750 Jahre Gutach
Jubiläumsjahr wird bleibende Spuren hinterlassen
- Eine besondere Würdigung erfuhr Siegfried Eckert von Schülern der Hasemann-Schule. Bei ihrem Projekt "Legostadt" anlässlich des Gemeindejubiläums bauten sie Gutach jeweils in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Den Bürgermeister stellten sie mit Zauberstab dar, weil er manchmal zaubern kann.
- Foto: ag
- hochgeladen von Anne-Marie Glaser
Gutach 2025 steht ganz im Zeichen von Festlichkeiten. Der 750. Geburtstag ist ja ein guter Grund dafür. Das Jubiläum wird zur Freude von Bürgermeister Siegfried Eckert auch bleibende Spuren hinterlassen, denn das größte Geburtstagsgeschenk hat sich die Gemeinde mit dem Kurpark gegönnt. Bis zur Realisierung dauerte es zehn Jahre, wie er im Gespräch mit der Guller-Redaktion verrät.
Großes Potential
Schon als er 2003 zum Bürgermeister gewählt wurde, sei ihm klar gewesen, welches Potential Gutach touristisch habe. Basis sei das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof gewesen, ein echter Besuchermagnet, der sich immer weiterentwickelte. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Attraktionen dazu. Heute hat Gutach eine ganze Menge zu bieten: Museum Hasemann-Liebich, Park mit allen Sinnen, Sommerrodelbahn, Adventure-Golfpark, Schwarzwald Modellbahn. Nur der Kurpark machte Gutach nicht wirklich Ehre. Und so etwas ist einem Mann wie Siegfried Eckert ein steter Dorn im Auge.
"Vor zehn Jahren standen dort noch zwei alte Gebäude. Mit Hilfe des Landessanierungsprogramms konnten wird diese erwerben und abreißen", so der Bürgermeister. Dann konnte die Gemeinde in die Planung gehen. So richtig belebt war der Kurpark aber nie. "Mir war immer klar, wenn es dort einen Kiosk oder Ähnliches gäbe, würden auch Leute kommen", erzählt Siegfried Eckert. Aber er konnte keinen Betreiber für seine Idee gewinnen.
Das änderte sich ausgerechnet während der Coronapandemie. Annett und Damiano Colle, die ein Eisdiele in Hausach betrieben, standen in dieser Zeit regelmäßig mit ihrem Eiswägelchen im Gutacher Kurpark. Das sprach sich schnell herum und lockte entsprechend Menschen an. Schließlich konnte Bürgermeister Siegfried Eckert das Ehepaar überzeugen, ein Eisdiele dort zu übernehmen.
Doch zuerst musste Gutach ein entsprechendes Gebäude bauen und das Gelände grundlegend sanieren. Kostenpunkt 1,3 Millionen Euro. Aber der findige Bürgermeister kennt die entsprechenden Fördertöpfe und so gab es 815.000 Euro aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm. "Man muss an die Fördertöpfe kommen, um Dinge auch finanzieren zu können", weiß er. Am 29. Juni konnte der neue Kurpark dann eröffnet werden. Und Eckerts Plan ging auf: "Die Anlage wird extrem gut genutzt. Jetzt haben wir einen belebten Dorfmittelpunkt, den Einheimische, aber auch Gäste und Durchreisende nutzen."
Nutztierpfad
Und noch eine Attraktion erstrahlt in neuem Glanz. Der Nutztierpfad ist ein 3,1 Kilometer langer Rundweg mit 14 neuen Informationstafeln, die sich mit der heimischen Landwirtschaft beschäftigen. Diese wurden von Firmen gesponsert. Realisiert hat das der GUTach e.V., laut Eckert ein Gewerbe- und Tourismusverein mit "tollen jungen Leuten im Vorstand". Im November kam noch die Kinderralley "Elsa und der Bollenhut" mit 14 Stationen dazu. Start und Ziel ist der Kurpark und wer alle Fragen beantwortet hat, wird im Sommer mit einem Eis belohnt, im Winter gibt es kleine Preise im Rathaus.
Außerdem gab Innenminister Thomas Strobl gerade erst grünes Licht für die beantragte Zusatzbezeichnung. Gutach darf sich jetzt offiziell Bollenhutgemeinde nennen. Zuletzt wird es am 6. Dezember noch eine Festbroschüre geben.




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