Nicht nur in Haslach fragen sich alle
Wie geht es mit der B33-Umfahrung weiter?

Gefahrenstelle: Der von Haslach kommende Verkehr soll künftig rechts abzweigend unter der Brücke in Richtung Offenburg geführt werden.
  • Gefahrenstelle: Der von Haslach kommende Verkehr soll künftig rechts abzweigend unter der Brücke in Richtung Offenburg geführt werden.
  • Foto: Reinhold Heppner
  • hochgeladen von Anne-Marie Glaser

Haslach (hep) Wie geht es weiter mit der B33-Umfahrung von Haslach? Wann kommt endlich die Lösung für das Nadelöhr zur Entlastung für die Verkehrsteilnehmer? Diese Fragen beschäftigen viele nicht nur in Haslach, sondern im gesamten Kinzigtal. Denn die Pendler, erleben fast täglich den obligaten Stau. Nicht selten gibt es Rückstau von Haslach bis Steinach und von Haslach bis zum Sägewerk Streit kurz vor Hausach.

Ärger also zuhauf für die PKW-Fahrer, aber auch für Spediteure und Firmen im gesamten Kinzigtal: Die Unternehmer haben sich deshalb schon mehrfach mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammer an die zuständigen Behörden gewandt, um eindringlich auf die Verkehrsbehinderungen hinzuweisen sowie um Abhilfe gebeten.

Für den dreistreifigen Ausbau der B33 von Steinach bis Haslach läuft im Augenblick die Offenlage sämtlicher Planunterlagen in den Rathäusern in Haslach und Steinach bis zum morgigen Donnerstag, 18. Januar. Einwände gegen die Planung können dann bis zum 1. Februar schriftlich vorgebracht werden. Widerstand gegen die Planung regt sich augenblicklich stark im Stadtteil Bollenbach wegen nicht vorgesehener Schallschutzvorrichtungen. Das vom Regierungspräsidium (RP) beauftragte Planungsbüro hat bei den Lärmberechnungen der Grenzwerte, die Richtwerte des Bundes-Immissionsschutzgesetzes zugrunde gelegt, die, anders als die TA-Lärm für Baugebiete, eine höhere Lärmbelästigung zulässt. Mit dem Abschluss des Planfeststellungsbeschlusses und somit dem Baubeginn ist nicht vor 2020 zu rechnen.

Positiv bei der Planung aufgenommen wird dagegen von der Bevölkerung die Neuausrichtung der Verkehrsführung beim „Bollenbacher Ei“ am Ende der augenblicklichen Ausbaustrecke und direkt an das Ende des dreistreifigen Ausbaus zwischen Steinach und Haslach. Damit soll die Gefahrenstelle B33/Zufahrt Bollenbach und Zufahrt Schnellingen komplett entschärft werden. Der von Haslach kommende Verkehr soll nach der neuen Planung rechts abzweigend unter der Brücke dann in Richtung Offenburg geführt werden.

Die folgende Weiterführung der B33 und somit die Umfahrung Haslachs ist als „vordringlicher Bedarf“ im Bundesverkehrsplan aufgenommen. Dies bedeutet auch für die Planer beim RP: „Eile tut Not“. Aber Fristen und Vorarbeiten müssen eingehalten werden. Augenblicklich laufen die notwendigen Untersuchungen über Kleintiere und Grundwasser, kurzum zudem alles was mit Flora und Fauna zu tun hat. Die technische Machbarkeit der jüngst diskutierten Bündelungstrasse, also direkt zwischen Gewerbegebiet "Mühlegrün" und Bahngleise, wird detailliert untersucht, ließ das RP wissen.

Größter „technischer Brocken“ wird sicher die Frage für Planer und Entscheidungsgremien sein: Wie sollen oberhalb von Haslach Richtung Hausach Kanal und Bahngleise mit der Umfahrungsstraße gequert werden, um wieder auf die vorhandene Trasse B33/B294 zurückzukommen? Gibt es eine riesige Brücke oder schafft man es technisch seitens der Planer, eine Unterführung anzubieten? Das RP hat signalisiert, neue Planungen hierzu im Herbst vorlegen zu können.

Bürgermeister Philipp Saar ist sich sicher, dass eine durchdachte, gute Planung vorgelegt werden wird. Allerdings solle versucht werden, unter allen Umständen die Straße unter dem Kanal und unter den Bahngleisen weiterzuführen. Wann es dann aber zur Realisierung der Umfahrung komme, sei völlig ungewiss. Saar hofft, dass es in seiner ersten Amtsperiode als Haslacher Bürgermeister zum Spatenstich kommen wird.

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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