Nachtrag: Tödlicher Unfall Schwarzwaldbahn
Polizei vermutet Suizid

Zum schweren Bahnunglück am Mittwoch in Gengenbach-Schwaibach gibt es neue Erkenntnisse. | Foto: Moritz Moder/EinsatzReport24
  • Zum schweren Bahnunglück am Mittwoch in Gengenbach-Schwaibach gibt es neue Erkenntnisse.
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Gengenbach (st) Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen, stellt sich der schwere Verkehrsunfall vom Mittwoch, 8. Juli (wir berichteten) nun augenscheinlich so dar, dass der lebensältere Autofahrer womöglich in suizidaler Absicht in den Gleisbereich einfuhr. Wie mehrere Zeugen übereinstimmend berichteten, war der Mann bei geschlossenen Halbschranken und dauerhaft anzeigendem Rotlicht um die Sperre herumgefahren und habe das Auto im Gleisbereich angehalten, als sich zeitgleich der Zug aus Richtung Gengenbach näherte und es schließlich zum Zusammenstoß kam. Zeugen gaben darüber hinaus an, dass augenscheinlich dasselbe Fahrzeug kurz zuvor bereits ähnliche Fahrmanöver zum versuchten Umfahren der gesenkten Halbschranken tätigte, so die Polizei in einer Pressemitteilung am Donnerstag, 9. Juli.

Keine Verletzten im Zug

Nach der Spurensicherung am Zug konnte dieser zum Bahnhof in Haslach weiterfahren. Bereits nach Halt am Kollisionsort wurden die Insassen durch Feuerwehr und Rettungsdienst versorgt. In Haslach konnten Zeugen des Geschehens aus dem Zug durch Polizeikräfte identifiziert werden. Weiter bestätigte sich, dass es keine Verletzte im Zug gab. Dessen Insassen konnten ihre Fahrt in einem bereitstehenden Zug fortsetzen. Durch den Rettungsdienst wurde indes Zugpassagiere aus der Gegenrichtung, die auf den Schienenersatzverkehr wechseln mussten, betreut.
Die Polizei berichtet entsprechend dem Medienkodex der Polizei Baden-Württemberg grundsätzlich nicht zu Suiziden, sofern dies nicht durch die Öffentlichkeitswirksamkeit des Geschehens geboten erscheint. Wenn sich jemand selbst oder jemand im Umfeld sich in einer akuten seelischen Krise befindet, sollte die Situation ernst nehmen und Unterstützung suchen. Gespräche mit vertrauten Personen oder professionelle Hilfe können entlasten. In dringenden Fällen kann man sich an den Notruf - 112 oder 110 - oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) wenden. Auch Telefonseelsorgen bieten rund um die Uhr anonym und kostenlos Hilfe an.

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