Marta-Schanzenbach-Gymnasium ist "Schule ohne Rassismus"
Für Frieden und gegen Diskriminierung

Wofür stehst du? Schüler und Lehrer des Gengenbacher MSG setzten ein "Zeichen des Friedens".
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  • Foto: Julian Schultheiß
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Gengenbach. „Schule ohne Rassismus“ haben sich auch Einrichtungen hier im Ortenaukreis auf die Fahnen geschrieben. Im Rahmen der Aktion des Bundesverbands Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) "Das geht uns alle an!" stellen wir in unserer neuen Serie in loser Folge Aktivitäten und Menschen rund um "Schulen ohne Rassismus" vor. Den Anfang macht das Gengenbacher Marta-Schanzenbach-Gymnasium (MSG).

Niklas Ziegler vom Paten SC Freiburg

Der 10. September 2018 ist ein großer Tag für Schüler und Lehrer. Es ist einer dieser Tage, an den man sich erinnern wird. Seit diesem Montag trägt das Gymnasium offiziell den Titel einer "Schule ohne Rassismus". Als Pate des MSG ist Niklas Ziegler vom SC Freiburg extra angereist, um das Schild zu überreichen. Das "Füchsle" des Bundesligisten ist zum Gratulieren natürlich mit dabei. So beginnt das neue Schuljahr in Gengenbach mit einer Anerkennung und einem Ansporn zugleich. "Unser Verein steht für die Freude am Fußball. Gleichzeitig wollen wir Werte vermitteln wie Respekt, Fairplay und Toleranz", erklärt Ziegler in seiner Ansprache. Der SC Freiburg sehe sich hier in der gesellschaftlichen Verantwortung. Sechs Patenschaften von "Schulen ohne Rassismus" hat der Bundesligist übernommen. Er unterstützt damit das Engagement der Schüler und verschafft ihrem Anliegen Öffentlichkeit.

Einmal im Jahr lädt der Verein Mannschaften der sechs Schulen zum "Freunde statt Fremde"-Cup ein. Im vergangenen Jahr war das MSG das erste Mal mit dabei. Der Cup konnte zwar nicht gewonnen werden, aber: "Mit 98 Prozent der benötigten Unterschriften zu den Prinzipien des Schulprojekts liegt ihr aber unangefochten auf Rang eins", stellt Ziegler fest. "Es gibt heute so viele Dinge, die Angst machen. Da ist es sehr wichtig zu bekennen: Wofür steht man?", so Ziegler. Gemeinsam couragiert durchs Leben zu gehen, sei da ein guter Ansatz.  Unter dem lauten Beifall der Anwesenden überreicht er dann das Schild mit dem Logo an die Schüler des Arbeitskreises.

Diskriminierung und Rassismus haben viele Gesichter und Seiten. Da ist es wichtig, auch mit präventive Aktionen Standpunkte zu beziehen. Die Schüler aus dem Arbeitskreis treffen sich deshalb regelmäßig, um mögliche Projekte ihrer "Schule mit Courage" vorzubereiten.

Bevor es dann zum Unterrichtsstart in die Klassenräume geht, versammeln sich alle, Schüler wie Lehrer, draußen auf dem Sportplatz zur Aktion "Zeichen des Friedens". Ganz nah und vereint stehen sie beieinander. Eine Fotodrohne fängt das symbolträchtige Bild ein: Viele bunte Punkte bilden ein Peace-Zeichen. Jeder Punkt auf dem Bild ist ein Mensch, der gemeinsam mit den anderen Ausgrenzung und Rassismus eine Absage erteilt.
Dagmar Jäger

Hintergrund

Schule mit Courage "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" ist ein Projekt des Vereins "Aktion Courage e. V. und wurde in Deutschland im Juni 1995 unter dem Namen „Schule ohne Rassismus“ ins Leben gerufen. 2001 wurde der Name des Projektes in Deutschland um die zweite Zeile „Schule mit Courage“ erweitert. Es bietet Kindern, Jugendlichen und Pädagogen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden.
Es ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Über 2.700 Schulen mit rund eineinhalb Millionen Schülern gehören ihm derzeit an. Um eine "Schule mit Courage" zu werden, entscheiden sich mindestens 70 Prozent der Schüler, Lehrer und Mitarbeiter für das Selbstverständnis des Projekts. Ihre Unterschrift ist eine Selbstverpflichtung, sich gegen Diskriminierung, Gewalt und insbesondere Rassismus an der eigenen Schule aktiv einzusetzen.

Wofür stehst du? Schüler und Lehrer des Gengenbacher MSG setzten ein "Zeichen des Friedens".
Große Freude bei der Titelübergabe: Schüler aus dem Arbeitskreis "Schule ohne Rassismus", Niklas Ziegler vom SC Freiburg, Schulleiter Stefan Feld und Stellvertreter Aiko Schuhmann.

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