IHK-Standortumfrage
Betriebe sehen solide Basis, aber wachsende Hürden
- Der Wirtschaftsstandort Südwesten, das Bild zeigt einen Blick aus dem Rebland in die Rheinebene, wird von den Untenehmen als gut bewertet, aber es gibt Schwachstellen.
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Ortenau Der neue IHK-Standortmonitor der drei Industrie- und Handelskammern (IHK) im Regierungsbezirk Freiburg zeigt, wie die Stimmung in der Wirtschaft im Südwesten ist. 1.724 Betriebe haben von Mai bis September 2025 an der Standortumfrage teilgenommen. Sie stammen aus den IHK-Bezirken Schwarzwald-Baar-Heuberg, Südlicher Oberrhein und Hochrhein-Bodensee. Darunter befinden sich 345 Unternehmen aus der Ortenau.
Die Betriebe bewerten 41 Standortfaktoren, die in fünf Handlungsfeldern zusammengefasst wurden: Verkehr und Infrastruktur, Kosten und Fläche, Arbeitskräfte und Qualifizierung, Wirtschaftsförderung und Verwaltung sowie Lebensqualität. Bettina Schuler-Kargoll, Vizepräsidentin der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, betonte, dass 479 mehr Betriebe teilgenommen haben als im Jahr 2023.
"Licht und Schatten"
Die Ergebnisse zeigen: "Es gibt Licht und Schatten", so Schuler-Kargoll. Durchweg gute Werte zeigen sich in den Bereichen Lebens- und Aufenthaltsqualität. Kritisch gesehen wird die Verfügbarkeit von Flächen, die Höhe der Energiekosten oder die Dauer von Genehmigungen. Die Zufriedenheit mit dem Wirtschaftsstandort im Südwesten bleibt mit einem Wert von 2,87 konstant. Die Teilnehmer hatten Schulnoten von eins (sehr gut) bis fünf (sehr schlecht) vergeben. Die Zukunftsfähigkeit des Standorts wird mit der Note 2,71 bewertet.
Die Werte der Ortenau sind fast immer identisch mit dem allgemeinen Durchschnitt. Bei der verkehrlichen Anbindung bewerten die Unternehmen die Lage im Landkreis geringfügig besser als der Durchschnitt. Ein Beispiel: Während im gesamten Regierungsbezirk der Wert bei der Anbindung an den Schienenfernverkehr bei 3,07 liegt, vergeben die Ortenauer Unternehmen eine Note von 2,73.
Die Zufriedenheit mit der Höhe der Gewerbesteuer liegt im gesamten Bezirk bei 3,38, in der Ortenau bei 3,26. Wenn es um die Verfügbarkeit von Wohnraum geht, zeigt sich die Ortenau mit einer Note von 3,77 etwas optimistischer als der Durchschnitt von 3,88. Aber: "Die Unzufriedenheit mit dem Angebot an bezahlbarem Wohnraum ist groß", betont Eberhard Liebherr, Präsident der IHK Südbaden. Zudem erschwert dies die Gewinnung von Fachkräften. Diese werden nach wie vor gesucht, vor allem wenn sie eine Berufsausbildung mitbringen. Als großen Standortvorteil sieht Liebherr die hohe Lebensqualität im Südwesten. Doch der Mangel an bezahlbarem Wohnraum könnte diesen zunichtemachen.
Kritik kommt von den Unternehmen bei der Dauer der Genehmigungsverfahren. Verbunden wird dies mit der Forderung an die Verwaltungen, die Digitalisierung voranzutreiben, um schneller zu werden. 1.724 Unternehmen haben an der Standortumfrage im Regierungsbezirk Freiburg teilgenommen








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