Vortrag mit Heinrich Schwendemann
Spannende Geschichte der Hohkönigsburg

Die Hohkönigsburg auf einer zeitgenössischen Abbildung.  | Foto: Quelle: Der Renchtäler, Ausgabe vom 16. Mai 1908
  • Die Hohkönigsburg auf einer zeitgenössischen Abbildung.
  • Foto: Quelle: Der Renchtäler, Ausgabe vom 16. Mai 1908
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Oberkirch/Freiburg (st). Heinrich Schwendemann berichtet in einem Vortrag über die spannende Geschichte der Hohkönigsburg. Der Vortrag findet am Donnerstag, 27. Oktober, um 19 Uhr, im Veranstaltungsraum der Oberkircher Mediathek statt. Der Eintritt ist frei. Es wird um einen Beitrag zur Deckung der Kosten gebeten. Anmeldungen werden unter kultur@oberkirch.de oder Telefon 07802/82245 erbeten.

1899 machte der Stadtrat von Schlettstadt die Hohkönigsburg, die größte Burgruine im Elsass, Kaiser Wilhelm II. zum Geschenk, der sich daraufhin für einen Wiederaufbau entschied. Die Rekonstruktion der Burg zwischen 1901 und 1908 unter Leitung des Architekten Bodo Ebhardt war eines der umstrittensten Bauprojekte der wilhelminischen Ära und wurde zum Politikum. Der Wiederaufbau wurde sowohl von Befürwortern als auch von Gegnern, insbesondere der elsässischen Bevölkerung, als preußisch-deutsches Machtsymbol im 1871 annektierten Reichsland Elsaß-Lothringen gesehen.

Der Freiburger Historiker Heinrich Schwendemann wird in seinem Vortrag die wechselvolle Baugeschichte der Hohkönigsburg vom Mittelalter bis hin zum national-dynastischen Denkmal des wilhelminischen Kaiserreichs darstellen. Heute ist die Burg mit über einer halben Million Besuchern im Jahr neben dem Straßburger Münster wohl das bekannteste historische Bauwerk des Elsass und ein von der dortigen Bevölkerung geradezu mit Stolz akzeptierter elsässischer Erinnerungsort geworden.

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