Lehrgang
Neue Dan-Graduierungen für Mitglieder des Iaidôkai Offenburg
- John Görmann (l.), Ryûichirô Nakamura-Sensei (3. v. l.) und Motomu Tanaka-Sensei (5. v. l.) mit den erfolgreichen Prüflingen des Offenburger Iaidô-Dôjô.
- Foto: Iaidôkai Offenburg
- hochgeladen von Matthias Kerber
Renchen/Offenburg (st) Japan erfreut sich als Reisedomizil immer größerer Beliebtheit. »Tradition trifft auf Moderne« – Unter diesem Motto erkunden immer mehr Europäer das Land der aufgehenden Sonne. Seit knapp 25 Jahren besteht im Iaidôkai Offenburg die Möglichkeit eine Tradition des alten Japan kennenzulernen. Der Iaidôkai widmet seine Aktivitäten der Erlernung und Pflege der japanischen Schwertkampfkunst »Iaidô«. Das Dôjô wurde von Trainingsleiter John Görmann (7. Dan Kyôshi) im Januar 2002 gegründet. Im kommenden Jahr feiert der Verein sein 25- jähriges Bestehen, heißt es in einer Pressenotiz des Vereins.
Iaidô blickt auf eine 450-jährige Tradition zurück. Nach dem Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen entdeckten die Samurai neben anderen klassischen Zen-Künsten wie Kalligraphie und Teezeremonie auch das Schwerttraining als Möglichkeit zur geistigen Ertüchtigung. Eine friedliebende Geisteshaltung und die volle Konzentration auf den Einklang von Schwert, Körper und Geist prägen diese faszinierende Kampfkunstdisziplin bis heute.
Zum Jahreshauptlehrgang in Kassel waren die japanischen Meister Motomu Tanaka-Sensei (9. Dan Hanshi) und Ryûichirô Nakamura-Sensei (8. Dan) nach Deutschland gekommen, um gemeinsam mit dem Vorstand des Europa-Verbandes Patrick Fehr-Sensei (8. Dan Junhanshi) das zweitägige Treffen auszurichten. Rund 50 Iaidôka waren zu dieser Zusammenkunft angereist.
John Görmann in Prüfungskommisssion
Nach dem Training am Sonntag erfolgte beim sogenannten »Enbu« eine Iaidô-Vorführung, bei der alle Teilnehmer mehrere Kata zeigten. In diesen festgelegten Abläufen wird der Schwertkampf gegen einen imaginären Gegner simuliert. Im Anschluss fanden die Kyû- und Dan-Prüfungen statt. Zur Prüfungskommission gehörten neben Tanaka-Sensei, Nakamura- Sensei und Fehr-Sensei auch Friedemann Röhlig vom Iaidô-Dôjô Karlsruhe und John Görmann vom Iaidôkai Offenburg.
Fünf Dôjô-Mitglieder stellten sich den Prüfungen zur nächsthöheren Graduierung. Daniela Streif trat zum 3. Kyû und Jenny Göpel zum 1. Kyû an. Grégoire Ollivier wurde in den vergangenen Monaten von Trainingsleiter Görmann auf die Prüfung zum 1. Dan, Kai Gutenkunst zum 2. Dan und Andrzej Jusyn zum 4. Dan vorbereitet. Alle Prüflinge konnten sich am frühen Abend über ihre erfolgreich bestandenen Prüfungen freuen. Damit gibt es im Iaidôkai Offenburg bereits vier Dan-Träger. Beim Herbstlehrgang im eigenen Dôjô legte Marius Singler die Prüfung zum 1. Kyû ab.




Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.