Körperliche und seelische Gesundheit stehen im Fokus
Präventionsnetzwerk Ortenaukeis zertifiziert die Wolftalschule in Oberwolfach

Manuela Tisch (links) überreichte im Beisein vom Bürgermeister Matthias Bauernfeind (vierter v. l.) die Zertifizierungsurkunden an die Schulleiterin Lydia Seyffert (dritte v. l.) und das Kollegium.
  • Manuela Tisch (links) überreichte im Beisein vom Bürgermeister Matthias Bauernfeind (vierter v. l.) die Zertifizierungsurkunden an die Schulleiterin Lydia Seyffert (dritte v. l.) und das Kollegium.
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Oberwolfach (bos). Prävention und Gesundheitsförderung spielen bei den Bildungseinrichtungen in der Ortenau eine immer größere Rolle. Das zeigen auch die Zahlen: Über 40 Kindertageseinrichtungen, 17 Schulen und ein Hort nehmen an dem Projektangebot "Gesundheitsförderung als Schul- oder Organisationsentwicklung" des Präventionsnetzwerkes Ortenaukreis (PNO) teil. In der Raumschaft Haslach sind es sechs Bildungseinrichtungen, die das Angebot wahrnehmen.

Ziel ist eine Förderung von Drei- bis Zehnjährigen und deren Familien in den Bereichen der körperlichen und seelischen Gesundheit sowie der sozialen Teilhabe. Wieviel das Projekt bringt, erklärte die Schulleiterin der Oberwolfacher Wolftalschule, Lydia Seyffert, am vergangenen Montag. Eineinhalb Jahre hat die Schule an dem Praxisforschungsprojekt teilgenommen, nun wurde sie mit dem Zertifikat "Gesundheitsförderliche Einrichtung des Präventionsnetzwerkes Ortenaukreis" ausgezeichnet. Das Thema "Resilienz" bildete dabei einen Schwerpunkt. Dass eine starke Psyche wichtig ist, machte Seyffert gleich zu Beginn deutlich: "Man könnte das Wolftal eine heile Welt nennen", erklärte sie. Beschwerden über respektlose Schüler und Streitigkeiten in den sozialen Netzwerken würde es aber auch hier in Oberwolfach geben. "Wir brauchen ein waches Auge. Mitgefühl und eine Förderung des Miteinanders sind nicht nur Aufgaben der Eltern. Sie sind im Bildungsplan 2016 verankert und somit auch Sache der Schulen."

Dank der Fortbildung finden in Oberwolfach nun sogenannte Resilienzstunden in den Klassen eins bis vier statt, um so die seelische Widerstandskraft zu stärken. "Das Angebot wird sehr gut angenommen. Das Kollegium steht voll dahinter", berichtete Seyffert. "Man muss die Probleme angehen, bevor sie entstehen können. Nicht erst im Nachhi-nein." Dem pflichtete auch Oberwolfachs Bürgermeister Matthias Bauernfeind bei: "Ich denke, die körperliche und seelische Gesundheit sind Bereiche, die manchmal zu kurz kommen und nicht beachtet werden. Mit dem Zertifikat und der Fortbildung hat man die Möglichkeit, ganz andere Einblicke auf die Kinder und Familien zu nehmen. Es freut mich, dass beide Bildungseinrichtungen am Ort beim Präventionsnetzwerk mitmachen", erklärte er während seiner Dankesrede im Hinblick auf den St. Josefkindergarten, der auch an dem Praxisforschungsprojekt teilgenommen hat. Nach einer vierjährigen Laufzeit wird es dieses Jahr zum Abschluss kommen. Das bedeutet jedoch nicht das Ende. Denn der Kreistag hat beschlossen, das bisherige Projektangebot in ein dauerhaftes übergehen zu lassen, so dass es weiterbesteht. "Dadurch haben Schulen weiterhin die Möglichkeit, an dem kostenfreien Angebot teilzunehmen", berichtete Manuela Tisch, regionale Präventionsbeauftragte des Landratsamts Ortenaukreis für die Raumschaft Haslach. "Wir gehen dahin, wo die Kinder tagtäglich sind, wo sie leben, lernen, spielen. Das sind Kindertageseinrichtungen und Schulen. Je früher man beginnt, desto besser, damit sich ein ungesundes Verhalten so wenig wie möglich einschleicht." Kriterien für eine Teilnahme gebe es eigentlich nicht. "Allerdings solle sich die Mehrheit des Kollegiums dafür aussprechen. Wir setzten eine Quote von 75 Prozent an." Weitere Informationen gibt es unter www.pno-ortenau.de.

Autor:

Laura Bosselmann aus Ausgabe Schwarzwald

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