Das Xenoplex in Gengenbach steht allen Entdeckern offen
Früh den Forschergeist bei Schülern fördern

Auch in den Ferien forschen die Nachwuchwissenschaftler im Labor von Xenoplex.
  • Auch in den Ferien forschen die Nachwuchwissenschaftler im Labor von Xenoplex.
  • Foto: Fey
  • hochgeladen von Christina Großheim

Gengenbach (tf). Hochkonzentriert rühren die drei Nachwuchsforscherinnen die Substanzen in ihrem Topf zusammen, bevor sie die Lösung vorsichtig umfüllen. Dass gerade Ferien sind, ist nebensächlich. „Unsere Räume stehen Nachwuchsforschern jederzeit zur Verfügung“, erklärt Nils Schmedes, der für den Aufbau und die Koordination des Schülerforschungszentrums Xenoplex am Standort Gengenbach verantwortlich ist.

In zurzeit vier großen Bereichen – Robotik, Technik, Life Science und Informatik – können interessierte Jugendliche ihrem Wissendrang nachgeben und ihre Ideen umsetzen. Begonnen hatte alles mit einem Life-Science-Labor in der Garage des heutigen ersten Vorsitzenden des Vereins „Forscher/innen für die Region (FRO)" Hans-Peter Möschle. Aufgrund des großen Zulaufs wanderte das Labor in eine Fertigungshalle nach Ohlsbach und wurde im Jahre 2019 durch die neuen Räume auf dem Bildungscampus in Gengenbach erweitert. "Unsere Räume stehen allen Schülerinnen und Schülern der Ortenau offen, die ernsthafte Forschung betreiben wollen", so Schmedes. „Wir Betreuer geben Einführungen in die Geräte und Labore und sind als Ansprechpartner da – aber geforscht wird natürlich selbstständig.“

Einen großen Erfolg verbuchten die FRO-Nachwuchsforscher aus dem Xenoplex in diesem Jahr: den Landessieg bei "Jugend forscht" im Bereich Biologie und einen ersten, zweiten und dritten Platz beim Robocup-Wettbewerb. Einige Bereiche befinden sich noch im Aufbau. So fehlt noch eine Wuchskammer für Pflanzenaufzuchtexperimente. Auch ein Teleskop für den Ausbau der Astronomie sowie ein Metall-3D-Drucker stehen noch auf der Wunschliste. „Wir können stets gutes Equipment auf hohem Standard gebrauchen, um die Wissenschaftler von morgen bestmöglich unterstützen zu können“, lächelt Schmedes.

Ein aktuelles Projekt mit Zukunftsperspektive beschäftigt sich mit der so genannten Pflanzenkohle und ihrer Bedeutung für Landwirtschaft und Biodiversität. Dazu wurden gerade ein kleineres Versuchsfeld in Gengenbach sowie ein größeres in Ohlsbach angelegt. Weitere 17 große Felder sollen bis 2020 hinzukommen. „Wir freuen uns über interessierte Schüler aus der Ortenau, die an diesem Projekt – in Kooperation mit der Hochschule Offenburg – teilnehmen möchten“, sagt Stephan Elge, der verantwortliche Betreuer.

„Wissenschaftsinteresse beginnt bereits im Kindergartenalter und so arbeiten wir auch an kleinen Programmen, die dieser Altersgruppe gerecht werden", sagt Schmedes. „Weiterhin arbeiten wir mit dem Technik Zukunftsmuseum 'TEMOpolis' zusammen, um Grundschülern Technik anschaulich erklären zu können. Wir wollen junge Talente möglichst früh identifizieren und ihnen einen Platz für ihre Fragen und Antworten zur Verfügung stellen.“ Auch Lehrer, die an ihrer Schule eine „Jugend forscht“-Gruppe betreuen, aber auch wissenschaftliche Fachkräfte und Pensionäre sind aufgerufen, sich als betreuende Unterstützer an das Xenoplex zu wenden. „Wir unterstützen Forschung in der Ortenau auf hohem Niveau – so möchten wir Talente hier halten und neue Talente für die Region begeistern.“

Am 4. Mai bietet sich die Gelegenheit, am Tag der offenen Tür die Räume Xenoplex in Gengenbach zu besuchen. Wer Interesse an einer Mitgliedschaft bei FRO hat, ist willkommen bei der Mitgliederversammlung am 11. Mai, 17 Uhr, in Ohlsbach im Xenoplex-Life-Science-Lab. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten zum Xenoplex und dem Verein FRO sowie dem zu Kurs-, Modul- und Workshop-Angebot oder freier Forschung gibt es unter www.xenoplex.de

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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