TOP TEN Riesling Wettbewerb
Siegerbetrieb ist das Weingut Bimmerle

Das Weingut & Privatkellerei Bimmerle belegte bei den Top Ten Betrieben den ersten Platz: Siegbert Bimmerle (r.) und Kellermeister Philipp Milke  | Foto: Beate Kierey
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Bad Peterstal-Griesbach (st) Siegerbetrieb ist das Weingut & Privatkellerei Bimmerle, Renchen-Erlach. Der beste trockene Riesling stammt von der Durbacher Winzer eG. In der Kategorie der fruchtbetonten Rieslinge gab es zwei punktgleiche Gewinnerbetriebe, nämlich das Baden-Badener Weinhaus am Mauerberg GmbH sowie die Alde Gott Winzer Schwarzwald eG Sasbachwalden. Die Alde Gott Winzer Schwarzwald eG wurden ebenfalls für den besten Riesling-Sekt ausgezeichnet.

Die Ortenau gilt als die Wiege des badischen Rieslings. 1782 ließ Markgraf Carl Friedrich von Baden den ersten sortenreinen Weinberg im Gewann Klingelberg bei Schloss Staufenberg anpflanzen. Dieser Tradition ist der Weinbaubereich Ortenau verpflichtet. Der Riesling liegt mit einem Anteil von 19,5 Prozent an bestockten Rebflächen in der Ortenau zwar hinter dem dominierenden Spätburgunder – beiden Rebsorten sind die TOP TEN-Veranstaltungen im Juli und im November des Weinparadies Ortenau gewidmet.

Verkostungsergebnis

Verkostungsleiter Hubert Zöllin vom Badischen Weinbauverband betonte, dass die Verkostung eindrucksvoll das hohe Qualitätsniveau der Ortenauer Rieslinge gezeigt habe. „Während die gereiften 2024er mit Harmonie und Eleganz punkteten, begeisterten vor allem die 2025er mit Frische, Präzision und einer vielversprechenden Aromatik – beste Voraussetzungen für einen herausragenden Rieslingjahrgang.“

Der Jahrgang 2024 zeige bereits eine positive Reifeentwicklung. Die sehr gute physiologische Reife der Trauben und die vergleichsweisen geringen Erträge hätten Weine mit hoher Extraktdichte, klarer Frucht, ausgeprägter Mineralität und guter Balance hervorgebracht.

Der Jahrgang 2025 begeistert die fachkundige Jury mit einer präzisen Frucht, großer Frische, feinem Biss und einer bemerkenswerten Textur. „Die Weine“, so Zöllin, „zeigen eine elegante Struktur, sind saftig und lebendig und überzeugen mit einer beeindruckenden Länge am Gaumen. So präsentiert sich moderner Riesling: nicht vordergründig von Säure geprägt, sondern getragen von Finesse, Textur und einer natürlichen Lebendigkeit. Die Säure ist perfekt eingebunden und verleiht den Weinen Spannung und Trinkfluss, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Der Jahrgang 2025 steht damit für einen zeitgemäßen Rieslingstil, der Herkunft, Balance und Eleganz eindrucksvoll vereint.“ Zu den Sekten führte Hubert Zöllin aus: “Alle fünf Sekte präsentierten sich auf einem bemerkenswert hohen Qualitätsniveau. Sie überzeugten durch eine klare, präzise Frucht, eine feine und anhaltende Perlage sowie eine große sensorische Reinheit. Am Gaumen zeigten sie sich harmonisch, mit cremigem Schmelz, lebendiger Frische und einer ausgewogenen Struktur. Insgesamt spiegelten die Sekte eindrucksvoll das hohe handwerkliche Niveau der Ortenauer Sekterzeuger wider.“

Auszeichnung der Gewinnerbetriebe

Georg Lehmann, Vorstand des Weinparadies Ortenau und Geschäftsführer der WG Rammersweier, vertrat den Vorsitzenden des Weinparadies Ortenau, Stephan Danner. Er wies auf die Qualität der angestellten und prämierten Weine hin, die von der Bewertung sehr eng beieinander lagen. Die Siegerbetriebe können das Siegel „TOP TEN-Riesling 2026“ ein Jahr lang in ihrer Kommunikation verwenden. Für die aus Durbach stammende Inka Ebert war der TOP TEN Riesling Wettbewerb seit ihrem Tätigkeitsbeginn als Ansprechpartnerin des Weinparadies Ortenau im letzten Dezember eine Premiere.

