Kriminalstatistik mit außergewöhnlichen Zahlen
Verstärkte Polizeipräsenz in Rust

Präsentierten die Zahlen 2018 (v. l.): Bürgermeister Kai-Achim Klare, 
Joachim Ohnemus, Polizei Lahr, sowie der Leiter des Polizeipostens Rust Martin Baumann
  • Präsentierten die Zahlen 2018 (v. l.): Bürgermeister Kai-Achim Klare, 
    Joachim Ohnemus, Polizei Lahr, sowie der Leiter des Polizeipostens Rust Martin Baumann
  • Foto: krö
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Rust (krö). Der Polizeiposten in Rust ist zwar dem Polizeirevier Lahr zugeordnet, das seine Kriminalstatistik bereits vergangene Woche vorgestellt hat (wir berichteten). Warum die Ruster Kriminalstatistik 2018 dennoch gesondert präsentiert wurde, erläuterten Martin Baumann, Leiter des Polizeipostens Rust, Joachim Ohnemus, Polizeistelle Lahr, im Beisein von Bürgermeister Kai Achim Klare bei einem Pressegespräch.

Interessant und außergewöhnlich

Zäumt man das Pferd von hinten auf, so hat sich die Aufklärungsquote mit nun 92,7 Prozent seit 2014 stetig verbessert und liegt im Vergleich deutlich an der Spitze, nicht nur mit den Städten und Gemeinden in der Umgebung, sondern auch im Land. Baumann führte dies vor allem auf die Einrichtung des Polizeipostens, der mittlerweile acht Personen umfasst, zurück und der daraus resultierenden ständigen Kontrolle und Präsenz. „Die Zahlen sind sowohl interessant als auch außergewöhnlich“, so Ohnemus und Baumann. So haben die Straftaten mit 1.528 Delikten – davon fallen alleine 1.387 auf den Europa -Park – mehr als deutlich zugenommen. 1.226 dieser Straftaten waren Rauschgiftdelikte. Für Rust mittlerweile ein Massendelikt. „Dies fördert vor allem die Eingangskontrolle im Europa-Park zutage“, so Baumann. Roheitsdelikte sowie strafrelevante Körperverletzungen hielten sich angesichts der hohen Besucherzahl im Europa-Park von täglich mehreren 10.000 in Grenzen. Bei allen Diebstahldelikten konnte man sich über rückläufige Zahlen freuen, wobei beim Ladendiebstahl die Dunkelziffer relativ hoch sein dürfte. Erfreulich ist der Rückgang bei den Taschendiebstählen; trotz steigender Besucherzahlen des Parks. Von den Diebstählen besonders betroffen war die "Rulantica"-Baustelle, hier wurden Baumaterialien entwendet.

Was das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung betrifft, stehen die Wohnungseinbrüche als Indikator an erster Stelle. „Hier koppelt sich Rust eindeutig im positiven Sinne vom Umfeld ab“, so Baumann. Eine deutliche Reduzierung von elf Delikten in 2017 zu nur vier in 2018 belegt die Aussage. Auch die Straßenkriminalität als weiterer Indikator verzeichnet rückläufige Zahlen. Dagegen sind die Straftaten bei Betrug, Vermögens- und Fälschungsdelikten angestiegen. Hierbei handelt es sich vor allem um das Erschleichen von Leistungen und Falschgelddelikte.

Bombendrohung aus Jux

Einen außergewöhnlichen Einsatz verzeichnete der Polizeiposten Rust mit der Androhung eines Bombenattentats, das sich nach Ergreifen des Tatverdächtigen als Jux herausstellte, aber einen erheblichen Einsatz erforderte. Des Weiteren beschäftigt eine Serie von Graffiti-Schäden an etwa zehn Gebäuden im Ort die Polizei. 500 Euro Belohnung hat man zur Ergreifung der Täter ausgelobt. Zufrieden hingegen war man mit dem friedlichen Verlauf der Dorffeste. Bürgermeister Klare bedankte sich für die gute Arbeit der Polizei. „Rust fällt mit dem Europa-Park etwas aus dem Rahmen und es ist daher wichtig, das statistische Zahlenmaterial zu erläutern, zu relativieren und ins rechte Licht zu setzen. Die Bevölkerung kann sich sicher fühlen, dies belegt die Statistik", betonte der Bürgermeister.  Um die Polizeipräsenz weiter zu erhöhen, ist sowohl eine Aufstockung des Personals im Polizeiposten als auch eine bauliche Veränderung in Planung.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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