Angedacht: Renate Schmidt
Wer Jesus nachfolgt, wird Jünger und jünger

Renate Schmidt

Achtung, ein Wortspiel: Jünger nannte man die Freunde Jesu, sie lernten wie Schüler von ihm. Aber wer Jesus nachfolgt, der wird auch immer jünger im Herzen, denn er lebt ja an der Quelle.

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Christsein ist nicht, zumindest zuerst: Ich halte mich an Regeln; ich bemühe mich, meinen Nächsten zu lieben und das Klima zu schützen. Das auch. Aber zuerst ist es: Ich folge Jesus nach.

Das setzt voraus, dass er Realität ist. Wie finde ich das heraus? Indem ich ihm nachfolge... Frage: „Woher wissen Sie, dass er lebt?“ Antwort: „Ich habe heute Morgen noch mit ihm gesprochen!“ Zugegeben: Es ist kein Gespräch wie mit meiner Freundin – ich rede, sie antwortet, und umgekehrt. Es ist schon mühsamer. Wäre es so einfach, wäre ich ferngesteuert. Nein, es geht um Eindrücke, und ich bin frei, zu tun, was er sagt – oder es auch nicht zutun.

Jüngersein ist eine spannende Sache! Ich höre Gott vor allem, wenn ich still bin, wenn ich herunterfahre. Gerade beim Lockdown in den vergangenen Monaten habe ich eine Menge über mich gelernt. Ich habe gestaunt, was man mit 62 Jahren noch lernen kann! Jüngersein ist wirklich nicht langweilig! Ich werde Jünger: Christsein ist kein Sein, sondern ein Werden. Fertig bin ich nie. Und ich werde jünger: Ich kann staunen wie ein Kind, mich freuen und genießen. Ich lerne Vertrauen – ja, ich lerne immer noch, Sicherheiten aufzugeben und Tag für Tag ihm zu vertrauen, dass er mich heute versorgt, dass ich nicht wissen muss, ob meine Knie weiterhin mitmachen, meine Sorgen wegzuwerfen mit ihm und im Heute zu leben.

„Wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein…“ (Psalm 92,15). Die Knie knirschen, die Ohren hören schlechter, aber das Herz ist jung. Eine 87-jährige Bekannte sagt manchmal: „Ich bin so gespannt, was Gott noch mit mir vorhat“ – und sie strahlt. Recht hat sie! Gott hat was vor mit uns, hier auf der Erde – und dann im Himmel. Auch da gibt es wieder Aufgaben, davon bin ich überzeugt. „Könige und Priester“ werden die Jünger Jesu genannt.

Auch im Himmel wird es nicht langweilig. Wie seltsam wäre das denn: bei dem Gott, der dieses geniale, riesige, höchst lebendige Universum schuf?!

Für Jünger Jesu gilt: Ich bin nicht alt, ich bin nur länger jung als andere.
Pfarrerin Renate Schmidt, evangelische Gemeinden Willstätt und Hesselhurst

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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