Projekt der evangelischen Landesskirche
Andreas Bordne ist Betriebsseelsorger

Andreas Bordne ist Wirtschafts- und Sozialpfarrer und als Betriebsseelsorger unter anderem bei Grohe in Lahr und Edeka in Offenburg tätig.
  • Andreas Bordne ist Wirtschafts- und Sozialpfarrer und als Betriebsseelsorger unter anderem bei Grohe in Lahr und Edeka in Offenburg tätig.
  • Foto: Andreas Bordne
  • hochgeladen von Daniela Santo

Lahr/Offenburg (st). Die Evangelische Landeskirche in Baden hat im Rahmen eines Projekts beschlossen, Wirtschafts- und Sozialpfarrer Andreas Bordne als Betriebsseelsorger für die Region zwischen Lörrach und Offenburg einzusetzen. Trägerin ist der kirchliche Dienst in der Arbeitswelt der Evangelischen Landeskirche in Baden, der sich zum Ziel gemacht hat, Menschen in der Arbeitswelt aus christlicher Motivation heraus zu begleiten. Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt.

Grohe und Edeka 

Seinen Dienst hat Pfarrer Bordne im vergangenen Jahr im Oktober angetreten und kann auf einige bewegte Monate in seinem neuen Arbeitsfeld blicken. Im Bereich der evangelischen Kirche ist es in der Region ein neues Angebot, im angelsächsischen Raum beispielsweise hat die Betriebsseelsorge, bekannt als Workplace Chaplaincy, eine lange Tradition. Auch im Raum Stuttgart oder in Bayern ist die Betriebsseelsorge schon seit einigen Jahren fester Bestandteil des kirchlichen Angebots. Zuvor hatte Andreas Bordne bereits eine halbe Stelle beim kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt und eine weitere bei der evangelischen Erwachsenenbildung. Die Firma Grohe in Lahr war der erste Betrieb, der das Angebot wahrgenommen hat, inzwischen nimmt auch Edeka Offenburg daran teil sowie das mittelständische Speditionsunternehmen Klotz in Freiburg.

Präsenzzeiten

Es gibt, so Andreas Bordne, Präsenzzeiten in den Betrieben, wo er an festen Tagen zu festen Uhrzeiten Ansprechpartner für die Arbeitnehmerschaft ist. „Ich gehe durch die Produktion, durch die Verwaltung, beschäftige mich mit der Arbeitswelt vor Ort; die Menschen bewerten meine Anwesenheit positiv, sind offen, manche auch überrascht über die seelsorgerliche Zuwendung“, stellt Bordne fest. So ergeben sich durchaus kurze, spontane Gespräche, es können genauso Termine für Einzelgespräche zu den verschiedensten Themen wie Stress und Arbeit im Beruf, Konflikte am Arbeitsplatz wie auch Belastungen in Familie oder Partnerschaft oder im Freundes- oder Kollegenkreis. Im Mittelpunkt der offenen Angebote steht der Mensch, die Gespräche sind vertraulich, die Konfessionen sind dabei unwesentlich. Seine Erfahrung mit muslimischen Mitarbeitenden habe gezeigt, dass diese dankbar sind, dass Religion in der säkularen Welt und im Berufsleben eine Rolle spiele.

Zustimmung

Wichtig hierbei, so Bordne, sei die Voraussetzung, dass das Angebot von beiden Seiten gewünscht ist, von Arbeitgebern und Arbeitnehmern und, wenn ein Betriebsrat vorhanden ist, wird dessen Zustimmung benötigt: „Für die Mitarbeiter ist es äußerst wichtig, dass die Geschäftsführung nach außen zeigt, dass sie hinter dem Projekt steht.“ Immer wieder werden kleinere Events veranstaltet, beispielsweise ein Krippenbau in der Adventszeit, die geplante Teilnahme an der Kletterkirche und die Zusammenarbeit mit dem Kirchenbezirk und Gemeinden sowie mit der Evangelischen Arbeitnehmerschaft Lahr, wo gemeinsame Gottesdienste wie beispielsweise am Buß- und Bettag am 20. November gefeiert werden sollen.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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