Die Prämierungsfeier fand in gewohnt festlichem Rahmen des Relais & Châteaux Hotel Dollenberg statt, das auch als Weinsüden-Hotel ausgezeichnet ist. Die Weine der Siegerbetriebe und damit die besten Rieslinge der Ortenau wurden von einem mehrgängigen und perfekt abgestimmten Menü des Sternekochs Martin Herrmann begleitet. Das Gourmet-Restaurant des Hotels konnte bei der aktuellen Michelin-Sternenvergabe seine beiden Michelin-Sterne weiterhin behalten und gehört damit zum Kreis von nur sechs Restaurants im Schwarzwald mit dieser hohen kulinarischen Auszeichnung.

Gastgeber-Hotelier Meinrad Schmiederer konnte den Dollenberg-Pokal an Siegbert Bimmerle überreichen. Mit seinem renommierten Hotelbetrieb unterstützen er und seine Familie sowie Familie Herrmann seit Jahren die TOP TEN-Veranstaltungen aus Überzeugung, „denn die Ortenauer Weine verdienen es, einer noch breiteren Öffentlichkeit bekannter gemacht zu werden.“

Mitgliederversammlung und nächste Veranstaltung

Im Vinotorium der Oberkircher Winzer fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Weinparadies Ortenau statt. Das Weinparadies Ortenau ist ein starkes Netzwerk von Weinbaubetrieben, weinbautreibenden Kommunen, dem Stadtkreis Baden-Baden, dem Ortenaukreis und dem Landkreis Rastatt. Zum Auftakt begrüßten die Ortenauer Weinprinzessin Karina Roth und die Oberkircher Weinprinzessin Tina Müller, die am 2. Juli zur Badischen Weinprinzessin gewählt wurde, die Teilnehmer. In ihrer Rede legten sie den Schwerpunkt auf das verbindende Element, das das Weinparadies Ortenau innerhalb der Region, aber auch im Bereich des Tourismus insgesamt darstelle. Publikumswirksame Veranstaltungen wie der Ortenauer Weintag am 16. August im Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof unterstreichen das erfolgreiche Engagement des Weinparadies Ortenau.

Das Weingut & Privatkellerei Bimmerle belegte bei den Top Ten Betrieben den ersten Platz: Siegbert Bimmerle (r.) und Kellermeister Philipp Milke  | Foto: Beate Kierey
Kellermeister Michael Huber (v. l.) Alde Gott Winzer Schwarzwald eG, Sasbachwalden (Bester Riesling fruchtbetont, bester Rielsing Sekt) mit der Ortenauer Weinprinzessin Karina Roth, Kellermeister Stefan Steinel vom Baden-Badener Weinhaus am Mauerberg, Baden-Baden-Neuweiler (ebenfalls Bester Riesling fruchtbetont), die Badische Weinprinzessin Tina Müller und Kellermeister Rüdiger Nilles von der Durbacher Winzer eG (Bester Riesling trocken) | Foto: Beate Kierey
Die drei Siegerbetriebe Alde Gott Winzer Sasbachwalden, Kellermeister Michael Huber (v. l.), Siegbert Bimmerle und Kellermeister Philipp Milke vom Weingut und Privatkellerei Bimmerle und die Durbacher Winzer mit Kellermeister Rüdiger Nilles sowie der Ortenauer Weinprinzessin Karina Roth (l.) und der Weinprinzessin aus Sasbachwalden Lisa Decker (M.) | Foto: Beate Kierey

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