Gengenbachs Generaloberin über Wandel im Klosterleben
Alles beruht auf der Kraft der Schwestern

Die Mutterhauskirche als zentrale Einrichtung des Ordenskomplexes in Gengenbach. | Foto: Foto: rek
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Gengenbach (rek). "Auch uns hat das moderne Betriebsmanagement vor einigen Jahren eingeholt", lächelt Generaloberin Schwester Michaela über das Klosterleben der vergangenen 20 Jahre. Das Mutterhaus der Franziskanerinnen vom göttlichen Herzen Jesu ist ein Hort der Ruhe inmitten des Gengenbacher Stadtlebens.

"Ich habe jedes Mal morgens das Gefühl, eine Art andere Welt zu betreten", erklärt Gabriele Rubner von der Betriebsleitung Kunst- und Paramentenwerkstätten, des Klosterladens und des Exerzitienhauses. Sie ist eine von inzwischen 300 Beschäftigten des Klosters. "Die Ortenau und Gengenbach wären ohne die Schwestern nicht so aufgestellt", stellte Bürgermeister Thorsten Erny im vergangenen Jahr zum 150-jährigen Jubiläum der Kongregation.

Neben dem Mutterhauskomplex mit Kirche und Werkstätten gehören in Gengenbach zum Orden ein Wohn- und Pflegeheim, ein geistliches Zentrum, die katholische Fachschule für Sozialpädagogik und in Kooperation mit der Stadt die Kindertagesstätte am Löwenberg. Weitere Einrichtungen sind das Hospiz-Haus in Oberharmersbach, inzwischen in Obhut des Vinzentiushauses sowie in Offenburg die ehemalige St. Josefsklinik, fusioniert mit dem Ortenau Klinikum. Hinzukommen Einrichtungen im Süden Deutschlands sowie Missionsstationen in Chile und Peru.

Folge des Betriebsmanagements waren auch, dass die Franziskanerinnen Einrichtungen in andere Hände übergeben haben. Gründe liegen aber auch in der zurückgehenden Zahl an Nonnen. Gehörten dem Orden vor 40 Jahren 1.369 Schwestern an, sind es jetzt noch 171. Nicht nur, das das Interesse am Ordenslebens gering ist. Das Durchschnittsalter der Gengenbacher Franziskanerinnen liegt, so Schwester Michaela bei 80 Jahren. "Alle Aufgaben wurden aus Leistung der Schwestern aufgebaut", ist Schwester Michaela Stolz auf das Erreichte und ist zuversichtlich, die Geschichte des Ordens weiterschreiben zu können.

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