Katja Remer im Porträt
Mit Herz und Gaumen im Einsatz für den Rebensaft
- Katja Remer
- Foto: Michael Bode
- hochgeladen von Anne-Marie Glaser
Friesenheim-Oberschopfheim Ja, Katja Remer trinkt auch gerne mal ein kühles Bier. Besonders schätzt die Leiterin des Weinparadies Ortenau aber natürlich den Rebensaft. Das Weinparadies Ortenau, das sind 42 Weinbaubetriebe, drei Stadt- und Landkreise sowie 20 Weinorte, die sich in einem Verein zusammengeschlossen haben. "Ziel ist es, auf das Weinbaugebiet Ortenau aufmerksam zu machen", erklärt Katja Remer.
Spannende Aufgabe für einen kreativen Kopf
Hat die gebürtige Denzlingerin, die mit ihren beiden Söhnen jetzt in Oberschopfheim wohnt, schon alle Ortenauer Weine probiert? "Nein, aber ich arbeite daran", meint sie mit einem Augenzwinkern. Allerdings nur nach Feierabend, denn für ihre Arbeit braucht die Leiterin einen klaren Kopf.
"Ich bin eine One-Woman-Show", sagt die 48-Jährige lachend. Ihre Aufgaben reichen vom Verschicken der Einladungen für die Mitgliederversammlung über das Füttern der Social-Media-Kanäle bis hin zur Organisation und Abrechnung von Veranstaltungen. Vor allem bemüht sie sich, potenzielle Kunden und Winzer zusammenzubringen. Dabei hat Katja Remer die Einheimischen genauso im Blick wie Touristen. "Meine Arbeit ist spannend und ich darf kreativ sein", so die Leiterin. "Gleichzeitig muss ich wirtschaftlich denken und handeln."
Internationalen Tourismusassistentin
Nach dem Abitur machte Katja Remer auf einer privaten Akademie eine Ausbildung zur Internationalen Tourismusassistentin. Das ist vergleichbar mit der heutigen Berufsbezeichnung Eventmanagerin. Sie spricht Englisch, Französisch sowie Spanisch und wollte die Möglichkeit haben, überall auf der Welt zu arbeiten. Das Fernweh damals hatte sie möglicherweise von ihrem Vater, der als Lehrer an der Deutschen Schule unter anderem drei Jahre in Neu-Delhi arbeitete. Vier Jahre war die kleine Katja damals alt, als die Familie nach Indien zog, sieben als sie nach Deutschland zurückkehrte. "Diese Zeit habe ich in sehr guter Erinnerung", schwärmt sie immer noch.
Sie war ein neugieriges Kind, voller Energie und ein echter Tausendsassa. "Mit fünf Jahren habe ich mir selbst das Schwimmen beigebracht", verrät die begeisterte Sportlerin, "später auch das Fahrradfahren und das Reiten." Ehrgeizig war Katja Remer von Natur aus, der Leistungssport lehrte sie dazu Disziplin. 1989 wurde sie in Berlin sogar Deutsche Meisterin im Kunst- und Turmspringen.
Dass sie nach der Ausbildung trotzdem in Südbaden blieb, war letztendlich der Liebe geschuldet. Unter anderem arbeitete Katja Remer für ein IT-Unternehmen und für die Schwarzwald Tourismus GmbH. Für die Landesgartenschau in Lahr organisierte sie rund 400 Veranstaltungen, bevor sie 2019 beim Weinparadies Ortenau anfing.
Als Assistant Sommelière Weinproben leiten
Die Leiterin kann das Thema Wein aber nicht nur promoten. Sie versteht als ausgebildete Assistant Sommelière tatsächlich etwas von der Materie und kann selbst Weinproben leiten.
Kochen, mit Freunden ein leckeres Essen und Wein genießen – dabei kann Katja Remer prima abschalten. Genauso, wenn sie mit ihrem Pferd Eupires durch die Natur streift. Aber die 48-Jährige ist auch gerne auf ihren eigenen Beinen unterwegs. Beispielsweise auf dem Ortenauer Weinpfad, der übrigens als „Deutschlands Schönster Wanderweg“ nominiert ist. Katja Remer hat unter schon für ihn gestimmt. Und zwar nicht nur als Leiterin des Weinparadies Ortenau, sondern auch aus tiefster Überzeugung. Alle, die das ebenfalls tun möchten, können das bis zum 30. Juni 2025.
" Katja Remer Lieblingsweinsorten
- Clevner
- Scheurebe
- Grauburgunder
Lieblingswanderwege
- Durbacher Weitblick
- Alde Gott Panoramarunde, Sasbachwalden
- Räuber Hotzenplotz Pfad, Gengenbach








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