Kehler Bürger verarbeiteten Wolle zu Mützen, Schals und Pullover
Große Resonanz auf die Aktion "Solidaritätsschals"

Mützen, Schals und Pullover – Kehler Bürger beteiligten sich stark an der Aktion "Solidaritätsschals".
  • Mützen, Schals und Pullover – Kehler Bürger beteiligten sich stark an der Aktion "Solidaritätsschals".
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Christina Großheim

Kehl (st). Mützen, Pullover, Pullunder, Westen und fein gestrickte Sommeroberteile: Eigentlich hatten die Kehler Flüchtlings- und Integrationsbeauftragten in einer Aktion nur dazu aufgerufen, Schals für Geflüchtete zu stricken – was sie letztlich in ihrem Büro in der Weinbrennerstraße entgegennehmen durften, war aber deutlich mehr. Raya Gustafson und Aurore Wenner freuen sich über die große Resonanz auf die Aktion „Solidaritätsschals“, genauso wie die Bewohner der Kehler Flüchtlingsunterkünfte, denen die Strickware gespendet wurde.
Die Idee zum Stricken der Solidaritätsschals war den Integrationsbeauftragten gekommen, nachdem eine Frau aus Kork ihnen im Winter eine große Menge Wolle für Flüchtlinge gespendet hatte. Weil sie diese nicht einfach so an die Bewohner der Flüchtlingsunterkünfte übergeben wollten, überlegten Raya Gustafson und Aurore Wenner, die Kehler Bürger an der Aktion zu beteiligen und aus der Wolle schöne und zugleich nützliche Geschenke zu machen. Und so riefen sie Mitte Februar zum Stricken von symbolischen „Solidaritässchals“ für Geflüchtete auf. Wer sich beteiligen wollte, konnte sich Wolle im Büro der Integrationsbeauftragten im Weinbrennerhaus abholen und das fertig gestrickte Kleidungsstück dort auch wieder abgeben. Innerhalb von vier Wochen kamen so insgesamt 100 Oberteile, Mützen und Schals zusammen, teilweise in stunden- oder tagelanger Handarbeit hergestellt, in verschiedensten Farben und Formen, manche mit aufwändigen Strickmustern verziert.
Den Wert der Kleidungsstücke erkannten auch die Menschen in der Gemeinschaftsunterkunft, denen die Integrations- und Flüchtlingsbeauftragten die gespendete Ware übergaben. Sie freuten sich und bedankten sich dafür, dass sie unter den vielen abgegebenen Strickwaren etwas für sich und ihre Familien aussuchen durften.
Mit der Verteilaktion in der Gemeinschaftsunterkunft ist das Projekt „Solidaritätsschals“ von städtischer Seite aus abgeschlossen, wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung schreibt. Ein neues wurde durch die Reaktionen auf den Aufruf, Schals für Geflüchtete zu stricken, aber wiederum angestoßen: Viele Bürgerinnen hatten den Integrationsbeauftragten nämlich vorgeschlagen, nicht für die Menschen zu stricken, sondern gemeinsam mit ihnen. Generell seien gemeinsame Aktivitäten das beste Mittel, um in Kontakt zu treten und sich auszutauschen.
Aus diesem Impuls heraus haben die Integrationsbeauftragten nun mit der Planung der Veranstaltung „Internationale Frauenbegegnung“ begonnen. Diese soll Frauen unterschiedlicher Herkunftsländer bei Musik und Tanz zusammenbringen und einen Austausch zum Thema „Wie leben Frauen hier und anderswo?“ ermöglichen.
Fragen zur Internationalen Frauenbegegnung beantworten die Flüchtlings- und Integrationsbeauftragten Raya Gustafson oder Aurore Wenner telefonisch (07851/ 881275 oder -1274) oder per E-Mail (r.gustafson@stadt-kehl.de oder a.wenner@stadt-kehl.de). Vereine oder Einzelpersonen, die bei der Veranstaltung mithelfen wollen, können sich ebenfalls gerne bei den beiden melden.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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