Bürstner engagiert sich gegen Bienensterben
Fünf Stöcke stehen in Kehl-Neumühl

Frank Weiß (links) und seine Mitstreiter in Sachen Insektenschutz vor dem Insektenmobil
  • Frank Weiß (links) und seine Mitstreiter in Sachen Insektenschutz vor dem Insektenmobil
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  • hochgeladen von Christina Großheim

Kehl-Neumühl (gro). Rund um den Bürstner Gründungsstandort in Kehl-Neumühl brummt und summt es. Denn dort wurden fünf Bienenstöcke aufgestellt, deren Bewohner fleißig Nektar sammeln und es somit ermöglichen, eigenen Honig zu erzeugen.

Bei dem ungewöhnlichen Projekt arbeitet der Produzent für Wohnwagen und Wohnmobile mit der Bienen-Initiative "Beefuture" zusammen. Die Initiative ging von Inhaber Christian Hymer aus, der aktiv etwas gegen das Bienensterben unternehmen will. "Wenn die Biene stirbt, stirbt der Mensch", zitiert Frank Weiß, "Beefuture", Albert Einstein. Er berichtet, dass die Zahl der Bienenvölker in Deutschland seit den 1950er-Jahren von 2,5 Millionen auf jetzt noch 650.000 geschrumpft ist. "Schuld ist der Mensch", so Weiß, "mit allem, was er geschaffen hat." Er fordert, das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur wieder herzustellen. "70 Prozent aller Pflanzen sind auf die Bestäubung der Biene angewiesen", macht Weiß deutlich und wirbt: "Honig ist das einzige Nahrungs- und Heilmittel, das nicht verderblich ist."

Weiß kümmert sich über das Jahr um die Bienenstöcke und hat bei den Mitarbeitern der Bürstner GmbH & Co.KG mittlerweile Mitstreiter gefunden. Außerdem ließ sich die Belegschaft dazu animieren, nicht nur den Bienen besondere Aufmerksamkeit zu widmen, sondern auch allen anderen Insekten. Einige Mitarbeiter haben sich zusammengeschlossen und ein Insektenhotel – natürlich in Form eines Wohnwagens – gebaut. Das 4,80 Meter lange und 2,20 Meter hohe Wohnheim für Insekten wurde ebenfalls in Neumühl aufgestellt. Es handelt sich dabei um ein privates Projekt der Mitarbeiter, das von Bürstner finanziell und durch die Bereitstellung der Fläche unterstützt wurde.
Die erste eigene Honigernte wurde übrigens bereits eingebracht. Gemeinsam mit Frank Weiß wurden die Waben aus den Stöcken von den Mitarbeitern geschleudert und so der erste Honig in Gläser abgefüllt.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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