Ortenauer holen Bundessieg bei Jugend forscht 2019
Toller Erfolg für Tobias und Leon Stadelmann

Tobias und Leon Stadelmann (v. l.)
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Berlin/Gengenbach (st). Die Brüder Tobias und Leon Stadelmann aus Biberach überzeugten die Biologie-Jury mit ihrem Projekt „DNAzyme als neuer Ansatz zur Regulierung von PAD4 bei der Entstehung von Rheuma“ und wurden mit Deutschlands wichtigstem Preis für Nachwuchswissenschaftler, dem Bundessieg beim Wettbewerb Jugend forscht, ausgezeichnet.

Der ehemalige Schüler Tobias und der am Marta-Schanzenbach-Gymnasium Gengenbach in Abiturprüfung befindliche Leon haben ein innovatives Konzept entwickelt, um die „messenger RNA“ zu attackieren, die unter anderem die rheumatoide Arthritis begünstigt.

Bundespreis für Biologie

Die Jury hob vor allem die verständliche Präsentation des komplexen Themas, den hohen Eigenanteil des Projekts und das Durchhaltevermögen bei zahlreichen Rückschlägen hervor.
Neben dem hervorragenden Ergebnis war dies ein Grund dafür, dass beide Jungforscher mit dem Bundespreis in Biologie ausgezeichnet wurden. Mit bundesweit über 12.000 Anmeldungen ist Jugend forscht der europaweit größte Nachwuchswettbewerb für Naturwissenschaften und Technik.

Mit den Bundessiegern freuen sich auch die Betreuer Daniel Heid und Michael Jendrusch, die dieses Forschungsprojekt von Anfang an begleiteten. Life-Sciences-
Laborleiter Daniel Heid, der selbst Anfang Mai in den USA für sein Engagement in der Nachwuchsförderung mit dem Passion in Science Award ausgezeichnet wurde, lobte das Engagement und betonte: „Im Rahmen des Projektes konnten die Teilnehmer selbstständig einen Arbeitsbereich für die Forschung mit menschlichen Zellen etablieren und dadurch das Forschungsprojekt entscheidend voran bringen. Die nun vorhandene Zellkultur wird auch zahlreichen zukünftigen Projekten herausragende Möglichkeiten bieten.“

Tobias Stadelmann, einer der Prämierten, der inzwischen an der Universität Heidelberg studiert, unterstützt bereits seit über einem Jahr selbst als Talentförderer die Nachwuchsbetreuung und ist für die Leitung des Life-Science-Bereichs mitverantwortlich.

Gratulation aus Gengenbach

Stefan Feld, Schulleiter des Marta-Schanzenbach-Gymnasiums, ist begeistert:
"Natürlich freue ich mich riesig für die beiden und gratuliere von ganzem Herzen. Besonders hervorheben möchte ich, dass Tobias und Leon, neben den unbestritten sehr guten fachlichen Fähigkeiten, auch in hohem Maße personale Kompetenzen, wie Durchhaltevermögen, Flexibilität und Initiative gezeigt haben und somit ein tolles Vorbild für unsere anderen Schülerinnen und Schüler sein können."

Auch Bürgermeister Thorsten Erny teilt die Freude über den erneuten Bundessieg beim Wettbewerb Jugend forscht „es ist ein gutes Zeichen für uns, dass wir mit unserem Projekt, dem Schülerforschungszentrum Xenoplex auf dem richtigen Weg sind. Ich gratuliere den beiden Bundessiegern ganz herzlich zu Ihrem Erfolg. Tobias und Leon Stadelmann sind hervorragende Botschafter für die Bildungsstadt Gengenbach.“

Unterstützung durch Xenoplex

„Es war eine große Freude Tobias und Leon auf ihrem Weg begleiten zu können. So werden aus ehemaligen Schülern Kollegen, mit denen wir das Xenoplex weiter voranbringen können“, sagte Dr. Stephan Elge als stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins FRO.

Für das Xenoplex und dessen Trägerverein Forscher/Innen für die Region e.V. ist die Auszeichnung ein weiterer wichtiger Erfolg. Sie zeigt nachdrücklich, dass sich ein engagierter Einsatz mit beharrlicher Ausdauer lohnt! Nicht ohne Grund betont Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Wichtigkeit des Wettbewerbs für unser Land und als Plattform für kreative Köpfe und Ideen.

Der Verein möchte unter anderem mit den Einrichtungen von Xenoplex ein Angebot zur aktiven Umsetzung von Projektideen für den gesamten Ortenaukreis bieten. Neben dem Xenoplex in Gengenbach unterhält der Verein dazu aktuell ein Life-Science-Labor in Ohlsbach, wo das Gewinnerprojekt durch Unterstützung des Vereinsvorsitzenden Hans-Peter Möschle erarbeitet wurde.

So wie der Bundespräsident die „Fridays for Future“ für einen beeindruckenden demokratischen Einsatz hält, können Schülerinnen und Schüler bei Jugend forscht an demokratischer Willensbildung mit ihrer Kreativität, ihrem Durchhaltevermögen und mit neuen Ideen die Zukunft in unserem Land mitgestalten. „Frag nicht mich, frag Dich“ war das Motto des Bundeswettbewerbs 2019!.

Wie können wir zukünftigen Herausforderungen wie dem Klimawandel begegnen?  Das Xenoplex bietet hier den Raum und die Unterstützung!Interessierte Schüler oder Lehrkräfte haben jederzeit die Möglichkeit das Xenoplex zu besuchen oder über info@fro-ev.de Kontakt aufzunehmen.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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