Breitband Ortenau
Netzbetrieb ausgeschrieben

Ortenau (st). Die Breitband Ortenau hat den Betrieb des kommunalen Breitbandnetzes im Ortenaukreis ausgeschrieben. Bis Anfang Februar haben nun interessierte Netzbetreiber die Möglichkeit, sich zu bewerben. Das ausgewählte Unternehmen kann seine Technik auf den schon errichteten passiven Glasfasertrassen aufbauen. Ziel der gemeinsam vom Landkreis und 47 Kommunen betriebenen Gesellschaft ist es, die Region flächendeckend mit schnellem Internet zu versorgen. Die für den Betrieb erforderliche Infrastruktur, das heißt das kreisweite, ortsverbindende Backbonenetz und die Ortsnetze, baut die Breitband Ortenau mit Unterstützung durch Landes- und Bundesfördermittel kontinuierlich aus.

Abschluss im Frühjahr

„Interessierte Betreiber müssen zunächst ihre Eignung nachweisen und ein erstes unverbindliches Angebot für den Netzbetrieb im Kreis abgeben“, erläutert Peter Lassahn, Geschäftsführer der Breitband Ortenau, das Ausschreibungsverfahren. Darauf folgen die Runde der Bietergespräche und die Aufforderung zur Abgabe der finalen Angebote. Im Frühjahr solle das gesamte Verfahren abgeschlossen sein.

Zeit und Geld sparen

„Wir möchten Bewerber motivieren, ihre Netzstrukturen, die noch nicht ausgelastet sind, in das kommunale Netz einzubringen. So können wir Doppelstrukturen vermeiden und zusätzlich Zeit und Geld sparen“, so Lassahn. Bei der Bewertung der finalen Angebote werden Aspekte wie die angebotenen Pachtpreise oder auch die Endkundenpreise berücksichtigt. Zudem wirke es sich positiv aus, wenn ein Bieter selbst Netzstrukturen für das kommunale Netz zur Verfügung stellt, so der Breitbandexperte.
Alle Vergabedetails sind im EU-Amtsblatt 2019/S 245-604416 unter www.dtvp.de unter dem Suchwort CXP4YMEDMHQ abrufbar.

Fördermittel

Parallel zur Netzbetriebsausschreibung geht der Ausbau des kommunalen Netzes weiter – nun zusätzlich zu den Landesfördermitteln auch mit Subventionen des Bundes. Nachdem der Bund sein Förderprogramm für den Breitbandausbau im November 2019 erwartungsgemäß verlängert hat, werden durch die Breitband Ortenau nun verstärkt Förderanträge beim Bund gestellt. Das Land finanziert bei diesem Förderansatz mit und hat dazu sein Mittelbudget für die kommenden beiden Jahre deutlich erhöht. Dieses wird auch dem Ortenaukreis zu Gute kommen, denn die glasfaserbasierte Netzerrichtung für die noch unterversorgten rund 10.000 Wohn- und Gewerbegebäude ist kostenintensiv, da es sich hier eher um Ortsrandlagen und Seitentallagen mit langen Zubringertrassen handelt.

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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