Hausübergabe an das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof im Mai
Innenausbau am „Schlössle“ in der Endphase

Die Projektverantwortlichen stellten den Stand der Bauarbeiten am Schlössle von Effringen vor (v. l.): Margit Langer (Geschäftsführerin Freilichtmuseum ), Tobias Rosenstengel (Vorarbeiter bei JaKo Baudenkmalpflege GmbH), Sarah Michalik (Architektin bei JaKo Baudenkmalpflege GmbH), Hubert Maucher (Projektleiter JaKo Baudenkmalpflege GmbH), Thomas Hafen (Wissenschaftlicher Leiter Freilichtmuseum).
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  • Die Projektverantwortlichen stellten den Stand der Bauarbeiten am Schlössle von Effringen vor (v. l.): Margit Langer (Geschäftsführerin Freilichtmuseum ), Tobias Rosenstengel (Vorarbeiter bei JaKo Baudenkmalpflege GmbH), Sarah Michalik (Architektin bei JaKo Baudenkmalpflege GmbH), Hubert Maucher (Projektleiter JaKo Baudenkmalpflege GmbH), Thomas Hafen (Wissenschaftlicher Leiter Freilichtmuseum).
  • Foto: Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof
  • hochgeladen von Daniel Hengst

Gutach (st). Die Innenarbeiten am „Schlössle von Effringen“ im Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach sind fast abgeschlossen. Nach dem planmäßigen Abschluss der Aufbauarbeiten im Dezember 2016, konnten die Mitarbeiter der JaKo Baudenkmalpflege GmbH aus Rot an der Rot im Januar 2017 mit dem Innenausbau beginnen.
Zunächst erfolgten die Ausbesserung sowie das Verputzen der Wände und Decken. Hier bekam JaKo Unterstützung durch spezialisierte Fremdfirmen. Zeitgleich wurden die Treppen eingebaut und die Elektrik verlegt. Auch die Holzfußböden im ersten Obergeschoss wurden gelegt sowie das Dachgeschoss ausgebaut.
Derzeit beginnen in den Räumen mit Steinfußboden die Pflasterarbeiten. Stück für Stück werden die historischen Sandsteinplatten im Erdgeschoss und in den beiden Küchen im Obergeschoss wieder eingesetzt. In den nächsten Wochen erfolgen parallel dazu die Malerarbeiten im Innenbereich, bei denen die Wände und Decken neu gestrichen werden. Danach werden die originalen Wandmuster restauriert. Sobald die frostfreie Zeit anbricht, werden abschließend letzte Verputz- und Steinmetzarbeiten im Außenbereich erledigt.
Das „Schlössle von Effringen“ wurde nach dem Ganzteil-Translozierungsverfahren nach Gutach versetzt. Es wird voraussichtlich im Mai 2017 von JaKo an das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof übergeben. Dann beginnt die Inneneinrichtung des Gebäudes im Stil der 1970er-Jahre. Dies entspricht dem Zeitschnitt der letzten bewohnten Phase des Schlössles.
„Wir schließen das Museum damit an die Gegenwart und an den Erfahrungshorizont der heutigen Besuchergeneration an“, so Thomas Hafen, wissenschaftlicher Leiter des Freilichtmuseums. „Wir haben zudem das große Glück, dass die letzte Bewohnerfamilie uns Auskunft darüber geben kann, wie die Einrichtung ausgesehen hat, so dass wir uns daran orientieren können.“
Aber auch die wechselvolle Hausgeschichte des Gebäudes wird thematisiert. Nach dem bisherigen Stand der Bauforschungen ist das massiv gemauerte Sandsteinhaus voraussichtlich in das Jahr 1406 zu datieren. Dabei wurde es erstmals ursprünglich als Burg erwähnt, dann als Pfarrhof genutzt, später zur Hofanlage ausgebaut und schließlich zum Bauernhaus umfunktioniert. Mit der Umsetzung in den Vogtsbauernhof ist das „Effringer Schlössle“ das erste herrschaftliche Anwesen in einem baden-württembergischen Freilichtmuseum sowie eines der ältesten Gebäude in einem deutschen Freilichtmuseum.
Das „Schlössle von Effringen“ wird ab der Saison 2018 für die Museumsbesucher zugänglich sein. „Anlässlich der Eröffnung planen wir ein großes Festwochenende mit einem vielfältigen Programm rund um das Schlössle“, informiert Margit Langer, Geschäftsführerin des Freilichtmuseums.
Das „Effringer Schlössle“ ist das erste von insgesamt drei Gebäuden aus den unterschiedlichen Regionen des Nordschwarzwalds, die in den nächsten zwei Jahrzehnten nach Gutach geholt werden sollen. Dabei wird die bestehende 5 Hektar große Museumsanlage um insgesamt 1,9 Hektar erweitert. Damit wird der Vogtsbauernhof, der bislang Häuser und Hofanlagen aus dem südlichen und mittleren Schwarzwald präsentiert, den bisherigen Museumsrundweg um eine nördliche Schleife ergänzen.
Die Kosten für das Großprojekt belaufen sich auf 3,55 Millionen Euro. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg fördert das Projekt im Rahmen der Vergabe von Landeszuschüssen für Freilichtmuseen mit einer Summe von rund 1,75 Millionen. Die nach Abzug der Landesförderung verbleibenden 1,8 Millionen Euro werden je zur Hälfte über Eigenmittel des Freilichtmuseums sowie über eine Eigenkapitalerhöhung durch den Ortenaukreis finanziert.
Auf der Projekthomepage www.schloessle-effringen.de können alle Informationen und Neuheiten rund um die Hausversetzung und das „Effringer Schlössle“ jederzeit abgerufen werden. Außerdem sind dort eine Dokumentation der Abbauarbeiten, der Restaurierung sowie des Wiederaufbaus in Gutach einsehbar.

Die Projektverantwortlichen stellten den Stand der Bauarbeiten am Schlössle von Effringen vor (v. l.): Margit Langer (Geschäftsführerin Freilichtmuseum ), Tobias Rosenstengel (Vorarbeiter bei JaKo Baudenkmalpflege GmbH), Sarah Michalik (Architektin bei JaKo Baudenkmalpflege GmbH), Hubert Maucher (Projektleiter JaKo Baudenkmalpflege GmbH), Thomas Hafen (Wissenschaftlicher Leiter Freilichtmuseum).
Projektleiter Hubert Maucher erläuterte die Restaurierungsarbeiten im Stall des Effringer Schlössles.
Autor:

Daniel Hengst aus Lahr

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