Markus Frohnmaier in Friesenheim
AfD wirbt um Stimmen der Wähler

Von links: Benjamin Rösch, Kandidat für den Wahlkreis 50, Markus Frohnmaier und Martin Rothweiler | Foto: ag
5Bilder
  • Von links: Benjamin Rösch, Kandidat für den Wahlkreis 50, Markus Frohnmaier und Martin Rothweiler
  • Foto: ag
  • hochgeladen von Anne-Marie Glaser

Friesenheim (ag) Die Ortenauer Kandidaten der bereits im Landtag vertretenen Parteien bekommen Wahlkampfunterstützung von ihren Spitzenkandidaten. Manuel Hagel sprach vor Ort, Andreas Stoch ebenso wie Hans-Ulrich Rülke und Cem Özdemir (wir berichteten jeweils). Am Dienstag lud die AfD zu einem Bürgergespräch ein. Redner waren der Lahrer Benjamin Rösch, der Spitzenkandidat Markus Frohnmaier sowie Martin Rothweiler, Direktkandidat in Villingen-Schwenningen und auf Listenplatz 2.

Demonstranten

Rund 130 Gäste kamen in die Sternenberghalle, während vor dem Gebäude Demonstranten Protestschilder präsentierten, sangen und laute Musik spielten. Diese war zwar auch im Inneren teilweise noch zu hören, störte aber nicht wirklich.
Moderator war der Bundestagsabgeordnete Michael Blos, der Frohnmaier als künftigen Ministerpräsidenten vorstellte. "Es ist nur noch eine Frage der Zeit, dann haben wir den ersten AfD-Ministerpräsidenten", so auch Rothweiler. Es gehe ein Ruck durch das Land: "Das ist der Erfolg von vielen Jahren schonungsloser Oppositionsarbeit."
Benjamin Rösch wollte in seinem Vortrag bei aller Kritik an der aktuellen Bundes- und der Landesregierung laut eigenen Worten auch etwas Optimismus verbreiten, denn in Baden-Württemberg gebe es noch Substanz: "Eine Wende ist noch möglich, doch die Zeit läuft uns davon."

Witz auf Kosten der CDU

Markus Frohnmaier ist Co-Vorsitzender des AfD-Landesverbandes und Bundestagsabgeordneter. Gut gelaunt sorgte er gleich zu Beginn seines Auftritts für Lacher mit einem Witz auf Kosten der CDU. Überhaupt wurde bei der Veranstaltung schnell klar, wer der politische Hauptgegner für die AfD ist. Zwar gab es Seitenhiebe in Richtung der FDP und der Grünen, Frohnmaier betonte aber: "Verantwortlich für den Zustand unseres Landes ist die CDU."

Kernkraft

Was würde eine AfD-Regierung anders machen? Markus Frohnmaier versprach unter anderem in den ersten 100 Tagen wirkungslose Klimamaßnahmen in Höhe von 400 Millionen zu streichen. Diese sollen den Bürgern in Form von Rabatten zugute kommen. Weiter möchte die AfD, dass wieder russisches Gas nach Deutschland fließt und sie setzt auf Kernkraft. Dafür würde sie auch ein Endlager für Atommüll im Land in Kauf nehmen, wie Blos auf Nachfrage aus dem Publikum erklärte. Frohnmaier bekannte sich zum Verbrenner, einem dreigliedrigen Schulsystem und zur konsequenten Abschiebung von Migranten ohne Aufenthaltsrecht.
Seitens des Publikums gab es viel Zustimmung und Applaus. Lediglich in der Fragerunde kippte die Stimmung ein bisschen, als eine Frau aufzählte, welche Verbände die Wirtschaftskompetenz der AfD anzweifeln. Während ein Teil der Zuhörer lautstark Unmut darüber äußerte, betonte Blos: "Ich finde es gut, dass wir auch kritische Geister hier haben."

Von links: Benjamin Rösch, Kandidat für den Wahlkreis 50, Markus Frohnmaier und Martin Rothweiler | Foto: ag
Foto: ag
Foto: ag
Foto: ag

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.