Neuaufstellung der Tourismuskonzeption
Guido Wolf spricht von großen Herausforderungen

Sasbachwalden (st). Die erste von fünf Regionalkonferenzen im Zuge der Neuaufstellung der Tourismuskonzeption Baden-Württemberg fand in Sasbachwalden statt. Tourismusminister Guido Wolf: „Der Tourismus in Baden-Württemberg steht vor großen Herausforderungen und Chancen, die wir mit der neuen Tourismuskonzeption des Landes gestalten wollen.“ Die Landesregierung erarbeitet bis Mitte 2019 eine neue Tourismuskonzeption für Baden-Württemberg. Dies geschieht in einem fast eineinhalbjährigen Dialogprozess mit allen touristischen Akteuren des Landes. Teil dieses Dialogprozesses sind auch fünf Regionalkonferenzen mit den touristischen Akteuren vor Ort. Den Auftakt bildete die Konferenz für die Tourismusregion Schwarzwald  im Kurhaus „Zum Alde Gott“ in Sasbachwalden.

Echte Erfolgsgeschichte

Tourismusminister Guido Wolf sagte: „Tourismus und Baden-Württemberg – das ist in den vergangenen Jahren eine echte Erfolgsgeschichte. 2017 war für den Tourismus im Land das siebte Rekordjahr in Folge. Im vergangenen Jahr haben wir fast 53 Millionen Übernachtungen im Land verzeichnet. In den vergangenen sieben Jahren konnten wir uns stets über einen Anstieg der Gästezahlen freuen. Und nach allem, was wir bisher wissen, werden wir 2018 mit einem neuen Allzeitrekord abschließen. Darauf können und dürfen wir uns aber nicht ausruhen. Der Tourismus steht vor großen Herausforderungen und Chancen, die wir mit der neuen Konzeption gestalten wollen. Ich denke da zum Beispiel an die Digitalisierung, an den demographischen Wandel oder an das wachsende Interesse der Gäste an nachhaltigem Tourismus und Urlaubsangeboten.“

Minister Wolf weiter: „Bei der Erarbeitung der Tourismuskonzeption ist bereits der
Weg hin zur Neuaufstellung ein wichtiger Teil des Ziels. Denn wir bringen alle Beteiligten
zusammen und entwickeln im Dialog gemeinsam eine Strategie für einen
zukunftsfähigen Tourismus. Von den fünf Regionalkonferenzen werden wichtige
Impulse ausgehen, die dann anschließend in gemeinsamen Sitzungen der Projektgruppe
und des Ressortgremiums Tourismuskonzeption weiterverfolgt werden.“


„Projektgruppe Tourismuskonzeption“

Bei der gesamten Erarbeitung der Konzeption ist die „Projektgruppe Tourismuskonzeption“
wichtiger Impulsgeber. Eingebunden sind hierbei beispielsweise Vertreter des Dehoga Baden-Württemberg, der IHK sowie von
Gemeinde-, Städte und Landkreistag. Vertreter der Dachorganisationen
des Tourismusmarketings auf Landes- und Regionalebene (Schwarzwald,
Bodensee-Oberschwaben/Württembergisches Allgäu, Schwäbische Alb,
Tourismusregionen des nördlichen Baden-Württembergs und Region Stuttgart)
sind ebenso Teil dieser Projektgruppe. Vertreten sind zudem unter anderem der
Heilbäderverband Baden-Württemberg e.V. (HBV), die Landesarbeitsgemeinschaft
„Urlaub auf dem Bauernhof“, der Campingverband Baden-Württemberg sowie
die Biosphärengebiete, die Naturparke und der Nationalpark des Landes.
Im „Ressortgremium Tourismuskonzeption“ treffen sich Vertreterinnen und Vertreter
der Ministerien, um den Prozess ressortübergreifend zu steuern. Der beim Ministerium
der Justiz und für Europa angesiedelte Tourismusbeirat ist ebenfalls in
die Weiterentwicklung der Tourismuskonzeption eingebunden. Ergänzend bietet
die Dialogplattform des Tourismusnetzwerks Baden-Württemberg eine digitale
Beteiligungsmöglichkeit für alle interessierten touristischen Akteure des Landes.
Dieses Beteiligungsverfahren läuft während des gesamten Erarbeitungsprozesses
der Konzeption.

Hintergrund:

Die Weiterentwicklung der Tourismuskonzeption Baden-Württemberg ist einer der
Handlungsschwerpunkte der Tourismuspolitik im Koalitionsvertrag zur 16. Legislaturperiode.
Die aus dem Jahr 2009 stammende Tourismuskonzeption des Landes
wird derzeit in einem zirka eineinhalb jährigen Fortschreibungsprozess neu erarbeitet
und soll als strategische Grundlage für die Tourismuspolitik des nächsten
Jahrzehnts dienen. Nach einer umfassenden Analysephase im ersten Halbjahr
2018 schließt sich nunmehr die konkrete Ausarbeitung in einem breit angelegten
Diskussionsprozess unter Einbindung der touristischen Akteure im Land an. Der
Prozess beinhaltet neben Themenworkshops insgesamt fünf Regionalkonferenzen,
um die Eckpfeiler der Konzeption sowie die Handlungsfelder mit regionalen
Akteurinnen und Akteuren zu erörtern. Die weiteren Regionalkonferenzen sind für
die Region Stuttgart am 15. Oktober in Waiblingen, für die Tourismusregionen im
Norden Baden-Württembergs am 16. Oktober in Neckarsulm, für die Region Bodensee/
Oberschwaben und das Württembergische Allgäu am 22. Oktober 2018
in Bad Waldsee und am 23. Oktober 2018 in Blaubeuren für die Schwäbische Alb.
Die Tourismusregion Schwarzwald (nördlicher, mittlerer und südlicher Schwarzwald)
verzeichnete im Jahr 2017 laut amtlicher Statistik 8,31 Millionen Ankünfte
(ein Plus von 2,4 Prozent) und 21,68 Millionen Übernachtungen (+0,7 Prozent).
Von den Gesamtübernachtungen entfielen rund 25 Prozent auf ausländische
Gäste. Im ersten Halbjahr 2018 erhöhten sich im Schwarzwald die Übernachtungen
um 3,1 Prozent und die Ankünfte um 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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