur Autobahn eine gute Lösung für alle?
Hier ist die Planfesstellungsbehörde, das Regierungspräsidium, aufgerufen, die menschen- und naturverträglichste Trasse zu wählen. Selbstverständlich sind sowohl Bürgermeister und Oberbürgermeisterin aufgefordert, sich in diesen Prozess ein zu bringen.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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