Ausflugstipp
„Es prickelt wie ein Sektbad“

Blick in das Museum
Blick in das Museum (Foto: Jürgen Tille-Koch)

Ein faszinierendes Stück badischer Geschichte bietet das Museum der Heilbadgeschichte in den Räumen des Gesundheitshotels "Das Bad Peterstal". Konzeption und Inhalt des Museums stammen von Dr. Bernhard Huber, dem ehemaligen Chefarzt des früheren Fachkrankenhauses.

Museum der Heilbadgeschichte

Anhand aufwändiger Reproduktionen historischer Stiche und alter Badeordnungen lässt sich hier anschaulich die Entwicklung des Heilbades und Ortes von seiner Entstehung über seine Entwicklung zum "Welschen Bad" bis zum bekannten Kurort der heutigen Zeit mit der Präsentation seiner fünf Heilquellen nachvollziehen. Geschichtsträchtige Namen wie Sophie, der Großherzogin von Baden, Großherzog Leopold, Großherzog Karl Friedrich von Baden und viele andere mehr finden sich in der liebevoll und professionell zusammengestellten Ausstellung wieder.

Eines der zahlreich ausgestellten Schriftstücke weist nach, dass auch Zar Alexander häufiger das Wasser der qualitativ hochwertigen Quellen aufgesucht hat. Die kunstvoll präsentierten Zugänge zu Bernhardsquelle, Salzquelle, Robertsquelle, Sophienquelle und Petersquelle laden nicht nur die Museumsbesucher, sondern auch die Entspannung suchenden Hausgäste ein. Die Petersquelle speist dabei die Kohlensäurebäder, von denen sich Erholungsuchende verwöhnen lassen können. „Das Kohlensäurebad prickelt wie ein Sektbad,“ schwärmt Steffen Nork, der Leiter des Hauses.

Der Brunnentempel nebenan ist das Wahrzeichen des Kurortes und hebt die Sophienquelle besonders hervor. Sie bekam 1837 ihren Namen von der Großherzogin Sophie, der großen Förderin der Bäder von „Petersthal und Griesbach“. Die Mineralquelle wurde 1835 von Franz Xaver Kimmig entdeckt, der daraufhin den sehenswerten Pavillon über der Quelle errichten ließ. Das natürliche Mineralwasser kann an den Zapfsäulen in der Mitte des Pavillons probiert werden und auch in einer mitgebrachten Flasche auf den zahlreichen Wanderwegen als Erfrischung dienen. Ausgeschilderte Nordic-Walking-Touren und Spazierwege laden genauso wie der romantische Renchtal-Wanderweg zu Touren ein. Nicht nur die Parkplätze, sondern auch die ganzjährig geöffneten Reisemobilstellplätze auf der anderen Seite des Hauses dienen dabei als Ausgangspunkt.

Info: Das Museum der Heilbadgeschichte befindet sich in der Schwarzwaldstraße 40, Bad Peterstal-Griesbach. Der Eintritt ist frei, Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

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