Nadine Kempf ist Pfarrerin in Probezeit
Seelsorge steht im Mittelpunkt

Nadine Kempf ist seit 1. September als Pfarrerin im Probedienst in Lahr tätig.
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Lahr (st). Nadine Kempf ist seit 1. September als Pfarrerin im Probedienst tätig und wird die nächsten beiden Jahre gemeinsam mit Pfarrer Raimund Fiehn die Auferstehungsgemeinde Lahr betreuen, teilt das Evangelische Dekanat Lahr mit.

Die nördliche Ortenau hatte Nadine Kempf während ihres Lehrvikariats in Lichtenau kennenglernt. Als sie sich für die Stelle des Probedienstes bewarb, stand Lahr mit auf der Wunschliste. Gebürtig stammt Nadine Kempf aus Wertheim am Main und ist dort mit zwei Geschwistern in einer großen Familie aufgewachsen. Ihr Theologiestudium absolvierte sie zunächst in Heidelberg, dann in Leipzig und Münster. Bereits im Studium legte sie einen Schwerpunkt auf die Praktische Theologie, und so kann sie heute sagen, dass der seelsorgerliche Gedanke für ihre Tätigkeit von großer Bedeutung ist. Auch freut sich Nadine Kempf neben Konfi-Arbeit, Schule, Gottesdiensten und vielem anderen auf die Zusammenarbeit mit den Kindertageseinrichtungen: „Besuche im Kindergarten zu bestimmten Festen, Feierlichkeiten oder einfach, aus einem Buch vorzulesen, das sind Themen, die mich begeistern; zudem entsteht auf diese Weise ein Kontakt zur Gemeinde aus einem anderen Blickwinkel heraus“.

Gemeinsame Gestaltung des Gemeindelebens

Ihre Auffassung von der Arbeit als Pfarrerin ist geprägt vom Gedanken einer gemeinsamen Gestaltung des Gemeindelebens, weg vom klassischen Kirchturmdenken hin zur gemeinschaftlichen Betreuung der ehemaligen Melanchthon- und Erlöserpfarrei und der Luther- und Pauluspfarrei. Mit zwei Pfarrstellen sei es gut möglich, Kasualien wie beispielsweise Beerdigungen, Taufen sowie Gottesdienste personell flexibel zu gestalten. So war dies mit ein Grund für die Entscheidung, den Probedienst in Lahr anzutreten, da die Zusammenschlüsse in Lahr zu Dienstgruppen ihrem Profil entsprechen: „Die Arbeit in Dienstgruppen ist für mich eine neue Erfahrung und begeistert mich. Außerdem hat es mir hier auf Anhieb gut gefallen. Dazu kommt, dass mich die Renovierung der Gebäude und deren Ausstattung motivieren, vielfältig und kreativ zu arbeiten.“

Auch die Zusammenarbeit mit dem künftigen Diakon beim Konfirmandenunterricht und der Jugendarbeit gehört zu ihren Aufgaben als Pfarrerin im Probedienst in der Auferstehungsgemeinde, ebenso der Religionsunterricht in der Grundschule Kippenheimweiler. Einen ersten Gottesdienst hat sie bereits gehalten und ihr erstes Taufgespräch geführt. Pandemiebedingt hat sie vor allem Erfahrungen in 30-minütigen Kurzgottesdiensten sammeln können. Klassische Sonntagsgottesdienste kennt sie aber gut aus „Vor-Corona-Zeiten“. Dennoch erklärt sie, die Begleitung von Menschen hänge nicht an der Länge der Gottesdienste: „Wir können auch in einer kürzeren Liturgie und einer knackigen Predigt Menschen ansprechen und erreichen.“

Glauben auf vielfältige Weise leben

Die virtuellen Gottesdienste und andere Angebote der Kirche während des Lockdowns seien, so Kempf, nicht zu unterschätzen. Sie haben gezeigt, auf welch vielfältige Weise Kirche und Glaube gelebt werden können: „Ich denke, es ist wichtig, zukünftig zu überlegen: Welche Formate, die wir aus der Pandemiezeit gewonnen haben, wollen wir behalten und welche nicht.“ Nach ihrem ganz persönlichen Wunsch gefragt, sagt sie, dass sie sich für die Menschen ein stärkeres „Mit-Einander“ erhofft, unabhängig von Bildung, Geschlecht, sexueller Orientierung, Hautfarbe, Religion und Kultur.: „Ich als Christin versuche nach christlichen Werten zu leben, und hierzu zählen unter anderem Offenheit und Toleranz. Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass wir uns als Menschen wertschätzen, fair behandeln und einander nicht schaden. Unabhängig davon, an was wir glauben oder nicht.“, stellt sie fest. Nun freut sich Nadine Kempf auf die Begegnungen in der Gemeinde, Gespräche und das gegenseitige Kennenlernen. Bei der Einführung am 10. Oktober mit Dekan Rainer Becker und Pfarrer Raimund Fiehn erhält die Gemeinde hierzu Gelegenheit.

Info zur Person: Nadine Kempf, Jahrgang 1992, aus Wertheim am Main, 2011 Studium der Theologie in Heidelberg, Leipzig und Münster, 2019 erstes Staatsexamen, September 2019 bis August 2021 Lehrvikariat in Lichtenau, seit 1. September 2021 Pfarrerin im Probedienst in der Auferstehungsgemeinde Lahr

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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